Corona-Krise als Chance nutzen: Soziale Absicherung in der Zukunft durchs BGE – Ein Kommentar

„Es gäbe eine Lösung die schon seit Jahren von vielen Intellektuellen diskutiert wird: Ein bedingungsfreies Grundeinkommen.“

Angesichts der Corona-Krise ist der Zusammenhalt in Deutschland, bei den Meisten zumindest, doch sehr groß. Abgesehen von den paar Prozent asozialen Verschwörungstheoretikern und Corona-Leugnern, denn die wird es als gesamtgesellschaftliches Problem immer geben. Es gibt nämlich mehrere andere, viel größere Probleme. Es dauert nicht mehr lange, dann wird die vor kurzem noch recht ordentlich privilegierte Mittelschicht auf Hartz-4 Niveau sinken, weil die Betriebe pleite gehen, Gehälter nicht ausgezahlt werden, Aktien-Depots und Sparpläne wertlos werden und Aufträge fehlen. Es werden nur wenige spezifische Sparten von den Krisen profitieren. Wie lange werden sich die Leute das also gefallen lassen? Die ganzen stolzen Bild-Leser die ihr Leben lang nie krank waren und immer in die Rente eingezahlt haben, werden auf kurz oder lang völlig mittellos sein. Zugespitzt formuliert: Bald könnte Revolution in der Luft liegen. Wenn nicht 2020 durch Corona, dann auf jeden Fall bis 2030, denn der technologische Fortschritt wird die Arbeitslosigkeit auch extrem fördern und dadurch die zusätzlich Wirtschaft strangulieren. Das bedeutet, dass selbst wenn die Wirtschaft die Corona-Pandemie wegsteckt, steht immer noch der Klimawandel vor der Tür und noch dazu die technologische Entwicklung, ganz besonders in die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Wenn der Mittelstand anfängt das Beben zu spüren, gerät das politische Gefüge ins Wanken. Ähnlich wie eine gemütlich grasende Herde Gnus, die ein Erdbeben wittert und dann plötzlich voller Panik durch die Steppe rennt. Erst dann brechen auch die ewigen 30% CDU-Wähler zusammen. Es wird sich sowieso erst bewegt, wenn man etwas spürt. Deshalb ist der Kapitalismus auch so asozial, denn der Mittelstand schaut einfach nicht hin wenn ein paar Minderheiten unter die Räder kommen. Solange sie die Raten für ihren Audi und ihr Haus bezahlen können ist alles gut. Solange niemand aus der eigenen Familie an Corona erkrankt oder stirbt, ist alles gut. Solange man selbst die Miete noch zahlen kann, ist alles gut. Aber bald werden auch die letzten überprivilegierten Mittelständler in den Abgrund gezogen und werden um die unschöne Erfahrung der Mittellosigkeit nicht herum kommen, es sei denn, der Staat handelt rechtzeitig und richtig in Form eines bedingungsfreien Grundeinkommens!

Das bedingungsfreie Grundeinkommen wird schon seit Ewigkeiten von vielen Intellektuellen weltweit als extrem plausible Lösung vorgeschlagen.

Ein bedingungsfreies Grundeinkommen braucht unsere Gesellschaft in der Zukunft sowieso, weshalb es sehr sinnvoll wäre, die aktuelle Krise die vor der Tür steht, zu nutzen, um ein bedingungsfreies Grundeinkommen im gesamten großen Westen einzuführen. Die Überlegungen und Konzepte dafür liegen schon überall, komplett durchgerechnet und geprüft, auf den Tischen, nur fehlt noch der Mut zur Umsetzung. Sowohl die große Mehrheit der Leute aus dem Silicon Valley und viele andere Intellektuelle aus sämtlichen Wissenschaftsbereichen weltweit warten nur darauf, dass das bGE endlich eingeführt wird, und der sinnlose, kapitalistische „Wachstums-Wahnsinn“ aufhört, um sich endlich in das nächste Zeitalter zu entwickelt, in dem es nicht mehr ausschließlich um Geld und Macht geht. Es entsteht dann endlich eine Welt, in der jeder Mensch wirklich sein Leben leben kann, ohne dabei von anderen Erwartungen missbraucht zu werden. Endlich werden im Grunde auch Mütter für das Mutter sein bezahlt. Menschen die Dinge heute ehrenamtlich machen, können dann davon Leben, dass wäre eine wunderbare Welt. Es gäbe den gesamten deutschen Beamten-Bürokratie-Unsinn nicht mehr. Millionen Menschen aus Bullshitjobs, die den Staat hunderte Milliarden kosten, sind dann endlich frei um sich selbst zu verwirklichen. Sie haben dann endlich mehr Zeit für sich selbst und viel wichtiger: Auch für andere Menschen. Das könnte der Weg aus der Ellenbogengesellschaft sein. Der Weg der uns die Empathie zurück in die Mitte der Gesellschaft bringt. Sowieso wird sich die Bürokratie in den nächsten Jahrzehnten um ein Vielfaches verkleinern. Deshalb wäre es klug schon jetzt, aus der Corona-Krise heraus, das BGE schon früh einzuführen und im Rahmen demokratischer Entscheidungsfindung zu optimieren. Die Menschheit könnte sich dann endlich im „Mensch sein“ üben, statt im Selbstoptimierungswahn zu ersticken. Der Fokus wäre endlich das Gemeinwohl.

Wieso passiert bis jetzt nichts?

Angst davor den inoffiziellen politischen Klassizismus abzuschaffen?
Angst davor den Menschen das aller Nötigste zur Verfügung zu stellen?
Angst davor, nicht mehr zu 100% gewinnbringend handeln zu können?
Angst davor, etwas menschliches zu tun?
Angst davor zu teilen?
Angst vor Veränderungen?
Angst vor der Zukunft?
Angst vor sich selbst?
Angst vor Emotionen?
Angst vor kleinerer Rendite?
Angst vor finanziellen Verlusten?
Angst vor anderen Menschen?
Angst vor Verlust von Macht/Einfluss/Ansehen/Besitz?

Alles Ängste die ich nicht empfinde. Trotzdem habe ich versucht Ängste zu finden, die vielleicht wirklich existieren. All diese potenziellen Ängste verhindern dringend nötige Entwicklungen hinsichtlich mehrerer existenzieller Krisen. Ich spreche da von: Corona, Klimawandel, Kapitalismus, Sozioökonomische-Krise, Rechtsextremismus, Künstliche-Intelligenz, Industrie 2.0 usw..

Ich denke wir sollten schnellst möglich den größten Teil des deutschen Bürokratieapparates einstampfen und direkt ein bedingungsfreies Grundeinkommen einführen. Das impliziert natürlich das sämtliche aktuellen sozialen Leistungen eingestellt werden. Jeder deutsche Bürger, egal wie alt, bekommt 1500€. Sonderzahlungen die schon vorher bestanden, auf Grund von Krankheiten oder anderen wichtigen gesundheitlichen oder ethisch/moralischen Problemen, bleiben natürlich unverändert. Noch dazu sollten die ersten 1000 Euro die man dazu verdient steuerfrei sein, damit werden dann extrem viele kleine, enorm wichtige Jobs wieder lukrativ und der Mindestlohn könnte abgeschafft werden. Dazu kommt eine radikale Umstrukturierung der deutschen Marktwirtschaft, die in Zukunft ausschließlich für das Gemeinwohl handeln muss. Bereicherung des Einzelnen gibt es nicht mehr, also auch keine absurd Hohen Millionen Boni oder Sonderzahlungen. Einzelne wenige extreme Reichtümer werden aufgelöst, auf Grund von Sinnlosigkeit. Wir reden da von bestimmt einer Billiarden Euro, die unangetastet in irgendwelchen virtuellen Blasen vor sich hin brodeln und immer fetter werden. Niemand hat etwas davon, bis auf die paar verwirrte Asoziale, die auf dem Papier immer mächtiger werden. Sowas wird dann endlich Geschichte sein und wir Menschen könnten voller Stolz sagen, dass wir in einem Zeitalter angekommen sind, in dem Fortschritt, Bildung, Zeitgeist und Gemeinwohl zählen und nicht mehr Geld, Besitz, Wachstum und Macht. Begraben wir das Zeitalter der Penisprotesen!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Corona-Krise als Chance nutzen: Soziale Absicherung in der Zukunft durchs BGE – Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s