Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar

„Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.“

Gerade jetzt, in Zeiten der Unsicherheit, in der das Vertrauen in das System leidet, sollten wir uns daran erinnern, wer wir sind: Menschen. Wir sind soziale Wesen die sich durch Zusammenhalt, Solidarität, Nächstenliebe, Zivilcourage, Mut und Empathie enorm entwickelt haben, sowohl ins Gute als auch ins Schlechte. Jetzt, wo das aufgeblasene Finanzsystem mal wieder platzt und der Kapitalismus seine logischen Opfer fordert, werden unendlich viele Menschen auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sein. Es werden Menschen Hilfe benötigen, die sich vorher daran bereichert haben, andere Menschen auszubeuten. Im Gesundheitswesen ist das Usus. Es werden Milliarden erwirtschaftet, auf Kosten von selbstlosen PflegerInnen und ÄrztInnen und auf Kosten der Gesundheit kranker, hilfloser Patienten. Das Gesundheitswesen ist bis ins letzte Detail durchökonomosiert, genau das fliegt uns jetzt doppelt und dreifach um die Ohren. Ich selbst habe Jahre lang in der Intensiv- und Notfallmedizin gearbeitet und musste dabei zuschauen, wie das System von gierigen Nichtskönnern zerstört wurde. Ich weiß also wovon ich rede. Für die Corona-Pandemie könnte das noch zum Genickbruch werden. Ob die dafür verantwortlichen Turbokapitalisten am Ende zur Rechenschaft gezogen werden bezweifel ich stark.

Hilfe in Form von Geldmitteln, oder medizinischer Expertise und Behandlungen, ebenso wie Pflege von schwer kranken und alten Menschen, wird jetzt von Tag zu Tag immer wichtiger und wertvoller. Ganz besonders wichtig sind jetzt intensivmedizinische Beatmungsplätze und genügend gut ausgebildete Pflegefachkräfte. Wenn diese, wie in Italien, zu knapp werden, haben wir ein manifestes, existentielles Problem!

Deshalb frage ich mich, was noch passieren muss, damit die „Assis“ dieser Gesellschaft endlich aufwachen, sich menschlich und solidarisch zeigen und für Liebe und Gemeinwohl kämpfen, statt für noch mehr Geld und eine noch größere Penisprotese! Ich meine, es ist doch klar wie Kloßbrühe, dass die materielle, kapitalistische Plastik-Konsum-Welt extrem viele humane Opfer fordert, die das ganze Konstrukt völlig asozial machen. Wieso muss man heute so sehr an Nächstenliebe und Empathie erinnern? In Dänemark und vielen anderen skandinavischen Ländern gibt es Empathie Unterricht an den Schulen. So sollte es überall sein, auch wenn es eigentlich ein Armutszeugnis ist, dass wir dafür schon extra ein Fach benötigen. Menschen sollten aber danach beurteilt werden, wer sie sind, und was sie tun und nicht danach, welche Unterlagen sie ausgedruckt haben. Es sollte endlich wieder das aller Coolste sein empathisch zu handeln, oder sich dem Gemeinwohl zu widmen. Es sollte cool sein wenn man nett und freundlich ist und anderen hilft. Alles sollte daran gemessen werden, wie sehr etwas einem selbst, oder aber dem Gemeinwohl dient oder nützt. Heute werden viel zu viele Dinge eben auf Kosten anderer erledigt, aber keiner denkt mehr darüber nach. Das ist eine erschreckende Entwicklung. Es ist an sich traurig genug, dass ich mich dazu genötigt fühle in fast jedem Beitrag an die Menschlichkeit in uns zu appellieren. Wenn man bewusst durch das kommerzielle Internet surft, sieht man fast ausschließlich Egomanen, Assis, Kapitalisten, Narzissten und Betrüger, die denken, sie hätten es geschafft, weil sie viel, viel Geld besitzen. Genau das glauben Jugendliche millionenfach auf dieser Welt. Wenn ich mir z.B. die deutsche „HipHop“ Szene anschaue, bekomme ich kalte Schauer am ganzen Körper. Mit Kunst hat das nur noch wenig zu tun, das ist eher eine Art Gehirnwäsche-Marketing-Industrie. Die laufen heute rum wie bunte Litfaßsäulen mit Schlaganfall und Sprachstörung und huldigen dem asozialen, kriminellen, homophoben, sexistischen und antisemitischen Lifestyle in ihrer „Hood“. Die verdienen damit Millionen. Das ist aber nur ein Beispiel von Vielen für die Huldigung eines asozialen, egoistischen Lifestyles. Das findet man in vielfacher Ausführung überall. In der gesamten „Bullshitbranche“, also den Branchen, in denen nichts produktives erschaffen oder entwickelt wird, sondern nur ausgenutzt, wird so ein Lifestyle vertreten, verkörpert und gepriesen. Unser Bildungssystem fängt schon in der Grundschule damit an unsere Kinder unter Druck mit Zahlen zwischen 1 und 6 zu bewerten und nach stumpfem Gehorsam und Fleiß zu kategorisieren. So verlaufen dann auch die späteren Bewerbungsverfahren in der Berufswelt oder an Universitäten… alles ein großer, lächerlicher, asozialer Zirkus. Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.

Die Corona-Pandemie sollte uns daran erinnern, dass es dringend Zeit ist über unser eigenes Ego hinweg zu schauen. Wir sollten uns im übertragenen Sinne alle solidarisch Hand in Hand für jeden einsetzten, der heute Hilfe benötigt. Das bedeutet, dass jeder an jeden denken sollte und sich verdammt nochmal an die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus halten sollte! Alles andere ist asozial und animalisch.

Es ist cool ein Mensch zu sein! Sein kein Tier, sei ein Mensch und zeige Courage! Bleib daheim und schütze die, die Schutz brauchen, denn eines Tages, brauchst auch du Schutz oder Hilfe!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

#Coronakrise #EsIstCoolEinMenschZuSein #EmpathieNächstenliebeSolidarität

Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar

Interview: Ein Arzt spricht über moderne Schmerztherapie und Cannabis.

„Insgesamt sollten deutsche Ärzte mehr mit Opioiden arbeiten und besser darüber aufklären, um Süchte im Vorfeld zu verhindern.“

Ein Interview vom Übermensch Blog mit dem Berliner Facharzt für Schmerzmedizin Dr. med. Zacher.

Hinweis: Auf Wunsch der befragten Person haben wir den Namen für das Interview geändert. Wir hatten desweiteren auch nur Zeit für ganz wenige Fragen. Titelbild ist von everbill.com.

Übermensch Blog: Guten Morgen Herr Dr. Zacher. Wir bedanken uns für das heutige Kurz-Interview und wollen direkt mit einer Frage starten: Was halten sie von den immer wiederkehrenden Artikeln über die Gefährlichkeit rezeptfreier Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetmol? Ganz besonders Ibuprofen wird immer wieder mit Herz- und Gefäßschädigungen in Zusammenhang gebracht. Was denken Sie darüber?

Dr. Zacher: Diese Artikel haben völlig recht und sie sind meiner Meinung nach auch dringend nötig. Ich erlebe immer wieder PatientInnen bei mir in der Praxis, die sich über Jahre hinweg ihre Leber und Nieren zerstören, weil sie entweder Selbstmedikation betreiben ohne je zum Arzt gegangen zu sein, oder sie waren bei einem Arzt, nur dieser kam leider nie auf die Idee mal ein vernünftiges Schmerzmittel zu verschreiben. Gerade NSAR, das ist die Substanzklasse unter die z.B. Ibuprofen fällt, kann den Magen und die Nieren sehr stark schädigen. Nur 75% der Benutzer vertragen Ibuprofen. Männer meistens besser als Frauen. Paracetamol hingegen kann schon bei doppelter maximaler Tagesdosis ein Leberversagen hervorrufen. Das sind Dinge die Laien nicht wissen können, aber jeder Arzt wissen sollte. Nur leider gibt es sogar viele Kollegen mit exorbitanten Wissenslücken. Deswegen empfehle ich bei Schmerzen immer einen Arzt und im Zweifel sogar einen Facharzt zu konsultieren, bevor man Ewigkeiten rezeptfreie Medikamente zu sich nimmt. Und eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ist auch niemals eine schlechte Idee, denn auch unter Ärzten gibt es Deppen.

Übermensch Blog: Was kritisieren Sie am meisten an der heutigen Schmerztherapie?

Dr. Zacher: Das sind mehrere Dinge. Zum einen gibt es immer noch Kollegen die denken, dass alle Medikamente die unter das BTMG fallen immer als die letzte, gefährliche Instanz dienen sollten. Dabei sollte es genau anders herum sein. Gerade PatientInnen mit chronischen Schmerzen sollten UNBEDINGT mit Opioiden behandelt werden. Es gibt insgesamt drei Substanzklassen, die im Grunde für unseren Körper geschaffen sind. Das sind zum einen die Opioide, für die es überall im Körper an verschiedenen Stellen Rezeptoren gibt. Opioide machen bei dauerhafter Einnahme zwar metabolisch abhängig, sind dafür aber zu 0% toxisch für den Körper. Ein Morphium-Süchtiger kann uralt werden. Die zweite Substanzklasse sind die Cannabinoide. Für sie haben wir das Endocannabinoide System in unserem Hirn, in dem sogar körpereigene Cannabinoide zum Einsatz kommen. Cannabinoide sind noch Bestandteil großer Forschungsprojekte. Was wir aber sicher sagen können ist, dass bestimmte Cannabinoide gegen Entzündungen, Schmerzen, Krämpfe, Verdauungsprobleme, Depressionen, Übelkeit, Krebs und viele psychische Erkrankungen helfen. Cannabinoide können im übrigen nicht körperlich abhängig machen und sind wie die Opioide zu 0% toxisch für den Körper. Die dritte Substanzklasse sind die Benzodiazepine, für die wir die GABA-Rezeptoren in unserem Gehirn haben. Benzodiazepine wirken muskelentspannend, angstlösend, antiepileptisch und schlaffördernd. Diese Substanzen können aber ähnlich wie die Opioide metabolisch abhängig machen, sind jedoch auch zu 0% toxisch für den Körper. Das gilt natürlich alles nur, wenn die drei Substanzklassen vernünftig unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Mein eigentlicher Appell an meine Kollegen ist aber dieser: Seid bitte nicht zu faul ein BTM-Rezept auszustellen. Wägt bei jedem Patienten ab wie stark der Leidensdruck ist. Nehmt die Schmerzen des Patienten ernst und achtet seine Wünsche. Wir sind dazu verpflichtet Leid abzuwenden. Wir müssen unsere Patienten perfekt beraten und nicht nach unserer Nase beeinflussen. Insgesamt sollten deutsche Ärzte mehr mit Opioiden arbeiten und besser darüber aufklären, um Süchte im Vorfeld zu verhindern. Es ist völliger Unsinn Opioide selten zu benutzen, nur weil sie metabolisch abhängig machen. Man sollte immer zwischen Vor- und Nachteilen abwägen, denn meistens überwiegen die Vorteile bei chronischen Schmerzpatienten. Dafür muss aber insgesamt, auch innerhalb der Ärzteschaft ein neues Bewusstsein für diese Substanzklasse geschaffen werden. Die Dämonisierung fing ja schon Anfang des 20. Jahrhunderts an, als die Welt-Opium-Konferenz ein Opium Verbot beschloss. Vorher bekam man alles was man wollte in der Apotheke. Verrückte Zeiten.

Übermensch Blog: Oh ja, wir denken Ihr Appell ist deutlich geworden. Sie sprachen über Cannabis. Was halten sie von der deutschen Drogenpolitik?

Dr. Zacher: Ich bin der Meinung das Prohibitionen von egal was keinen Sinn machen. Süchte sind menschlich und werden immer weiter befriedigt werden. Desweiteren ist es völlig inhuman suchtkranke Menschen zu kriminalisieren. Heroinsüchtige sind in meinen Augen genauso krank wie ein Diabetiker. Sie haben ein Stoffwechselproblem. Der Diabetiker kann ohne Insulin nicht Leben und der Heroinsüchtige nicht ohne seine Opiate. Warum zur Hölle jagen wir also suchtkranken Menschen hinterher, denen dann nichts anderes übrig bleibt, als sich im Schwarzmarkt zu verstecken. Und da wäre auch schon das nächste durch die Regierung geschaffene Problem: Der Schwarzmarkt. Den gibt es nur, weil wir den Süchtigen nicht helfen, sondern sie kriminalisieren. Wir schaffen durch die Drogenpolitik Diskriminierung und machen kriminelle Gangster zu Millionären. Das halte ich von Drogenpolitik allgemein: Garnichts.

Übermensch Blog: Zum Abschluss zwei persönliche Fragen: 1. Kiffen Sie? und 2. Gehen Sie zum Arzt wenn Ihnen etwas fehlt?

Dr. Zacher: Ja, Asche auf mein Haupt, es wird Zeit zu sich selbst zu stehen. Auch ich rauche mit meiner Frau ab und zu abends gerne eine Haschisch-Zigarette. Bitte erzählen sie es nicht weiter. (Dr. Zacher lacht) Und ja, auch ich gehe zu einem befreundeten Arzt. Der ist Radiologe und wir kennen uns seit dem Studium.

Übermensch Blog: Vielen Dank Dr. Zacher für Ihre Zeit und die wirklich ausführlichen Antworten. Alles Gute!

Interview: Ein Arzt spricht über moderne Schmerztherapie und Cannabis.

Die Zukunft: Bedingungsloses Grundeinkommen, künstliche Intelligenz und eine völlig andere Arbeitswelt!

„Hinsichtlich der großen Veränderungen in der Zukunft, wird es Zeit sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auseinander zu setzten, um der Bevölkerung ihren Lebensstandard zu sichern.“

(Die Rechte am Titelbild hält http://www.hallesche-stoerung.de)

Das zweite Maschinenzeitalter hat gerade begonnen. Maschinen werden jetzt von Jahr zu Jahr intelligenter und autonomer. Die Algorithmen zur künstlichen Intelligenz aus dem Silicon Valley sind schon viel weiter als wir denken. Maschinen und Roboter werden alle algorithmisierbaren Tätigkeiten übernehmen. Taxifahrer, Busfahrer, Beamte, Lieferungen, Fabrikarbeiter, Juristen, Steuerberater und noch viele, viele mehr aus unserem völlig aufgeblasenen Bürokratie-Ämter-Chaos. Nach der Oxford-Studie zur Zukunft der Arbeit, die auch Richard David Precht oft zitiert, werden innerhalb der nächsten 25 Jahre bis zu 45% der Arbeitsplätze wegfallen. Es werden nur wenige neue, hochspezialisierte Jobs entstehen, die wohl kaum von Taxifahrern kurz vor der Rente übernommen werden können. Wir können eine Bürokauffrau nicht für Mindestlohn Spargel stechen lassen oder dergleichen. Die Traum von der Vollbeschäftigung ist Unsinn und auch überhaupt kein tolles Ziel. Ziel sollte es sein sich gesellschaftlich in der Zukunft so weit zu entwickeln, dass man den größten Teil seiner Zeit seinen eigenen Interessen widmen kann. Es geht nicht mehr um krampfhafte Vollbeschäftigung, sondern um sinnvolle und effiziente Talentförderung und Nutzung! In der Zukunft werden ganz besonders die Berufe wichtig sein, bei denen den Menschen Kontakt mit echten anderen Menschen wichtig ist. Das sind Berufe wie Pflegekräfte, Hausärzte, Erzieher und Therapeuten die in der Zukunft sehr gefragt sein werden. Beim hochqualitativen Handwerk wird es wahrscheinlich ähnlich.

Das Problem am Fortschritt ist meistens, dass geniale Prototypen noch viel zu teuer sind, um sie in Serie millionenfach zu produzieren. Das ist für unsere Gesellschaft gut, weil wir dadurch mehr Zeit haben unser System an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Ich betone aber, dass die Regierungen im Moment eher garnichts dafür tun diesen Planeten auf die Zukunft vorzubereiten. Es geht die meiste Zeit um Rendite und Macht. Hier zwei kleine Technik Beispiele vom Youtube-Kanal der Firma Boston Dynamics: (Alle Rechte an den Videos liegen bei der Firma Boston Dynamics.)

Der Roboter names „Atlas“:

Der Roboter names „Spot“:

Und hier ein Beispiel wie es Später in großen Lagerhäusern aussehen wird:

Durch die entstehende Arbeitslosigkeit und die dadurch hohe Belastung des Sozialsystems, müssen wir uns etwas überlegen, die Gesellschaft grundsätzlich abzusichern. Mit einem durch Finanztransaktionssteuer finanziertem BGE kann man die aufgeblasene Bürokratie in Deutschland einstampfen. Jeder bekommt 1500 Euro und kann bis zu 1000 Euro steuerfrei dazu verdienen. Dadurch werden Menschen nicht mehr als nutzlos und dumm stigmatisiert wie durch Hartz 4 und die Motivation auch kleine Jobs zu erledigen steigt enorm. Soziale Unterschiede werden dann viel kleiner. Zusätzlich fällt der Hochfrequenzhandel an der Börse weg, wenn es eine Finanztransaktionssteuer von z.B. 0,1% gebe. Wir müssen das Geld da abschöpfen wo es ist: Es steckt in riesigen virtuellen Blasen. In der Schweiz könnte man jedem Bürger 2500 Franken zahlen bei einer Finanztransaktionssteuer von nur 0,05%! Wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, wird einem klar, wie verbrecherisch und inhuman das gesamte kapitalistische System ist. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Früher oder später müssen auch sinnlose Reichtümer umverteilt und Millionengehälter und Abfindungen verboten werden. Die Möglichkeiten allen Menschen Grundlagen zu schaffen bestehen längst, wir dürfen uns nur nichts anderes von den psychopathischen Kapitalisten erzählen lassen. Leider rutschen die Regierungen dieser Welt zur Zeit eher auf den Schleimspuren der Milliardäre aus und verlieren dann komplett ihre Moral gegenüber ihrer Bürger. Perverser Reichtum sollte einfach verboten werden. Eine Vermögenssteuer, die mit der Agenda 2010 abgeschafft wurde, muss dringend wieder eingeführt werden. Eine Schande, dass gerade die SPD die kleinen Leute von damals bis heute verarmt hat.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Die Zukunft: Bedingungsloses Grundeinkommen, künstliche Intelligenz und eine völlig andere Arbeitswelt!

„Seitdem ich Vater bin“ oder auch „Im Namen der Liebe“ – Essay

Eine Erzählung aus dem Leben eines jungen Vaters, der für sich völlig neue Verantwortungen entdeckt.

Seit ein paar Wochen bin ich Vater einer wunderschönen, kerngesunden Tochter namens Salomé. Ihre Mutter Elisabeth lernte ich vor 1 1/2 Jahren auf dem Tiefpunkt meines Lebens kennen. Ich traf sie auf einer Party die ebenso heruntergekommen war wie ich. Das Publikum dieser Party passte hinsichtlich meiner und ihrer Erscheinung überhaupt nicht ins Bild. Umso deutlicher wurde der Kontrast um uns herum. Das Schicksal führte uns zwei an einem völlig unwesentlichen Ort zusammen damit das wesentliche für uns deutlicher wurde. Wir konnten einander also gar nicht verpassen. Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte mir eigentlich geschworen mein Herz nach meiner letzten gescheiterten Beziehung niemals mehr zu verschenken, das gestaltete sich bei dem Anblick von Elisabeth jedoch völlig anders. Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt meines Lebens nichts mehr zu verlieren. Ich hatte weder Geld, noch Job und litt unter starken Schmerzen, weshalb ich auf starke Schmerzmittel angewiesen war. Das machte mich mutig und half mir dabei Elisabeth aus den Fängen ihres gewalttätigen Ex-Freundes zu befreien. Selten verlor ich in meinen Leben die Kontrolle, aber nachdem ich sah wie der besagte Ex-Freund Elisabeth ins Gesicht schlug und sie daran hindern wollte auszuziehen, überrollte ich ihn wie eine Dampfwalze. Ich weiß nicht mehr wie oft er auf mich und ich auf ihn einschlug, das war am Ende aber völlig egal, denn er sackte einfach in sich zusammen. Ich konnte meine völlig traumatisierte Geliebte an die Hand nehmen und zu mir in Sicherheit bringen.

Wir heirateten wenige Monate später. Es ging Berg auf. Wir unterstützen uns gegenseitig und sorgten dafür, dass es wieder Spaß machte morgens die Augen auf zu machen. Endlich gab es einen Menschen der mich bedingungslos liebte und respektierte so wie ich bin. Zusammen haben wir all unsere Traumata und Depressionen überwunden. Das fiel uns sehr leicht, weil wir in der Vergangenheit sehr ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das Elisabeth dann schwanger wurde war der Beweis für unsere perfekte Kompatibilität. Jetzt, 1 1/2 Jahre später, sind wir glücklicher denn je. Salomé, benannt nach Königen Salomé, entfacht in mir neues Feuer. Ein Feuer welches in mir steckt und voller Leidenschaft vor sich hin lodert. Endlich gibt es einen glasklaren Sinn in meinem Leben: Das Glück, den Frieden und die Gesundheit meiner geliebten Familie zu bewahren. Ich bin jetzt 30 Jahre lang durch ein Moor aus Tot und Trauer gewatet und war eigentlich nicht gewillt noch weiter zu gehen, bis sich auf einmal eine grüne, saftige Wiese vor mir auftat. Auf dieser Wiese schreite ich nun voller Stolz Hand in Hand mit meiner Familie und meinem Hund der Sonne entgegen. Die Sonne strahlt in meiner Vorstellung so stark wie die Zukunft eigentlich strahlen sollte. Ich kämpfe für eine schöne und blühende Zukunft. Meine Tochter soll später weiterhin auf grünen Wiesen wandeln und Blumen pflücken. Sie soll frei entscheiden was sie lernen möchte. Ihre Talente sollen sie dazu befähigen sinnvolle Dinge zur Selbstverwirklichung zu tun. Sie soll in einer Zukunft leben, in der man nicht mehr für Essen, Trinken und Schlafplatz arbeiten muss. In einer Welt in der es weder arm noch reich gibt. Alle haben die gleichen Chancen, denn das gesamte Ellenbogen Prinzip spielt keine Rolle mehr. Besitz sollte völlig entwertet werden. Besitz ist Ballast. Ich möchte ihr später voller Stolz sagen können, dass wir als Eltern alles mögliche in unserer Macht stehende getan haben um ihr ein schönes Leben zu sichern. Schon jetzt schenkt sie mir mit jedem Lächeln die Bestätigung, dass es sich zu kämpfen lohnt.

Wir müssen einfach nur an die Menschen denken die wir Lieben, um dann auf der Basis der moralischen Verantwortung dieser Menschen gegenüber zu handeln. Mit Blick auf die Liebe erscheinen viele Dinge viel leichter. Im Namen der Liebe kann man viel besser verzichten, denn man bekommt automatisch Anerkennung von seinen Mitmenschen. Und diese Anerkennung die man bekommt, wenn man jemandem hilft, ist die intensivste und schönste Form von Zufriedenheit. Der soziale Status steigt dadurch um ein vielfaches mehr, als durch eine Rolex oder einen SUV.

Es ist stark zu verzichten. Es ist stark zu lieben. Es ist stark zu schenken. Es ist stark zu helfen. Es ist stark sich zu verändern. Es ist stark Fehler einzusehen und es ist stark sich dann aktiv für Gutes einzusetzen. Eigentlich sind Menschen stark.

In diesem Sinne,
Schalom,
Schlomo Goldbaum

„Seitdem ich Vater bin“ oder auch „Im Namen der Liebe“ – Essay

PFLEGENOTSTAND – Wann ist das Limit erreicht?

 

Pflegenotstand in personalfreier Zone auf Ortsschild
Pflegenotstand in personalfreier Zone auf Ortsschild

Die unhaltbaren Zustände in deutschen Kliniken sind so katastrophal, dass ich jedesmal extrem berührt bin, wenn ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Jeden Tag.

Eine Dokumentation von RTL stellt den Pflegenotstand wirklich gut dar und macht ihn auch für Laien sehr gut greifbar. Mir ist durchaus bewusst, dass es sehr, sehr viele Hilfeschreie dieser Art gibt, jedoch keine dieser Hilfeschreie den Rest der Bevölkerung auch nur ansatzweise aus der Reserve lockt. Deswegen werde auch ich jetzt mal wieder ein paar harte, direkte Worte zu diesem Thema los:

Krankenpfleger arbeiten in Deutschland rund um die Uhr in drei Schichten. Sie arbeiten, wenn du gerade deinen Weihnachtsbraten isst.

Krankenpfleger retten jeden Tag aktiv Menschenleben.

Krankenpfleger kümmern sich um deine psychische und physische Gesundheit.

Krankenpfleger sind in den dunkelsten Momenten deines Lebens an deiner Seite.

Krankenpfleger retten nicht nur dein Leben, sie sind auch dabei, wenn du stirbst.

Krankenpfleger haben eine extrem hohe Verantwortung: Dein Leben.

Krankenpfleger werden für das was sie tun nicht entlohnt, weder Demut, Respekt oder Geld wird ihnen gezollt.

Krankenpfleger müssen funktionieren bei extremer physischer und psychischer Belastung.

Krankenpfleger sehen und erleben Dinge, die du höchstens in Kriegs- oder Horrorfilmen siehst.

Krankenpfleger sind für die Gesellschaft tausendmal wichtiger als 90% aller anderen Berufsgruppen.

Krankenpfleger sind selbstlos, empathisch und anspruchslos.

Krankenpfleger werden ausgenutzt und misshandelt.

Krankenpfleger können auch irgendwann nicht mehr.

Krankenpfleger sind wichtiger als du, sie leisten mehr als du, sie halten mehr aus als du, sie haben mehr Verantwortung als du.

Krankenpfleger müssen immer mehr arbeiten, bekommen immer mehr Verantwortung, dafür aber immer weniger Zeit, Material und Geld.

Das waren nur ein paar plakative, harte Sätze, die nur ansatzweise die Situationen der Pflegekräfte beschreiben. Ich drücke mich bewusst so provozierend aus, um in den Köpfen von euch Kontroversen auszulösen, die euch am Ende vielleicht ein wenig demütig stimmen.

Ich fordere auf, nein besser noch, ich verlange von allen Bürgern dieses Landes absoluten Respekt und Demut vor dem, was Pflegekräfte in Deutschland leisten. Ich verlange, dass das Thema Pflegenotstand viel öfter thematisiert wird. Ich verlange, dass euch bewusst wird, wie unglaublich wenig ihr, im Gegensatz zu diesen Menschen, leistet. Ich verlange, dass ihr euch das immer wieder bewusst macht. Eure Sicherheit im Gesundheitssystem ist nicht selbstverständlich, sie wird getragen von völlig unterbezahlten, ausgezehrten Pflegekräften, die im Herzen viel zu gut sind, um ihre Arbeit niederzulegen.

Wahrscheinlich arbeiten Pflegekräfte auch für noch weniger Geld und Anerkennung. Im Grunde müsste der Pflegeberuf in Bezahlung und Ansehen mit an der Spitze der Gesellschaft stehen.

Schaut euch die Dokumentation an die ich hier stehen lasse und teilt und liked diesen Artikel, um die Aufmerksamkeit den Menschen zukommen zu lassen, die sie verdienen. Und schämt euch, wenn ihr gar keine Gedanken an diese Menschen richtet. Ihr seid dann einfach nur widerliche Schmarotzer – Parasiten die niemand braucht.

Schalom!

Pflegenotstand RTL Doku

Kurzmitteilung