Die geplante „Demonstration für Freiheit“ ist kruder Schwachsinn – Ein Kommentar

„Tausende Menschen sterben an den Folgen der Corona-Infektion. Weltweit kämpfen die Nationen mit Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie, um möglichst viele Menschenleben zu retten und hier in Deutschland gehen Menschen auf die Straße, weil sie denken sie leben in einer „Corona-Diktatur“, weil sie Masken tragen müssen zum Schutze ihrer Mitmenschen. Zusätzlich sind große Teile dieser Demonstranten rechtsradikale, antisemitische Verschwörungstheoretiker die auf dieser Demonstration ihre rechtsradikale Propaganda verbreiten wollen. Diese gesamte geplante Demonstration ist an Dummheit und Ignoranz nicht zu überbieten.“

Jeden Tag lese ich die Telegram Posts von Atilla Hildmann, Xavier Naidoo, QAnon, dem Volkslehrer und vieler, vieler anderer aus der rechtsradikalen Verschwörungstheoretiker Szene, damit es so wenig wie möglich andere Menschen tun müssen. Auf diesen ganzen Kanälen werden Rechtsradikale aus den verschiedensten Lagern deutschlandweit dazu aufgerufen am 29.08 in Berlin an der „Demonstration für Freiheit“ teilzunehmen. Abgesehen davon werden natürlich auch unzählige antisemitische und rassistische Verschwörungstheorien über diese Kanäle verbreitet, die mit jedem Tag verrückter werden. Was zur Zeit jedoch ganz stark auffällt ist die große Uneinigkeit die in diesen Kreisen herrscht. Jeder hält jeden für einen Verräter, Illuminaten, Satanisten oder heimlichen Juden. Jeder hält seine Verschwörungstheorie für wahrer als die der anderen und jeder baut sich seine eigene Agenda im Kopf zusammen. Das ist traurig und lustig zur gleichen Zeit. So glaubt Atilla Hildmann inzwischen, dass QAnon von der NWO installiert worden ist, um die Menschen auf der Demo in eine Falle zu locken, oder irgendwie so in der Art. Hier zwei Ausschnitte aus dem Telegram-Kanal von Hildmann:

Hildmann

Hildmann kritisiert den allmächtigen „Q“ und platziert dann seine Version:

HildmannAgenda

Jetzt mal ganz im Ernst: Mehr Freiheit als diese Gestalten auf diesen kruden Demos genießen, kann man gar nicht haben! Das absolute Gegenteil ist nämlich eigentlich der Fall: Die haben viel zu viele Freiheiten!

Die Gedenkveranstaltung zum Attentat in Hanau wurde nicht zugelassen, aber diese ganzen rechtsradikalen Spinner dürfen immer und immer wieder auflaufen, und dabei die gesamte Bevölkerung, im schlimmsten Fall bis zum Tode, gefährden, weil sie sich weigern Masken zu tragen. Das ist maximal asozial und ignorant. Die Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch gegen Atilla Hildmann, der in der Öffentlichkeit vor Polizisten Hitler als Segen für Deutschland bezeichnet hat. Das ist eine einzige Farcé die unsere Behörden da abziehen. In ganz Deutschland wachsen Rechtsradikale nach wie Unkraut und die Behörden und Politiker sind im Tiefschlaf oder glauben selbst an Atlantis. Wahrscheinlich ist die braune Suppe auch in den Behörden bis in die kleinsten Ritzen gesickert. Glücklicherweise wurde die geplante Demonstration in Berlin jetzt kurz vorher vom Berliner Senat verboten.

Die für das kommende Wochenende in Berlin geplante Demonstration gegen Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie darf nicht stattfinden. Der Senat befürchtet Verstöße gegen die geltenden Hygieneregeln. – Der Spiegel am

Es ist einfach nur zum Heulen. Die Erderwärmung im Zuge des Klimawandels wird uns in den nächsten 100 Jahren in riesige Katastrophen führen, wenn wir es nicht rechtzeitig schaffen in Einigkeit die nötigen Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Genau das gleiche Phänomen erleben wir im Kleinen gerade mit den ignoranten Corona-Leugnern in Deutschland, die jetzt wieder auf die Straße gehen wollen und damit das gesamte Land in Gefahr bringen. Die Corona-Leugner zerstören die nötige Einigkeit die man bräuchte, um diese Pandemie effektiv zu bekämpfen. Eigentlich sollte es Demonstrationen für einen radikalen sozioökonomischen Wandel geben, der uns vom asozialen Kapitalismus befreit und mit allen möglichen Mitteln das Klima schützt. Stattdessen fühlen sich diese Menschen anscheinend in ihrer „Freiheit“ beschränkt, weil sie zum Schutze anderer Menschen eine Maske tragen müssen. Genau den gleichen asozialen, ignoranten Schwachsinn erleben wir in der Debatte um ein Tempo 130 Limit auf Autobahnen. Es geht um die Zukunft unserer eigenen Kinder, aber wenn es ums Rasen geht, stellen sich alle hin wie Brüllaffen und fühlen sich in ihrer Freiheit beschränkt. Wie lächerlich und kurz gedacht ist das denn bitte? Beschränkt sind einzig und allein Menschen denen es wichtiger ist zu Rasen, anstatt das Klima zu schützen. Das ist eine Maßnahme, die nichts kostet und für die wir nichts tun müssen, wir müssen einfach nur etwas sein lassen.

Deshalb bin ich bin für radikale Verbote, Veränderungen und Gesetze zum Wohle des Gemeinwohls, der Zukunft und des Klimas. Ich denke, dass das Verständnis für große Veränderungen sehr wohl vorhanden ist, bei manchen mehr bei manchen weniger. An das Rauchverbot in Gaststätten haben sich die Menschen auch alle gewöhnt, nach dem zuerst kollektiv Aufgeschrien wurde. Wir müssen die Coronakrise nutzen um ein BGE einzuführen und den gesamten Bürokratie-Komplex einzustampfen und neu zu gestalten. Wir haben einfach keine Zeit mehr um auf die Individualbeschwerden alter, weißer, überprivilegierter Cowboys und konservativer, egoistischer Wannabe-Alpha-Menschen einzugehen die sich für wichtiger halten als ihre Mitmenschen. Wir haben keine Zeit mehr für Schwachsinn. Raus aus dem Zeitalter der Egoisten, rein in das Zeitalter der Gemeinwohlökonomie und Vernunft. Wir müssen handeln, strikt und schnell. Wenn wir so weiter machen wie bisher, fahren wir den gesamten Laden an die Wand, denn wenn die Kacke erstmal am dampfen ist und plötzlich alle damit einverstanden sind Opfer zu bringen, ist es schon längst zu spät. Das ist ein einfacher und logischer Zusammenhang, den offensichtlich nicht jeder ausgewachsene Mensch versteht.

Fazit: Diese geplante Demonstration zeigt, wie wenig diese Menschen ihre eigene Situation verstanden haben. Ein Konglomerat aus allem was es in der rechten Szene so gibt wird durch Berlin laufen, antisemitische Verschwörungstheorien verbreiten und für jede Menge Neuinfektionen sorgen. Auch wenn die Demonstration jetzt kurzfristig doch noch verboten worden ist, wird es jede Menge Proteste geben. Die Menschen die vor haben am Wochende in Berlin trotzdem Protestieren zu gehen, handeln in meinen Augen maximal ignorant und asozial, abgesehen von dem rechtsradikalen Schwachsinn, der noch zusätzlich zu verurteilen ist. Ich freue mich, dass die Behörden noch rechtzeitig ein Verbot für diese Demonstration ausgesprochen haben. Jetzt wird es ihre Aufgabe sein eventuelle Proteste auf denen Straftaten begangen werden (Volksverhetzung, Hygienemaßnahmen-Verstöße) rigoros zu unterbinden. Es geht dabei nicht nur um den Schutz der Bevölkerung, sondern auch um den Kampf gegen Rechts. Im Kampf gegen Rechts müssen die Behörden und die Politik endlich eine klare Grenze ziehen, die bisher leider noch nicht gezogen worden ist.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Die geplante „Demonstration für Freiheit“ ist kruder Schwachsinn – Ein Kommentar

Lisa Eckhart: Schlechtes, antisemitisches Kabarett – Ein Kommentar

„Frau Eckhart ist halt einfach eine schlechte Kabarettistin mit schlechter Selbstwahrnehmung, die es anscheinend nötig hat immer wieder aufs Neue plumpe, politisch inkorrekte Gags zu bringen, um ihr Publikum bei Laune zu halten.“

Das Harbourfront Literatur Festival in Hamburg hat die Kabarettistin Lisa Eckhart aus Sicherheitsgründen wieder ausgeladen. Nach Angaben der Veranstalter gab es zu viele Beschwerden und Drohungen aus der „autonomen Szene“. Die Sicherheit der Künstler könnte man so nicht mehr gewährleisten, denn Polizeischutz käme nicht in Frage.

Der “Nochtspeicher” hatte abgesagt, weil er die Sicherheit von Künstlerin und Publikum angesichts von Drohungen aus der autonomen Szene nicht gewährleisten könne. “Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind”, zitierte der “Spiegel” aus einer Mail des “Nochtspeichers”. Im “bekanntlich höchst linken Viertel” werde eine solche Veranstaltung nicht geduldet, auch an Polizeischutz sei nicht zu denken, weil “die Situation dann sogar noch eskalieren und gar zu Straßenscharmützeln führen” könne. – rnd.de

Lisa Eckhart ist eine österreichische Kabarettistin, die immer wieder durch rassistische, antisemitische, homophobe und sexistische Aussagen negativ auffällt. Sie fällt selbstverständlich nicht bei jedem negativ auf. Es gibt Leute, wie zum Beispiel Dieter Nuhr, oder Gerhard Haase-Hindenberg von der jüdischen Allgemeinen, die Lisa Eckhart verteidigen und nicht verstehen können, dass es so viel negative Kritik gibt. Ich mochte Dieter Nuhr noch nie, und mag ihn jetzt noch weniger. Der liebe Gerhard Haase-Hindenberg von der jüdischen Allgemeinen betrachtet die Kunst von Lisa Eckhart meiner Ansicht nach auf eine ziemlich eindimensionale Art und Weise.

Seit einiger Zeit flattert nun eine extrovertierte Österreicherin, mal im körperbetonten Luxusoutfit, mal halbnackt über Bühnen und Bildschirme, gestikuliert mit dünnen Händen, auf denen bunte Fingernägel kleben, die wie die Krallen eines Raubtieres wirken, und spricht dabei höchst artifiziell solch verschachtelte Sätze wie diesen hier. Political correctness scheint ihr bestenfalls als Begriff bekannt zu sein, und ein definiertes Zielpublikum scheint für sie nicht zu existierten. Das allein ruft schon Gegner auf den Plan. Eine Facebook-Userin findet Lisa Eckhart – so heißt die so umstrittene wie streitbare Kabarettistin – »widerlich und unerträglich blasiert«. Eine andere vermag in ihr einfach nur eine »dämliche Ziege« zu sehen.

Solch subjektive Empfindungen zu artikulieren, ist deren gutes Recht. Lisa Eckharts Zuschauer in den ausverkauften Sälen, in denen sie bis zum Ausbruch der Corona-Krise auftrat, sahen und sehen das naturgemäß anders, und ich gestehe, einer von denen zu sein. Am 24. Januar habe ich im »Tipi am Kanzleramt« eine Künstlerin erlebt, die im bewundernswerten Rollenspiel als Femme fatale ein Feuerwerk an blitzgescheiten Assoziationen über die Rampe schickte, gesellschaftliche Vorurteile allein dadurch entlarvte, dass sie sie überspitzte. – Jüdische Allgemeine, Gerhard Haase-Hindenberg

Erst einmal muss ich gestehen, dass auch ich in Lisa Eckhart keine talentierte Schauspielerin sehe. Bei allem was sie auf der Bühne macht wirkt sie zu bemüht. Sie will eine Kunstfigur sein, die sie nicht sein kann. Ihre extreme Affektiertheit mündet in äußerst übertriebener Gestik die sie mit seltsam tiefer, androgyner Stimme, in seltsamer Intonation, untermalt. Ich würde nicht so weit gehen und sie „widerlich und unerträglich blasiert“ nennen, aber ich finde es wirklich unangenehm ihr beim Spielen zu zusehen. Unabhängig von ihrem Auftreten finde ich sie auch inhaltlich, an meinem kabarettistischen Maßstab gemessen, nicht gut. Frau Eckhart bedient immer wieder stark antisemitische, rassistische, homophobe und sexistische Klischees um zu polarisieren. Abgesehen von diesen unnötigen, politisch inkorrekten Spitzen gegen Juden, Schwarze oder Frauen, passiert meist nicht viel. Ich kann das Harbour Literatur Festival sowieso nicht verstehen. Es gäbe so viele gute Alternativen in Deutschland die man hätte einladen können. Die wären erstmal spielerisch und inhaltlich besser und dazu auch noch frei von Antisemitismus.

Frau Eckhart ist halt einfach eine schlechte Kabarettistin mit schlechter Selbstwahrnehmung, die es anscheinend nötig hat immer wieder aufs Neue plumpe, politisch inkorrekte Gags zu bringen, um ihr Publikum bei Laune zu halten. Ihre Auftritte sind wohl gut besucht. Das Publikum lacht laut und klatscht laut und das bei jeder „Pointe“, egal wie diese zustande gekommen ist. Es wäre gewagt zu behaupten, dass Frau Eckhart vielleicht bewusst im rechten Lager fischt, ähnlich wie der total empörte Dieter Nuhr.

Die Gags die sie erzählt wurden schon tausend mal besser erzählt, von Menschen, die sie auch wirklich erzählen können. Ich denke da an Woody Allen, Shahak Shapira oder Serdar Somuncu, die in ihrem Leben alle antisemitische bzw. rassistische Diskriminierung erleben mussten. Diese Menschen haben das, worüber sie Witze machen, am eigenen Leibe erfahren. Humor ist ihre Strategie mit diesem persönlichen Thema umzugehen. Dadurch ist die moralische Bewertung der politisch inkorrekten Grenzüberschreitung eine völlig andere. Einem Künstler der unter etwas leidet, was eigentlich nicht tolerierbar ist, sei verziehen, wenn er durch etwas nicht tolerierbares darauf aufmerksam macht. Abgesehen davon, hat Lisa Eckhart in ihrer Karriere wahrscheinlich mehr antisemitische Witze erzählt, als Shahak Shapira und Serdar Somuncu zusammen. Und eben da liegt der Hase im Pfeffer.

Hierzu fällt mir ein Zitat von Dr. Gregory House ein: „Maßhalten ist der Schlüssel, außer es schmerzt.“ Damit will ich sagen, dass selbst jüdische Künstler antisemitische Einflüsse sehr bedacht und vor allem an der richtigen Stelle einsetzen. Lisa Eckhart nennt zum Beispiel Schwarze einen ganzen Auftritt lang „Neger“. Das ist wohl ihre Vorstellung von guter, kritischer Satire. Bei Bild-Lesern funktioniert das vielleicht. Stumpfe dauerhafte Geschmacklosigkeiten reichen eben wirklich für manche Leute. Mario Barth hat’s bewiesen. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Lisa Eckhart ist der Mario Barth des Kabaretts.

Außerdem sind Dinge die man sagt und tut schöpferisch, weshalb ich Satire, Kabarett und Kunst generell schlecht finde, die inhumane Inhalte zum falschen Zweck missbraucht. Dieser ganze antisemitische, rassistische und sexistische Mist füttert leider auch immer die falschen Mäuler mit. Allein deshalb ist es immer wichtig, wer die Botschaften sendet und wer sie empfängt. Es gibt eine Menge Leute die sich in ihrer antisemitischen Haltung bestärkt fühlen, wenn sie in einer Show von Lisa Eckhart waren. Mögliche Gedanken nach einer Vorstellung:

„War ja klar, alles Juden die Kinderschänder in Hollywood. Echt heftig, da hat Sie recht, sollte man mal drüber nachdenken. Und sowieso werden immer die Juden so in Schutz genommen. Sie hat so recht.“

Genau solche Dinge passieren eben und das sollte auch Frau Eckhart wissen. Gerade in Zeiten, in denen Menschen zusammen auf die Straße gehen und gegen eine „Zionistisch-Kommunistische-Corona-Diktatur“ demonstrieren. Antisemitische Verschwörungstheorien gedeihen zur Zeit wie Unkraut an jeder Ecke. Auch aus diesem Grund, weil Lisa Eckhart Antisemitismus mit solchen Auftritten fördert, lehne ich ihre Kunst ab und finde es richtig, das der WDR gehandelt hat und ich finde es auch richtig, dass es so viele Beschwerden gab gegen ihren Auftritt in Hamburg. Wirklich bedauerlich ist, dass die Veranstalter Frau Eckhart generell sogar unterstützt hätten und sie jetzt nur ausladen, weil sie ihre Sicherheit nicht gewährleisten könnten. Vielleicht sollten die mal darüber nachdenken, wieso so viele Menschen ein Problem damit haben dass diese Dame da auftritt.

Ich möchte aber betonen, dass ich nicht sage, dass Frau Eckhart eine Antisemitin ist, denn das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist sie einfach nur auf Aufmerksamkeit aus. Ich kann nur beurteilen, dass ihre Kunst meiner Ansicht nach nicht gut ist und zusätzlich leider böse Geister weckt und füttert. Nochmal betonen will ich auch, dass mir die Kunstfreiheit sehr am Herzen liegt. Deshalb haben wir alle zum Glück auch die Freiheit einfach andere Kunst zu genießen und zu fördern. Zum Abschluss möchte ich euch den besten Kabarettisten Deutschlands ans Herz legen. Volker Pispers ist die absolute Oberklasse was Kabarett angeht. Ladet doch lieber ihn ein, statt Frau Eckhart. Volker Pispers hat einen super scharfen, ausgewogenen Blick auf die Welt und zieht seine Zuschauer mit wunderschönen Gegenüberstellungen und Gedankenexperimenten in seinen Bann. Er ist ein Menschenfänger mit einer wunderbaren, eloquenten Sprache. Falls ihr wollte, könnt ihr hier direkt einen Auftritt von ihm genießen.

Am Ende kann ich nur hoffen, dass sich Frau Eckhart inhaltlich um 180° dreht, dann kann ich mir vielleicht nochmal vorstellen meine Meinung über sie zu überdenken. Wenngleich ich nicht glaube, dass ich ihre affektierte Art zu spielen jemals mögen werde.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Lisa Eckhart: Schlechtes, antisemitisches Kabarett – Ein Kommentar

USA: Polizeigewalt, Rassismus und Chaos – Ein Kommentar

„Wie es scheint, ist selbst manchen Konservativen langsam klar geworden, dass Trump ein Kind im Körper eines Opa’s ist.“

In den USA herrscht absoluter Ausnahmezustand. Die Menschen sind schockiert über den offensichtlichen Mord der Polizei an George Floyd. Das Verhalten der Justiz direkt nach dem Geschehen war entsetzlich inhuman und rassistisch. Ein Gutachter hätte „festgestellt“, dass Floyd ein schon vorher beeinträchtigtes Herz hatte, welches wohl genau in der Situation den Tod bedingte. Weiterhin stand in dem Gutachten, dass Floyd höchstwahrscheinlich Drogen im Blut hatte die den Tod auch beeinflussen könnten. Die Familie Floyds beauftragte darauf hin selbst einen Gutachter, der zu dem Ergebnis kam, dass Floyd durch heftige Gewalteinwirkung über längere Zeit im Hals- und Nackenbereich gestorben ist. Wenn man sich dieses Video anschaut, erkennt man sofort, dass auch ein Laie zu dieser Diagnose kommen kann. Diese Polizisten sitzen mit den Knien zu viert und zu dritt auf einem regungslosen Mann der auf der Straße liegt. Minuten lang drücken Sie ihm mit dem Knie am Hals die Atmenwege zu, bis er erstickt. Wahrscheinlich war George Floyd schon sehr schnell ohnmächtig, weil der Hals eine sehr empfindliche Stelle des Körpers ist. Dieses Video dokumentiert also einen klaren Mord der Polizei an einem Bürger. So mündet die Polizeigewalt durch Rassismus in Mord.

Hier ein Auszug aus einem Artikel von Merkur.de:

Nach dem Tod von George Floyd gab es eine Autopsie. Die Untersuchung der Gerichtsmedizin fand damals keine Beweise dafür, dass er erstickt oder erwürgt wurde – was der Blick in das von der Tat veröffentlichte Video aber nahelegen würde. Die Gerichtsmedizin – und damit die offizielle Autopsie und Grundlage der Anklage – sah es als erwiesen an, dass Floyd gesundheitliche Probleme – eine Erkrankung der Herzkranzgefäße und Bluthochdruck – hatte, sowie unter Rauschmitteln gestanden sei. In Verbindung mit dem Festhalten bei der Festnahme sei es zum Tod gekommen.

Floyds Familie wies die Ergebnisse dieser Autopsie zurück – unter anderem mit Verweis darauf, dass Floyd nicht an Erkrankungen gelitten habe. Sie beauftragten einen anderen Gerichtsmediziner mit einerneuen Autopsie.

Und diese brachte tatsächlich ein völlig anderes Ergebnis: Laut Anwalt Ben Crump sei „Erstickung durch anhaltenden Druck“ als Todesursache festgestellt worden. Die Obduktion der unabhängigen Gerichtsmediziner habe ergeben, dass Druck auf Floyds Nacken die „Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen“ habe, während gleichzeitig der Druck auf Floyds Rücken eine „Ausweitung der Lunge verhindert“ habe.

Für die Anklage hätte das weitreichende Folgen – der Vorwurf des Totschlags dürfte dann wohl nicht mehr zu halten sein, die Anklage müsste eher auf Mord lauten. Und auch die drei anderen an der Tat beteiligten Polizisten, die sich teilweise auf den Rücken gekniet hatten, dürften dann mit anderen Konsequenzen zu rechnen haben.

Es ist absolut erbärmlich und unmenschlich, wie Trump versucht seine faschistischen Verbrecher-Polizisten zu schützen. Erst jetzt, viele Tage nach dem Mord, wird dem verantwortlichen Polizisten Mord 2. Grades vorgeworfen. Auch das ist natürlich völliger Unsinn, denn dieser Polizist saß ja bewusst Minuten lang auf dem Hals von George Floyd. Ein schwarzer Polizist würde für die gleiche Tat höchstwahrscheinlich direkt Lebenslänglich bekommen.

Die USA sind völlig gespalten. Die einen lieben Trump und warten darauf ihrem Führer durch Waffengewalt und Revolution endlich zur Macht zu verhelfen, um dann eine Turbokapitalistische-Asoziale-Redneck-Konsum-Diktatur einzuführen. Und die anderen sind eben ganz normale Menschen wie du und ich, die sich einfach nur den gesunden Menschenverstand vermissen. Zivilcourage, Nächstenliebe, Gemeinwohl und Toleranz sind humanistische Grundprinzipien, die man man heute nicht erfährt. All diese Prinzipien sind leider sowieso nicht kompatibel mit einer Kapital orientierten, neoliberalen Wachstums-Ökonomie, die in den USA schon immer in perverser Perfektion angewendet worden ist.

Trump hat also unendlich viele Feinde und unendlich viele wahnsinnige Freunde mit Waffen. Noch dazu hat er sich in der Öffentlichkeit eindeutig radikalisiert. Trump hat damit gedroht das er auch das Militär gegen Demonstranten in Washington anwenden würde, falls die Ausschreitungen zu groß werden. Wenn ein Präsident dazu bereit ist das Militär gegen sein eigenes Volk einzusetzen, kann man sehr wohl davon ausgehen, dass der Präsident ein Extremist ist.

Auszug aus einem Artikel der faz.de:

Trump hatte am Montag angekündigt, „abertausende“ Soldaten des Militärs einzusetzen, um Ausschreitungen am Rande der friedlichen Proteste zu beenden.

Die Situation in den USA ist also extrem explosiv. Es gibt jetzt zwei Seiten. Die Einen sind auf der Seite von Trump und die Anderen eben nicht. Das Explosive dabei ist, dass sich  inzwischen mehrere mächtige Republikaner in verschiedenen Ämtern gegen Trump’s Aussagen und Aktionen ausgesprochen haben. Wie es scheint, ist selbst manchen Konservativen langsam klar geworden, dass Trump ein Kind im Körper eines Opa’s ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es inzwischen eine Mehrheit in den USA gegen Trump geben könnte, wenn sich jetzt im Verlauf noch mehr Prominente Stimmen gegen Trump wenden. Die Stimmung gegen Trump könnte noch größer werden, was den Demokraten politisch natürlich extrem hilft, gerade in Bezug auf die nächsten Wahlen. Wenn Trump merkt, dass es ihm langsam an den Kragen geht und die Stimmung kippt, wird er noch mehr provozieren als er es sowieso schon tut. Und da ist der K(n)ackpunkt.

Wenn sich die Stimmung gegen Trump in naher Zukunft noch größer werden sollte, wäre ja abzusehen, dass Trump die nächste Wahl wohl eher nicht gewinnen dürfte. Was würde dann passieren? Wenn Trump die nächste Wahl nicht gewinnt, wäre das ein harter Schlag gegen den Konservatismus und den Kapitalismus in den USA und es wäre gleichzeitig ein riesiger humanistischer Fortschritt in einem Land ohne Grundsicherung und gesetzlicher Krankenversicherung. 

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Spannungen in den USA nicht zwangsläufig zu einem Bürgerkrieg führen. Es herrscht ja völliges Durcheinander, besonders in den Entscheidungsebenen. Viele Generäle, Gouverneure, Minister und Polizeichefs sind Trump gegenüber inzwischen sehr kritisch. Besonders die demokratisch regierten Staaten in den USA sind völlig perplex und erschrocken über den gefährlichen Schwachsinn, den der Präsident fast täglich von sich gibt. Selbst alte, konservative Republikaner haben sich inzwischen gegen Trump ausgesprochen.

Kritik von prominenten Republikanern – Trumps Schutzmauer bekommt gefährliche Risse. Bislang hielt der Wall, den Trump um sich und die Republikaner im Kongress errichtet hat. Doch die Kritik am Präsidenten wird lauter und heftiger. Eine Analyse von Malte Lehming.“ – Ein guter Artikel von Tagesspiegel.de

Hier ein Auszug daraus:

Einen Tag später gingen gleich zwei Verteidigungsminister – ein ehemaliger, James Mattis, und der amtierende, Mark Esper – auf Abstand zu Trump. Mattis, der Trump zwei Jahre lang treu gedient hatte, äußerte sich scharf und pointiert über „drei Jahre ohne reife Führung“, der Auftritt des Präsidenten vor der Kirche sei ein „Missbrauch der Regierungsmacht“.

Esper war im Ton zwar konzilianter, in der Sache aber glasklar: Die Streitkräfte des Landes im Zuge der Proteste wegen des Todes von George Floyd einzusetzen, sei derzeit durch nichts zu rechtfertigen. Unterstützt wurde Esper von einer Gruppe ehemaliger hochrangiger Veteranen und Sicherheitsexperten. Außerdem meldeten sich alle noch lebenden Ex-US-Präsidenten zu Wort.

Ein Appell an alle Polizisten in den USA die noch Anstand und Empathie besitzen: Legt eure Waffen nieder und nehmt die Demonstranten an die Hand. Alle Menschen gehen dann Hand in Hand und lassen sich nicht von irgendwelchen Spinnern die Nächstenliebe und den Anstand rauben.

Wie wird es weiter gehen? Was wird Trump jetzt machen, und kann sich das Blatt auch gegen ihn wenden?

Schalom,
Schlomo Goldbaum

USA: Polizeigewalt, Rassismus und Chaos – Ein Kommentar

Corona-Krise und Verschwörungstheorien international: Hetze und Antisemitismus nehmen zu – Ein Kommentar

„Am Ende bleibt leider nur das pure Entsetzten darüber, wie leichtgläubig und ungebildet viele Menschen im Internet sind. Es ist erschreckend wie viele ihren gesunden Menschenverstand verloren haben und diesen antisemitischen Schwachsinn glauben und verbreiten.“

Während der Corona-Virus auf der ganzen Welt für Chaos sorgt und den normalen Alltag aus dem Gleichgewicht bringt, überlegen sich Faschisten, wie sie diese Krise für sich nutzen könnten. Was in den letzten Wochen von Rechtsextremisten und antisemitischen Verschwörungstheoretikern weltweit verbreitet wurde, stieß im Internet auf entsetzlich große Resonanz. Wir wollen hier heute einige dieser unmenschlichen Beiträge aus dem Internet zusammenfassen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir gerade in diesen Zeiten in jede Richtung aufklären müssen. Die Corona-Pandemie wird bewusst gegen das jüdische Volk instrumentalisiert, in dem völlig seltsame Verschwörungen um das Virus und die Juden gesponnen werden. Im Internet finden solche Verschwörungen immer ihre Befürworter, denn die Reichweite des Internets schließt jeden Menschen mit ein, unabhängig von Alter, Bildungsgrad oder soziokulturellem Umfeld. So wird der Antisemitismus zur Zeit um ein vielfaches verstärkt. Irgendwo trifft Hetze immer auf fruchtbaren Boden. Das Internet dient heutzutage als universeller Multiplikator.

Hitler Fotos und Pornos während einer online Holocaust-Gedenkenveranstaltung

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags ist eine von der israelischen Botschaft in Berlin organisierte Video-Diskussion mit einem Überlebenden gestört worden. Botschafter Jeremy Issacharoff schrieb auf Twitter, „anti-israelische Aktivisten“ hätten sich am Montag in die Videokonferenz eingeschaltet, Bilder von Adolf Hitler gezeigt und antisemitische Slogans gerufen. „Die Veranstaltung musste unterbrochen werden.“ Nach einer kurzen Pause habe man sie aber ohne die Störer fortsetzen können, schrieb Issacharoff. „Das Gedenken an den Holocaust und die Würde des Überlebenden zu missachten ist mehr als beschämend und schändlich und zeigt die eklatante antisemitische Einstellung der Aktivisten.“ – Auszug aus einem Artikel von www.dw.com

Zu der Veranstaltung war aus Israel der 77 Jahre alte Holocaust-Überlebende Zvi Herschel zugeschaltet. Dieser selbst teilte mit, neben Hitler- und Hakenkreuz-Bildern seien auch Pornos zu sehen gewesen, zudem seien „Palästina, Palästina“-Rufe ertönt. Trotz allem sei er „sehr ruhig“ geblieben. „Auf eine Art ist das ein Beispiel, das ich benutzen kann“, betonte Herschel, der weltweit vor jungen Menschen Vorträge über den Holocaust hält. Es zeige, wie feige diese Leute seien. „Aber es ist bloßer Antisemitismus, und der heutige Antisemitismus ist sehr, sehr stark.“

Herschel wurde im Dezember 1942 in den von Nazi-Deutschland besetzten Niederlanden geboren. Während seine Eltern im Sommer 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet wurden, überlebte Herschel bei einer protestantischen Familie. 1986 wanderte er nach Israel aus.

Antisemitische Hetze auf Flugblättern in Augsburg

Augsburg – 8. April 2020

Am 8. April 2020 sind in der Augsburger Innenstadt Flugblätter aufgetaucht, die die Coronakrise nutzen, um antisemitische und rassistische Verschwörungserzählungen zu verbreiten. Die Flugblätter wurden in Briefkästen gesteckt und auf Straßenlaternen geklebt.

In dem Text wird zunächst die Gefährlichkeit der durch das Corona-SARS-2-Virus verursachten Krankheit Covid-19 bestritten und behauptet, es gäbe keine oder kaum daran Erkrankte oder Verstorbene. Vielmehr sei dies eine reine Lüge der Regierungen und Medien und stünde im größeren Kontext eines Plans zur Zerstörung des Westens und der „weißen Rasse“.

Seit fünf Jahren gingen „sämtliche Handlungen der Regierungen im Westen, gegen die eigenen Bürger“, insbesondere durch eine „Invasion“ von „sogenannten Flüchtlingen“. Durch Suggestivfragen wie „Glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass der gesamte Westen zur gleichen Zeit mit Migranten geflutet wird? Wo haben die Leute das Reisegeld her, wenn sie weniger als 2 Euro am Tag verdienen? Glauben Sie wirklich, dass man mit einem Schlauchboot sicher über die Weltmeere schippern kann?“ legt der Verfasser nahe, dass die Migration nach Europa von einer „Gruppe von Menschen, die zwar Weiß ausschaut, aber von sich behauptet, dass sie nicht weiß ist“ gesteuert würde. Ziel dieses Plans sei es, dass „sich die Rassen mischen, bis sie in nur wenigen Generationen alle vollständig zu einer Hybridrasse verschmolzen sind, deren jeweilige besonderen Fähigkeiten mit jeder Generation absolut verkümmern“.

Bei der Beschreibung, wer diese überaus mächtige Gruppe sei, wird der Antisemitismus des Verfassers offensichtlich:

„Es ist auch die gleiche Gruppe, die 85 % aller Medien auf der Welt besitzt. Die gleiche Gruppe, die Hunderte von Nicht Regierungs Organisationen auf der Welt verteilt hat, um für ihre speziellen Interessen zu streiten. Die gleiche Gruppe, die 98 % aller sogenannten Nationalbanken besitzt und seit Dekaden die Nationen ins Unermessliche verschuldet. Die Gruppe die damit Geld aus dem Nichts schafft. Die gleiche Gruppe, die überall im Westen für offene Grenzen ist, aber in ihrer „Heimat“ auf einen reinen Staat bestehen.“ „Heimat“ meint Israel, das durch die Anführungszeichen als illegitimer Staat gebrandmarkt wird, der angeblich auf eine „reine“ Bevölkerung bestehe. Der Rassismus des Verfassers wird so auf den jüdischen Staat projiziert.

Auch der Mythos, dass Juden angeblich Nationalbanken besäßen (insbesondere das US-amerikanische Federal Reserve System ist Gegenstand solcher Verschwörungsideologien), damit „die Nationen“ verschuldeten und für sich selbst „Geld aus dem Nichts“ schafften sind klassisch antisemitische Topoi. Mit einem Henry Kissinger in den Mund gelegten Zitat lässt das Flugblatt zudem einen Mann als Kronzeugen für die behauptete Realität dieses Plans gegen die „weiße Rasse“ auftreten, der in antisemitischer Ideologie als Inbegriff des ‚mächtigen Juden‘ gelten kann. Kissinger habe angeblich gesagt: „Wir beseitigen die weiße Rasse mitsamt ihrer zu hohen und damit für uns gefährlichen Intelligenz durch multikulturelle Gesellschaften!“ Der Verschwörungsmythos ist komplett, Rassismus und Antisemitismus greifen ineinander.

Als weiterer angeblicher ‚Beweis‘ für dieses geschlossene, verschwörungsideologische und wahnhaft antisemitische Weltbild wird angeführt, dass Angela Merkel 2010 den Kalergi-Preis für ihre Verdienste um Europa bekommen hat. Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi war ein Vordenker des europäischen Gedankens. In verschwörungsideologischen Kreisen wird ihm ein angeblicher „Kalergi-Plan“ zugeschrieben. Dieser umfasse die Vernichtung der „weißen Rasse“ durch „Vermischung“, wodurch eine ‚identitätslose‘ Bevölkerung geschaffen werden solle, die von einer ‚jüdischen Elite‘ regiert und unterdrückt würde.

„Zu viele Menschen wissen von diesen Dingen.“, behauptet das Flugblatt gegen Ende. „Deshalb erleben wir jetzt die sogenannte ‚CORONA KRISE‘. Mit welcher jetzt die totale Kontrolle und auch Bestrafung für jegliche Gegenwehr gerechtfertigt wird.“ Diese „künstliche Krise“ würde „solange ausweitet, bis der gesamte Westen rein wirtschaftlich gesehen am Boden ist.“ Es würden dann „zunehmend kommunistische Verhältnisse einkehren“. Der Verantwortliche wird gleich genannt: „Recherchieren Sie einmal die Ursprünge des Kommunismus. Sie sind nicht russisch. Und auch nicht asiatisch. Es ist die gleiche Gruppe wie zuvor beschrieben.“ Auch diese doppelte Schuldzuweisung ist ein typisch antisemitisches Bild: ‚Der Jude‘ stünde als Strippenzieher sowohl hinter dem Kapitalismus wie dem Kommunismus.

„Keine Partei, keine Regierung wird uns retten. Diese sind das Problem. Nur die Völker selbst können sich befreien. Und dazu sind wir alle gefragt.“, endet das Flugblatt mit einem Aufruf zum völkischen ‚Widerstand‘. Hier ist die Vernichtung der Juden angelegt, denn der im Antisemitismus imaginierten Verschwörung sei nur durch eine ‚Endlösung‘ beizukommen.

Das Flugblatt zeigt, wie Antisemitismus als Opferideologie fungiert: Das gewalttätige Losschlagen gegen die ‚jüdische Weltverschwörung‘ wird immer als unschuldige Selbstverteidigung verklärt. – Ein Auszug aus einem Post von der RIAS Bayern (Recherche- und Informationszentrum für Antisemitismus Bayern)


Die Plage Antisemitismus – Hetze in den USA, Israel und Europa

Das Kantor Center an der Tel Aviv University veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht, der antisemitische Vorfälle weltweit dokumentiert. Bei der diesjährigen Präsentation Anfang dieser Woche wurde einerseits eine Zunahme des weltweiten Antisemitismus im Jahr 2019 um 18 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr beklagt. Die Historikerin Dina Porat hält in dem Bericht allerdings auch fest: „Obwohl sich dieser Bericht mit Antisemitismus im Jahr 2019 befasst, können wir nicht die Auswirkungen der Coronakrise außer Acht lassen. Diese hat antisemitische Ansagen hervorgerufen, die wir aufzeigen müssen.“

Israel:

Ähnliches prangerte diesen April auch das Simon Wiesenthal Center an. „Juden als Jesus-Mörder, Juden als Kredithaie, Juden als Krankheitsüberträger. Diese Jahrhunderte alten antisemitischen Stereotype kommen wieder an die Oberfläche“, so das Center in einem Statement. „Die Coronavirus Pandemie mag neu sein, aber dass Juden beschuldigt werden, tödliche Viren zu verbreiten, hat eine lange und tragische Geschichte.“ – Wiener Zeitung

USA:

Da hielten Demonstranten in Ohio ein Schild hoch, das eine Ratte mit Kippa und Davidstern zeigte, versehen mit dem Schriftzug „Die wirkliche Plage“. Andere wiederum attackierten Online-Gottesdienste von Synagogen durch „zoombombing“. Das passierte etwa auch 150 Jeschiwe-Studenten der New York City Yeshiva University, die einander zu Pessach virtuell trafen. Während der Zoom-Konferenz loggte sich rund ein Dutzend weiterer Personen ein und postete antisemitische Slogans und Memes, inklusive „Heil Hitler“ und Holocaust-Leugnung. – Wiener Zeitung

Deutschland:

In Deutschland entdeckte eine Passantin in Bamberg ein handgeschriebenes Pappschild bei einem Brunnen. Darauf vermerkt: „Coronavirus heißt Judenkapitalismus“. Doch dieser Corona-bezogene Antisemitismus sei auch im Netz zu finden, heißt es seitens der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“ in Bayern. Im Netz sei etwa eine Karikatur eines Juden in einem trojanischen Pferd aufgetaucht, der so das Virus in die Stadt einschleust. – Wiener Zeitung

Frankreich:

In Frankreich machte indessen ein anderes Meme die Runde: es zeigte eine Zeichnung der früheren jüdischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn, die Gift in einen Brunnen schüttet. Die Karikatur wurde zehntausende Male geteilt. Ein weiteres Sujet zeigt laut Jewish Telegraph Agency Buzyns Kopf auf den „glücklichen Kaufmann“ montiert, also einen grinsenden Mann, der seine Handflächen aneinander reibt.

Alain Soral, ein mehrfach wegen Aufstachelung zum Judenhass verurteilter Holocaust-Leugner, sagte in einem Video auf Youtube, dass das Virus von „der berühmten Gemeinschaft, deren Namen wir nicht nennen dürfen“ benutzt werde, „die auf dem Rücken der Franzosen Kasse machen möchte, indem sie das französische Volk durch die Last der Todesopfer schwächt“. Es stieg rasch zu einem der beliebtesten Clips Sorals auf und wurde mehrere hunderttausend Mal aufgerufen. Ähnliches verbreitet der ebenfalls bereits als antisemitisch bekannte französische Komiker Dieudonne M’bala M’bala auf seinem Youtube-Kanal. – Wiener Zeitung

Alle Auszüge aus einem Artikel der Wiener Zeitung von der Kollegin Alexia Weiss

Fazit: Antisemitismus ist ein Herzensthema meines Blogs, weshalb es mir wichtig war hier noch einmal alle antisemitischen Vorfälle der letzten Wochen aus verschiedenen Medien zusammen zu tragen, um deutlich zu machen, wie aktiv Rechtsextremisten auf der ganzen Welt gerade versuchen die Corona-Pandemie gezielt für antisemitische Hetze zu instrumentalisieren und zu missbrauchen. Noch dazu kommt, dass diese Nazis mit extrem gefährlichen Lügen akut die Gesundheit von Menschen gefährden. Man muss davon ausgehen, dass es viele Menschen gibt, die diese antisemitischen Verschwörungstheorien glauben und den Virus infolgedessen dann nicht mehr ernst nehmen. Viele Nazis behaupten der Virus wäre nicht echt und gar nicht gefährlich. Das ist aber nur eine von vielen extrem gefährlichen, schwachsinnigen Aussagen. Am Ende bleibt leider nur das Entsetzten darüber, wie leichtgläubig und ungebildet doch so viele Menschen im Internet sind. Es ist erschreckend wie viele Menschen ihren gesunden Menschenverstand verloren haben und diesen antisemitischen Schwachsinn glauben und auch noch verbreiten.

Unser Aufruf an euch alle: Seid wachsam! Wehrt den Anfängen! Wir sind mehr!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Corona-Krise und Verschwörungstheorien international: Hetze und Antisemitismus nehmen zu – Ein Kommentar

Sind Nazis Monster? – Ein Kommentar

Jeder, der sich mit dem Nationalsozialismus befasst hat, mit den Gräueltaten innerhalb der KZ‘s, Ghettos, Haftanstalten etc., fragt sich irgendwann unweigerlich: „Was waren das für Menschen, die zu so etwas fähig waren?“ Darf man die noch Menschen nennen? Oder sind das nicht doch Monster? Das wäre eine einfache, aber auch falsche Schlussfolgerung, denn Monster waren sie nicht. Ihre Taten aber waren genauso monströs wie das System, in dem sie lebten. Das waren ganz „normale“ Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Sie als Monster zu betrachten ist ebenso kurz gegriffen wie gefährlich. Warum ist das gefährlich und zu kurz gegriffen?

Zuerst muss man sich den historischen Kontext mal ansehen. Wie waren die Menschen zu dieser Zeit. Die Kaiserzeit war noch nicht allzu lange Geschichte und die Bürger wurden damals noch im Sinne des militaristischen Kaiserreiches erzogen – Zucht – Ordnung – Pflicht – Gehorsam – vereinfacht ausgedrückt. Viele der späteren Verbrecher waren ehemalige Soldaten, auf Gehorsam und Pflichterfüllung gedrillt. Die Menschen damals wurden dazu erzogen, gehorsam ihre Pflicht zu erfüllen. Einen Befehl zu kritisieren wäre für viele überhaupt nicht in Frage gekommen, geschweige denn, ihn zu verweigern. Das NS-Regime machte sich diesen Gehorsam zu Nutze und baute so ein Netz aus fleißigen Befehlsempfängern auf, in dem jeder eine kleine Aufgabe zu erfüllen hatte, bei der man das Große Ganze nicht im Blick haben musste, wenn man es nicht sehen wollte. Als Kontrollinstanz diente praktisch jeder folgsame Volksgenosse. So kam es dazu, dass Nachbarn Nachbarn bespitzelten, Arbeitskollegen ihren Nebenmann, Söhne und Töchter ihre Eltern usw.. Ohne diese gehorsamen Bürger*Innen hätte das Dritte Reich gar nicht funktionieren können. Um Juden, Anarchisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Einschränkungen und alle anderen verfolgten Randgruppen ausgrenzen zu können, wurden sie von der nationalsozialistischen Propaganda entmenschlicht, mit Parasiten gleich gesetzt – als Volksfeinde eingestuft. Erst entzog man ihnen die Rechte, dann das Geld, dann die Würde und zu guter Letzt wurden sie ermordet. Alles im Sinne eines „Gesunden Volkskörpers“.

Das alles bewegte sich auf dem Boden des Gesetzes, denn die Machthaber machen die Gesetze. Bestes Beispiel sind wohl die Nürnberger Rassegesetze [1]. Nach damals geltendem Recht war sogar der Holocaust in Deutschland legal. Wichtig ist auch die Tatsache, dass zu der damaligen Zeit der Antisemitismus ein weit verbreitetes Übel in ganz Europa war. Er wurde während dieser Zeit nicht so geächtet wie heute [2]. Warum also sind Nazis keine Monster? Ganz einfach, weil es keine Monster gibt. Monster/Ungeheuer sind fiktionale Fabelwesen aus der Mythologie. Meist nur von Superhelden zu besiegen. Die Täter von damals aber waren der nette Buchhalter von nebenan, der Bäckergeselle, oder die immer freundliche Frisörin wie Elisabeth Volkenrat, ehemalige KZ-Aufseherin, im Bergen-Belsen Prozess zum Tode verurteilt [3]. Diese Menschen haben ihre Taten begangen, weil sie gehorsam und unreflektiert Befehle befolgt haben. Privat waren sie liebevolle Familienväter, Schwestern, Brüder usw., die ihre Familien vor den „Parasiten“, die den gesunden „Volkskörper“ bedrohten, beschützen wollten. Das wohl einprägsamste Beispiel des gehorsamen Bürgers ist wohl Adolf Eichmann, der ab 1941 für die Organisation der Deportationen verantwortlich war und am 20. Januar 1942 das Protokoll der Wannseekonferenz führte. Er wusste also genau, worum es ging. Zur Verteidigung beim Prozess in Israel führte Eichmann immer wieder an, er hätte nach dem Führerprinzip lediglich Befehle befolgt, er sei in dem Sinne juristisch nicht schuldig, weil er niemals selbst einem Menschen das Leben genommen hatte [4]. Eichmann war kein Monster, Eichmann war nichts weiter als ein gehorsamer Buchhalter, der sich nicht einmal die Frage gestellt hat: „Ist das richtig, was ich hier mache?“ Auch die KZ Aufseher waren keine Monster, sie waren gehorsame Befehlsempfänger. Im KZ Auschwitz arbeiteten von Mai 1940 bis zur Befreiung durch die Rote Armee 1945 rund 10.000 SS-Angehörige als Wachmannschaft entweder außerhalb oder innerhalb des Lagers [5]. Alle haben nur Befehle befolgt. Und sie alle würden es wieder tun, wenn man es ihnen befehlen würde, wären sie heute noch dazu in der Lage. Und wir dürfen nicht vergessen, sie sahen ihre Opfer als Untermenschen, Volksschädlinge und Parasiten an. Sie waren so brutal, weil sie es konnten, weil sie innerhalb der Lager-Hierarchie die Macht inne hatten, das zu tun. In einem totalitären Regime kann jeder zum Täter werden, der unreflektiert Befehle ausführt und nicht nach der Richtigkeit, sondern nur nach der Legalität der angeordneten Taten fragt. Dies soll keine Entschuldigung sein, es dient nur zur Erklärung. Vom heutigen Standpunkt aus, fällt es uns leicht, zu sagen, das hätten wir nicht gemacht, wir wären sofort im Widerstand gewesen usw.. Dazu gehört aber sehr viel Mut, eine gut vernetzte Organisation und selbst die kann von Spitzeln unterwandert sein. Die Täter waren einfache Menschen und ihre Bosheit war banal, nicht radikal – sie haben weder nachgedacht, noch hinterfragt, hatten keine eigene Moral und Ethik. Sie haben nicht aus eigenem Antrieb gehandelt, waren kleine Rädchen in einem riesigen Apparat. Und genau das macht Menschen so gefährlich, das Fehlen einer eigenen Moral und die Unfähigkeit sowohl angeordnete Befehle in Frage zu stellen, als auch das eigene Verhalten zu reflektieren. Daher ist es so wichtig, in einer Demokratie wachsam zu sein, auch die Mächtigen in Frage zu stellen, ihre Gesetze genau unter die Lupe zu nehmen, sich zu informieren, diesen Informationen nur dann zu trauen, wenn sie auf tatsächlichem Wissen beruhen und vor allem, sich eine eigene Moral zu bilden im humanistischen Sinne.

Frage dich: „Ist das jetzt richtig oder nur legal?“  Traue dich, eigenständig zu denken, auch wenn deine Gedanken nicht denen der Mehrheit entsprechen! Und wenn du etwas als falsch erachtest, dann sprich es aus! In einer Demokratie kannst du das noch, in einer Diktatur kann dich das dein Leben kosten.

Nazis sind keine Monster, jeder von denen ist nichts weiter als Hänschen Klein, unfähig eigenständig zu denken, unfähig zu reflektieren und unfähig neue Verknüpfungen im Hirn zu bilden. „Monster“ wäre sowieso zu nett für Nazis.

„Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiter wuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.“
(Hannah Arendt, aus „Über das Böse“)

Sei kein Monster, sei radikal!

Schalom,
Hannah Kant

Quellen:
[1] http://www.judentum-projekt.de/geschichte/nsverfolgung/gesetze/
[2] https://www.deutschlandfunk.de/judenverfolgung-europaeischer-antisemitismus1880-1945.1310.de.html?dram:article_id=379815
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Volkenrath
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Eichmann-Prozess
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Personal_im_KZ_Auschwitz

Sind Nazis Monster? – Ein Kommentar

Rassistische Karnevalsrede bekommt Applaus: „Neger gehören nicht zum deutschen Volke“ – Ein Kommentar

„Wo zur Hölle sind wir gelandet, dass solche miesen Faschisten auf Karneval Festen Nazireden halten können? Und was zur Hölle sind das für Menschen die da Karneval feiern? Die Menschen aus Sachsen-Anhalt die da applaudiert haben sollten sich den Rest ihres Lebens schämen!“

Ein Unglaublicher Bericht hat uns aus Sachsen-Anhalt erreicht. Der Focus berichtete, dass in einer Büttenrede eines Narrenbundes aus Sachsen-Anhalt, vorgetragen von Holger Brauns, unsäglich diskriminierend über „Neger“ und „Asylanten“ gewitzelt wurde. Die Ehrenpräsidentin des Vereins nannte die Rede sogar „widerlich“. In dieser Büttenrede sagt Holger Brauns Dinge wie:

„Da geht ein Neger in den Supermarkt und kauft sich eine Packung Negerküsse. Beim Rausgehen fällt ihm die Packung runter und alle Negerküsse rollen raus. Da kommt eine Oma angelaufen, tritt alle Negerküsse kaputt und sagt: Du legst hier keine Eier, Freundchen, du nicht!“

oder

„Auf dem Bundestag steht „dem deutschen Volke“, Nordafrika gehört nicht zu Deutschland.“

Zudem erzählte er eine Geschichte mit einer Fee und einem Asylanten, die nicht nur den Asylanten als gierig darstellte, sondern auch noch betonte, Ausländer bekämen in Deutschland im Gegensatz zu Deutschen massenhaft Leistungen ohne Gegenleistung. Holger Brauns verbreitete also in der freien Öffentlichkeit heftige, illegale, faschistische und rechtsextreme Hetze gegen nicht deutsch aussehende Menschen und bekommt in Sachsen-Anhalt sogar Applaus dafür. Wo zur Hölle sind wir gelandet, dass solche miesen Faschisten auf Karneval Festen Nazireden halten können? Und was zur Hölle sind das für Menschen die da Karneval feiern? Die Menschen aus Sachsen-Anhalt die da applaudiert haben sollten sich den Rest ihres Lebens schämen! Unsägliches Leid müssen tausende Familien auf der Flucht heute aushalten, weil wir im Westen mit unserem kapitalistischen Ausbeutungsprinzip die ganze Welt zerstören und alle in Kriege verwickeln. Linke aller Länder, vereinigt euch gegen die Faschisten! Wehret den Anfängen!

Hier noch der Links zum Artikel von Focus Online: „Kommt ein Neger in den Supermarkt“

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Rassistische Karnevalsrede bekommt Applaus: „Neger gehören nicht zum deutschen Volke“ – Ein Kommentar

#Rassismus – AfD geht gegen Antirassismus-Schild am Frankfurter Rathaus vor – Ein Kommentar

„Wenn die AfD diese Aktionen gegen Rassismus also verbieten möchte, ist das ein klarer Versuch Rassismus als legitime Meinung zu etablieren.“

Wiedereinmal outet sich die AfD öffentlich völlig ungeniert als faschistoid und rassistisch. Die AfD aus Frankfurt hat offizielle Beschwerde gegen ein Anti-Rassismus Schild am Frankfurter Rathaus eingelegt. Man sehe die Grundsätze der staatlichen Neutralität verletzt, so die Argumentation der AfD. Die AfD möchte also, dass der Staat Rassismus billigt und als Meinung akzeptiert. Es ist also nicht neutral Rassismus abzulehnen? Im Grunde hat die AfD sich damit erneut zu hundert Prozent hinter sämtliche faschistoide und rassistische Ideen gestellt. Wieso sollte die AfD sonst darauf bestehen, dass in offiziellen Behörden keine „Anti-Rassismus-Werbung“ stattfinden darf? Es fühlt sich niemand in diesem Land durch solche Plakate in seiner Freiheit beschränkt. Wieso auch? Rassismus ist in der westlichen Werte Gemeinschaft eben einfach keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Wenn die AfD diese Aktionen gegen Rassismus also verbieten möchte, ist das ein klarer Versuch Rassismus als legitime Meinung zu etablieren. Sowas tun nur Menschen die daran interessiert sind Rassismus mehr Geltung zu verleihen. Die AfD hat sich also ganz klar als faschistoid und rassistisch geoutet.

Hier könnt Ihr einen guten Artikel von lto.de über die Beschwerde der AfD lesen.

Ihr alle habt jetzt die Chance das „Plakat des Teufels“ als PDF bei http://www.respekt.tv runterzuladen, auszudrucken und irgendwo aufzuhängen. Auch unsere Redaktion hat Post bekommen von campact! mit drei Plakaten und ein paar Aufklebern, die wir nach und nach verteilen werden. Nerven wir die Faschisten und Rassisten dieser Republik, sie haben es uns selten so einfach gemacht!

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Schalom,
Schlomo Goldbaum

#Rassismus – AfD geht gegen Antirassismus-Schild am Frankfurter Rathaus vor – Ein Kommentar

Deutsche Hochkultur: Saufen, Rasen, Pöbeln – Hass statt Empathie und Meinung statt Fakten – Ein Kommentar

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die rechte Szene ein enormes Intelligenz- und Bildungsproblem hat.“

Wenn dem Menschen die Dinge fehlen, die ihn zum Menschen machen, klammert er sich an das letzte was immer bedingungslos bleibt: Die Nationalität. Zumindest lässt sich das zur Zeit am Zustand und Verhalten der rechten, nationalistischen Szene ablesen. Wenn sich die gesamte rechte Szene durch eines ganz besonders auszeichnet, dann dadurch, dass sie extrem inhuman ist. Es ist zum Beispiel Usus in der rechten Szene Greta Thunberg das Existenzrecht abzusprechen. Erwachsene Menschen opfern Ihre Freizeit, um minderjährige, engagierte, intelligente Mädchen mit Hass zu überschütten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die rechte Szene ein enormes Intelligenz- und Bildungsproblem hat. Wenn es weiterhin politische Manier bleibt, sämtliche weltliche Realitäten zu missachten und Meinungen als Fakten zu verkaufen, um noch mehr hörige Wähler zu generieren, endet unser Land als Hochburg der Vollidioten und Psychopathen, weil jeder Mensch, der über Empathie und Intelligenz verfügt, das Land verlassen würde. Man kann in seinem Leben also alles falsch machen, nichts erreichen und nur Schlechtes tun, die Nationalität bleibt und das wissen die führenden Nazis. Sie verstehen es desillusionierten Menschen eine Aufgabe zu geben. Plötzlich fühlen sich die ständigen Verlierer der Gesellschaft enorm wichtig und zugehörig. Die rechte Szene ist eine Gemeinschaft, in der man nichts können muss um sich einzubringen. Deutsch sein reicht völlig. Der Nationalstolz wird Ihnen an ihr verkümmertes Herz genäht. Auch ein Mörder mit deutschem Pass ist eben ein deutscher Mörder. Wenn man heute in die Kommentarsektionen öffentlicher Berichterstattungen schaut, wundert man sich, dass sich Menschen zuerst an ihre Nationalität erinnern und nicht daran, dass Sie in erster Linie Menschen sind die auch menschlich handeln sollten. Gegen was haben die ganzen Neo-Faschisten rund um AfD und Co. ihr Herz eigentlich eingetauscht? Wahrscheinlich gegen neue Springerstiefel oder Bier. Der Hass und die Hetzte werden immer heftiger. Ganz besonders gegen Menschen, die für das exakte Gegenteil kämpfen: Liebe, Aufklärung und Frieden. Hier ein paar Auszüge aus der Kommentarsektion unter einem Artikel der Mitteldeutschen Zeitung, die Greta Thunberg zum 17. Geburtstag gratuliert.

„diese mistgöre braucht kein mensch!!“ – Lina. S
„scheiss ökofaschisten solln liba zur schule gehen“ – Berndt K.
„da haben wohl die Kondomme versargt“ – Timo S.
„alle einsperren diese ganzen besserwisser“ – Trixie B.
„interessiert mich nicht! ich hab auch geburtstag!“ – Katrin S.
„diese drecksgöre nervt. die hat doch garnichts geleistet. tolle heilige!“ – Norbert L.
„wieso gibt man dieser göre so eine Plattform?!“ – Laszlo L.

Ich könnte hier Ewigkeiten weiter Zitieren, aber dann müsste ich mich wahrscheinlich mit der Zeit übergeben. Wie man hier sieht, werden sogar minderjährige Kinder die einfach nur wahnsinnig intelligent und engagiert sind auf das übelste verunglimpft. Sogar Morddrohungen sind an der Tagesordnung für unendlich viele, engagierte Menschen rund um die Welt. Es wird Zeit die übrige Vernunft und Liebe auf der Welt zu vereinigen. Wir rufen auf zur absoluten Zivilcourage und Nächstenliebe. Im K(r)ampf gegen rechts haben wir den komplizierteren Part, denn wir müssen Hass erfüllten Menschen die Liebe beweisen. Nutzen wir unsere Herzen und ersticken den Schwachsinn der Neo-Faschisten.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Deutsche Hochkultur: Saufen, Rasen, Pöbeln – Hass statt Empathie und Meinung statt Fakten – Ein Kommentar

AfD – Ein Déjà-Vu der ekligen Sorte – Ein Kommentar

„Wenn die AfD unter Höcke Regierungsverantwortung bekommen würde, wäre die Pluralität und Freiheit eines jeden Individuums in Deutschland gefährdet.“

Wenn man die verschiedenen AfD Spitzenpolitiker so reden hört, in Talkshows oder auf Wahlkampfveranstaltungen, klingt das meist nur sehr selten einig. Man selbst würde die Aussagen der Kollegen vielleicht weniger zugespitzt formulieren, aber inhaltlich seien alle völlig integer. So oder so ähnlich redet in der AfD jeder über jeden, wenn Journalisten völlig geschockt nach der Ernsthaftigkeit so mancher Aussagen fragen. Bernd Höcke zum Beispiel ist nachgewiesener Faschist, der in der AfD als völlig integer und politisch mittig angesehen wird. Ich frage mich da immer, wie die AfD mit einer homosexuellen Frau Weidel im Chefsessel umgeht. Das widerspricht dem AfD Entwurf einer Biodeutschen-Abendländischen-Familie doch völlig oder? Eine Frau die eine Frau liebt und Kinder adoptiert hat, ist für Bernd Höcke doch wohl die schlimmste Traumatisierung von Kindern die es gibt, oder nicht? Der gesamte faschistische Flügel der AfD lacht sich darüber kaputt wie die AfD-Führung Slalom tanzt um die faschistischen Tretminen die so hinterlassen werden. Irgendwann hat der Flügel die AfD von Innen völlig ausgehöhlt und Frau Weidel wird sich noch wundern, was der Bernd wirklich von Ihr hält. Höcke sagte ja bereits Dinge wie:

„Ein paar Korrekturen und Reförmchen werden nicht ausreichen, aber die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutsche keine halben Sachen, dann werden die Schutthalden der Moderne beseitigt.“ – Bernd Höcke

oder auch

„Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert.“ – Bernd Höcke

Das sind ganz klare Zugeständnisse der gezielten Intoleranz gegenüber spezifischen Minderheiten. Wenn die AfD unter Höcke Regierungsverantwortung bekommen würde, wäre die Pluralität und Freiheit eines jeden Individuums in Deutschland gefährdet. Ein Fan von Höcke, der Herr Frohnmeier sagte sogar mal:

„Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk.“ – Markus Frohnmeier

Die Menschen die in der AfD als konservative, gemäßigte Mitte angesehen werden, reden regelmäßig vom Aufräumen und Ausmisten von Menschen. Ich Frage mich, wann Gauland und Co. Leute wie Höcke, Frohnmeier, Gedeon und Räpple aus Ihrer Partei ausmisten, bevor der Flügel die AfD ausmistet. Nicht das die die anderen Herren der Partei besser wären, ich habe nur das Gefühl, dass Gauland, Meuthen und Weidel lediglich die salonfähigen Handpuppen der Faschisten sind, um den demokratischen Parlamentarismus so weit wie möglich zu unterwandern, so wie es Hitler einst getan hat. Herr Meuthen kann sich garnicht so oft distanzieren, wie er andauernd mit Rassismus, Faschismus und Antisemitismus in Zusammenhang gebracht wird. Wenn das Verfassungsgericht inzwischen festgestellt hat, das es Menschen wie Bernd Höcke gibt, die Ämter in einem Landtag bekleiden, wird es Zeit über ein generelles Verbot der AfD nachzudenken, um die Möglichkeit einer Manifestierung faschistischer Elemente in diesem Staat im Keime zu ersticken. Wehret den Anfängen!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

AfD – Ein Déjà-Vu der ekligen Sorte – Ein Kommentar

14.000 Menschen gehen in Bielefeld gegen Nazis auf die Straße – DANKE!

„Wir wollen uns im Namen aller anderer jüdischer Menschen in Deutschland bedanken und verneigen uns vor eurem Mitgefühl, eurer Courage und eurem Herz. Danke!“

Wir vom Übermensch.Blog berichteten den gesamten Verlauf der Gerichtsverhandlungen der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck und auch den Mindener Gerichtsentscheid der den Nazi Aufmarsch am 9. November diesen Jahres erst möglich machte.

Für uns vom Übermensch.Blog ist das Judentum in Deutschland ein persönliches Herzensthema, welches wir enthusiastisch verfolgen und deshalb selbstverständlich vehement gegen Antisemitismus und Faschismus kämpfen! Die gesamte Berichterstattung war teilweise sehr emotional und erschreckend, umso berührter sind wir jetzt, wenn wir sehen, wie viele Menschen in Bielefeld und ganz Deutschland Hand in Hand gegen den braunen Sumpf kämpfen! Wir wollen uns im Namen aller anderer jüdischer Menschen in Deutschland bedanken und verneigen uns vor eurem Mitgefühl, eurer Courage und eurem Herz. Danke!

Im Anhang eine tolle Berichterstattung des WDR, welche die Impressionen und Aussagen der Bielefelder Menschen sehr gut einfängt.

In Liebe, Schalom,
Das Übermensch.Blog-Team

14.000 Menschen gehen in Bielefeld gegen Nazis auf die Straße – DANKE!