Friedliche Koexistenz ist erst möglich, wenn die arabische Welt Israels Existenzrecht anerkennt

Der Nahostkonflikt ist ein komplexes und vielschichtiges Problem, das die Weltgemeinschaft vor große Herausforderungen stellt. Die häufig diskutierte „Zweistaatenlösung“ ist wahrscheinlich die vielversprechendste und fairste Lösung für eine friedliche Koexistenz zwischen Israel und Palästina. In diesem Zusammenhang spielt die Anerkennung des Existenzrechts Israels durch die arabische Welt jedoch eine entscheidende Rolle. In diesem Kommentar werde ich erklären, wieso ich mir die Zweistaatenlösung von Herzen wünsche, aber an der Umsetzung zweifle.

Zu Beginn ist es wichtig, das Konzept des Existenzrechts zu verstehen. Das Existenzrecht Israels bezieht sich auf das Recht des Staates Israel, als souveräner und unabhängiger Staat in der Region existieren zu dürfen, ohne Bedrohung seiner Existenz durch andere Staaten oder Gruppen. Die Anerkennung dieses Existenzrechts ist ein grundlegendes Element für jegliche Friedensbemühungen im Nahen Osten. Ohne diese Anerkennung ist es schwierig, Vertrauen zwischen den Konfliktparteien aufzubauen und bedeutende Fortschritte in Richtung einer dauerhaften Lösung zu erzielen.

Die Arabische Welt spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Sie umfasst eine Vielzahl von Staaten und Gemeinschaften, die historisch und kulturell mit dem palästinensischen Volk verbunden sind. Die Anerkennung des Existenzrechts Israels durch die arabische Welt würde nicht nur eine grundlegende Veränderung in der Haltung gegenüber Israel darstellen, sondern auch die Möglichkeit schaffen, die Beziehungen zwischen den arabischen Staaten und Israel zu normalisieren. Dies könnte einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität und den Frieden in der Region haben. Bevor die Hamas in Israel über 1500 Menschen abgeschlachtet und über 220 Menschen entführt hat, gab es Annäherungen zwischen Israel und verschiedenen arabischen Staaten. Das hat den fundamentalistischen Judenhassern der Hamas offensichtlich nicht gefallen. Ein perfektes Beispiel dafür, wie der extreme Antisemitismus wieder einmal jeglichen zivilisatorischen Fortschritt verhindert.

Eine Zweistaatenlösung, bei der ein unabhängiger palästinensischer Staat neben Israel existiert, ist ein allgemein akzeptierter Ansatz zur Beendigung des Konflikts. Es würde bedeuten, dass die arabischen Staaten die Existenz Israels respektieren und akzeptieren, was eine Grundvoraussetzung für Verhandlungen und Kooperationen ist. Diese Anerkennung könnte den Weg für diplomatische Gespräche bezüglich Sicherheitsgarantien und die Ausarbeitung einer Friedensvereinbarung ebnen.

Die Anerkennung des Existenzrechts Israels ist jedoch nicht nur ein politischer Akt, sondern auch ein moralischer. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, die Menschenwürde und das Selbstbestimmungsrecht aller Völker in der Region zu respektieren. Die Verweigerung dieser Anerkennung kann zu weiterem Leid und Konflikt führen und steht im Widerspruch zu den Prinzipien der internationalen Gemeinschaft.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Anerkennung des Existenzrechts Israels nicht bedeutet, dass legitime palästinensische Anliegen ignoriert werden sollten. Eine faire und gerechte Lösung des Konflikts erfordert die Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse beider Seiten. Die palästinensische Bevölkerung hat ebenfalls ein Recht auf einen unabhängigen und lebensfähigen Staat – jedoch hat die palästinensische Bevölkerung nicht das Recht, Israels Vernichtung und das Töten von Juden zu fordern.

Im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern werden die politischen Gegensätze sehr deutlich. Ein demokratischer Staat, in dem Juden, Christen, Muslime und viele, viele Minderheiten zusammen in Frieden leben und Menschenrechte genießen, gegenüber mehrerer autoritärer, diktatorischer Staaten, die ihre eigene Bevölkerung massiv unterdrücken und eine Israelpolitik der Vernichtung fahren.

Insgesamt ist die Anerkennung des Existenzrechts Israels durch die arabische Welt ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Frieden und Stabilität im Nahen Osten. Sie schafft die Voraussetzungen für Verhandlungen, Vertrauensbildung und die Aussicht auf eine Zweistaatenlösung. Es ist an der Zeit, dass die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft gemeinsam daran arbeiten, diesen Weg zu beschreiten und die Aussicht auf Frieden in der Region zu verwirklichen.

Diesen Weg können wir aber nur gehen, wenn alle Israel-Kritiker das Existenzrecht Israels akzeptieren. Es kommt immer wieder vor, dass Israel tausenden Vorwürfen ausgesetzt ist, mit schlimmen Worten wie “Besetzung” und “Apartheid”. Wie kann man von Israel mehr Gerechtigkeit für Palästinenser fordern, während man gleichzeitig den Staat Israel als nicht legitim betrachtet, oder sogar seine Vernichtung fordert? Für mich macht das absolut keinen Sinn. Es gibt Menschen, die behaupten, Israel würde in Gaza zur Zeit einen “Genozid” an den Palästninensern durchführen. Und es sind die gleichen Menschen, die gefeiert haben, als jüdische Babys geköpft wurden und zusammen mit der Hamas die Vernichtung Israel für absolut notwendig halten.

Hier ist ein gutes Beispiel für das beschriebene Problem. Am Ende der Diskussion kommt raus, dass das Existenzrecht Israels sowieso abgelehnt wird. Ich möchte betonen, dass ich mich ausdrücklich von sämtlichen sonstigen politischen Aktivitäten Ben Shapiro’s distanziere. In diesem Fall geht es um die aktuelle Diskussion bezüglich des Nahostkonfliktes.

Wenn sich diese Haltung in großen Teilen der arabischen Bevölkerung in Zukunft durchsetzt, wird es keinen Frieden in Nahost geben.

Felix Jungbluth

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