Cannabis wird immer öfter mit gefährlichen, synthetischen Cannabinoiden gestreckt: Legalisierung ist dringend nötig – Ein Kommentar

„Solange die ganzen alten, einflussreichen Fortschritts-Verhinderer der CDU/CSU in der Regierung sitzen, wird sich weiterhin ungeniert zu Tode gesoffen, während man jugendlichen Kiffern mit Strafen und Führerscheinentzug das ganze Leben zerstört und gleichzeitig zig Millionen Euro Steuergeld in polizeilichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen versenkt. Es ist ein einziger Zirkus. Die deutsche Drogenpolitik und die dafür Verantwortlichen zeichnen sich aus durch absolute Inkompetenz, Ignoranz und Intoleranz. Es ist alles so absurd, dass man fast annehmen könnte, die Regierung hätte Spaß daran Drogenkonsumenten zu diskriminieren.“

Das aller erste Mal bekamen synthetische Cannabinoide öffentliche Aufmerksamkeit durch die Modedroge „Spice„. Spice war eine Räuchermischung und wurde in Cannabiszubehör-Shops (Headshops) in Deutschland verkauft. Verboten wurden diese Räuchermischungen dann 2009. Das alles ist also inzwischen 10 Jahre her und schon damals wurde darüber berichtet, dass Spice absolut nicht als „Grasersatz“ dienen kann, weil es um ein vielfaches stärker und schädlicher ist.

Seit ungefähr zwei Jahren werden synthetische Cannabinoide vermehrt auf dem Schwarzmarkt zum Strecken von Cannabis verwendet. Alles fing an mit dem sogenannten „Haze-Hype“. Den Konsumenten wurde vorgegaukelt, es würde sich um extrem potentes und gutes Cannabis handeln, dabei war es einfach nur versetzt mit teilweise 100-fach stärkeren synthetischen Cannabinoiden. Das kapitalistische Denken der Gewinnmaximierung bestimmt eben auch den Schwarzmarkt. Hierzu möchte ich euch einen brandneuen, guten Beitrag von Vice zeigen, in dem ein Dealer freiwillig aus dem Geschäft aussteigen möchte, weil er sein Gewissen nicht mehr beruhigen kann. Was dieser Dealer so erzählt, gibt einem wirklich zu denken. Das Cannabis-Geschäft ist nicht mehr das, was es mal war.

Quelle: Youtube, Vice auf Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=knBdNLOVNzY

Dieser Dealer bestätigt die aktuellen Vermutungen, dass die synthetischen Cannabinoide überhand nehmen. Seine Einschätzung, dass ca. 90% des sogenannten „Haze“ mit diesen hochpotenten, synthetischen Cannabinoiden gestreckt sind, ist absolut erschreckend. Vor allem, weil durch diese synthetischen Cannabinoide schon etliche Menschen auf der Intensivstation landeten oder sogar gestorben sind. Ich selbst habe schon von Bekannten gehört, dass sie trotz langer Erfahrung mit Cannabis einen kompletten Kreislaufzusammenbruch und Horrortrip erlebt haben. Es ist von außen nicht zu erkennen, ob das Gras mit diesen synthetischen Cannabinoiden versucht ist, oder nicht.

In letzter Zeit häufen sich Berichte über Komplikationen durch synthetische Cannabinoide. Nicht nur zahlreiche Fälle für die Intensivstation wurden bekannt, sondern sogar Tote, teilweise haben sich die Menschen nach dem Konsum von synthetischen Cannabinoiden selbst umgebracht. Darum ist die Frage nach der wirklichen Gefahr dieser Stoffe mehr als nur berechtigt.

Quelle: https://www.hanf-magazin.com/medizin/cannabinoide/synthetische-cannabinoide-neue-und-toedliche-streckmittel/

Synthetische Cannabinoide docken an die gleichen Rezeptoren an, wie das natürlich vorkommende THC und andere Cannabinoide auch. Das Problem ist nur, dass die Potenz dieser synthetischen Stoffe teilweise 600-fach höher ist. Die Konsumenten werden von einer extrem starken Wirkung überrascht. Die Belastung für das Herz-Kreislaufsystem kann dann so stark sein, dass die Konsumenten bewusstlos werden und im schlimmsten Fall sogar sterben könnten. Berichte darüber aus verschiedenen Ländern der Welt gibt es bereits mehrere.

61 Todesfälle in vier Jahren. Synthetische Cannabinoide sind nicht nur illegal, sondern auch gefährlich. Sie wirken bereits in geringer Dosis giftig. Herzrasen oder Atemnot gehören noch zu den milderen Nebenwirkungen. In schlimmen Fällen erlitten Konsumentinnen Krampfanfälle, psychotische Episoden oder Herzinfarkte.

Quelle: https://www.sucht-praevention.ch/cm_data/China-Gras_illegal_und_gefaehrlich_Tages-Anzeiger_online_200805.pdf

Was dadurch mal wieder mehr als deutlich wird: EINE CANNABIS-LEGALISERUNG IST DRINGEND NÖTIG, FRAU LUDWIG! DIE PROHIBITION SCHADET MENSCHEN!

Ich weiß nicht, wie viele Argumente für eine Legalisierung noch genannt werden müssen, um diesen stumpfsinnigen, tugendhaften Konservatismus unserer Drogenbeauftragten endlich zu durchbrechen. Die unfassbare Inkompetenz und Ignoranz von Frau Ludwig, beschrieb ich bereits in einem meiner Artikel.

Unsere Drogenbeauftragte befeuert mit ihrer Einstellung einen kapitalistischen, unmenschlichen Drogen-Schwarzmarkt, der kranken und gesunden Menschen Gift verkauft, um Profit zu generieren. Außerdem verfolgt und kriminalisiert sie kranke, süchtige, aber auch gesunde Menschen, und zerstört durch empfindliche Strafen deren Grundlage zum Leben. Es werden hohe Geldstrafen angesetzt, Gefängnis verhängt, Berufserlaubnisse und Führerscheine entzogen und all das nur, weil man ein bisschen Kiffen wollte und damit die deutschen Tugenden verletzt.

Wie unglaublich überfällig und dringend eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland wäre, wird gerade durch ein solches Problem wieder sehr deutlich. Für jeden Bürger unseres Landes, die Frau Ludwig ja eigentlich schützen sollte, der jetzt an diesen gefährlichen Streckstoffen schaden nimmt oder stirbt, trägt Frau Ludwig eine Mitverantwortung. Wir können die Gesellschaft am effektivsten durch Aufklärung und Substanzkontrolle schützen, denn konsumiert wird überall auf der Welt, egal ob etwas legal oder illegal ist. Selbst in Gefängnissen gibt es doch alle Drogen die man haben will. Es ist also einfach nur illusorisch zu glauben, dass diese „Verbote“ irgendwas bringen. Wenn Alkohol illegal wäre und Menschen sich verstecken müssten um ihn zu konsumieren, gäbe es auch dafür einen gefährlichen Schwarzmarkt, der unkontrollierten Alkohol unter die Leute bringen würde.

Fazit: Wie man es dreht und wendet – eine Drogen-Legalisierung ist dringend nötig, Frau Ludwig! Es wird immer und immer wieder öffentlich festgestellt, dass die Argumente gegen eine Cannabis- bzw. Drogen-Legalisierung einfach nur schwach und ideologisch geprägt sind. Die Ablehnung basiert in Wirklichkeit auf konservativer, ideologischer Verhärtung. Solange die ganzen alten, einflussreichen Fortschritts-Verhinderer der CDU/CSU in der Regierung sitzen, wird sich weiterhin ungeniert zu Tode gesoffen, während man jugendlichen Kiffern mit Strafen und Führerscheinentzug das ganze Leben zerstört und gleichzeitig zig Millionen Euro Steuergelder in polizeilichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen versenkt. Es ist ein einziger Zirkus, wirklich. Inkompetenz, Intoleranz und Ignoranz sind die Eigenschaften der deutschen Drogenpolitik und dessen Verantwortlichen. Es ist alles so absurd, dass man fast annehmen könnte, die Regierung hätte Spaß daran Drogenkonsumenten zu Diskriminieren.

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