“Stolpersteine” in Schleswig – Mahnmale für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Michaelisstraße 27 – Die Familie Zarnowski

Berek Zarnowski wurde am 10. Oktober 1890 in Łopuszno geboren und war wohnhaft in Schleswig. Er emigrierte am 11. Juli 1939 nach Belgien. Von dort wurde er deportiert und war vom 10. Mai 1940 bis 15. Mai 1940 im Sammellager Drancy interniert. Am 4. September 1942 wurde er in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ist da verschollen.

Elise Adolphine Zarnowski, gesch. Schnoor, geb. Doormann, wurde am 13.01.1888 in Vogelsang, Rabenkirchen/Schleswig geboren und starb am 03.07.1981 in Fahrdorf bei Schleswig. Sie war die 2. Ehefrau von Berek Zarnowski, mit dem sie zusammen einen Sohn, Wolf Rolf Zarnowski, hatte. Sie konnte der Deportation auf Grund ihrer nicht jüdischen Herkunft entkommen.

Wolf Rolf Zarnowski wurde am 15. Juli 1920 in Berlin geboren und war wohnhaft in Schleswig, Ramsdorf und Halle. Er emigrierte am 11. Juli 1939 nach Belgien. Von dort wurde er am 11. Februar 1945 in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert, wo er am 17. Februar 1945 ermordet wurde.

Mönchenbrückstraße 3 – Die Familie Horwitz

Isidor Horwitz wurde am 14. August 1874 geboren, war wohnhaft in Schleswig und hat am 17. März 1932 den Freitod gewählt.

Rosalie Horwitz, geb. Gassenheimer. Leider gibt es nicht mehr Informationen.

Luise Charlotte Horwitz, geboren am 08.09.1905 in Schleswig in der Mönchenbrückstraße 3. Sie ging in die Lornsenschule, machte im ersten Jahrgang der Schule ihr Abitur und wurde später Juristin. Sie starb in Belgien. Das genau Todesdatum ist leider nicht bekannt.

In den letzten zehn Jahren haben antisemitische Straftaten stetig zugenommen. Immer mehr jüdische Mitbürger bekommen den wieder erstarkenden Antisemitismus zu spüren. Besonders im Internet haben sich im Rahmen des aktuellen, weltweiten Rechtsrucks jede Menge rechtspopulistische und verschwörungstheoretische “alternative Medien” und Communities formiert, die antisemitische Ressentiments in die Mitte der Gesellschaft tragen und dort wieder salonfähig machen. Besonders in Verbindung mit der Corona-Pandemie entstanden eine Vielzahl an antisemitischen Verschwörungstheorien, die über das Internet den Weg in die Mitte der Gesellschaft finden.

Wir von der Linken Schleswig möchten mit dem Polieren der Stolpersteine ein Zeichen gegen den zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft setzen. Gleichzeitig gedenken wir den Opfern des Nationalsozialismus und stehen Hand in Hand vereint gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Wir stehen solidarisch an der Seite aller jüdischen Mitbürger in Deutschland und kämpfen für eine Zukunft in friedlicher, multikultureller und pluralistischer Koexistenz.

Schalom,
Schlomo Goldbaum


Die Linke in Schleswig – Lollfuß 29, 24837 Schleswig – Tel.: 04621 992985

Ein Kommentar zu „“Stolpersteine” in Schleswig – Mahnmale für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

  1. Der Nationalsozialismus muss bekämpft werden. Nötig sind Subsidiarität, omni-laterale Abrüstung, Naturschutz und christlich-konservative Werte. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

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