Eine Utopie: Multikultureller, demokratischer Sozialismus und ein Weltstaat – Das Ende der Nationen

Es ist eine inhumane Katastrophe, dass man sich an manchen Orten dieser Welt Dekadenz leistet, während anderswo Menschen verhungern. Diese Art zu wirtschaften und zu leben ist der konservativen, nationalistischen und kapitalistischen Politik der Industriestaaten dieser Welt geschuldet.“

Meiner Auffassung nach, ist ein Jamaikaner genauso deutsch, wie ein Deutscher jamaikanisch ist. Wenn sich Menschen mit ihren Nationen identifizieren, bringt das der Menschheit insgesamt rein gar nichts außer noch mehr unnötige Unterschiede zwischen Menschen. Das wird besonders dann gefährlich, wenn zum Beispiel deutsche Nationalisten denken, sie wären das tollste und stärkste Volk der Welt. Dabei wissen wir alle, dass die Deutschen genau die gleichen Menschen sind, wie die Menschen in Japan oder Südamerika. Was Menschen in Gesellschaften und Gemeinschaften wirklich prägt und verbindet ist die jeweilige Kultur und nicht die Nation. Kulturen funktionieren unabhängig von Ländergrenzen und Nationen. Man kann schon jetzt in den USA und ganz Europa beobachten, wie gut multikulturelles und pluralistisches Zusammenleben aussehen könnte, wenn es nicht so viele Faschisten, Rassisten und sonstige Rechte gäbe, die Multikulturalismus und Internationalismus vehement ablehnen.

Durch viele kleine Nationen entstehen viele vermeidbare menschliche Probleme. Menschen können auf Grund der vielen Grenzen zwischen den Ländern ihren Lebensort nur sehr schwer selbst bestimmen. Außerdem sorgen die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Situationen in den jeweiligen Ländern für unendlich viele Probleme und ineffiziente Reibereien. Diese Uneinigkeiten zwischen Staaten beginnen auf wirtschaftlicher Ebene und enden leider viel zu oft in Kriegen. Das können wir heute auf der ganzen Welt beobachten. Abgesehen davon, gibt es Nationen, in denen jedes Jahr hunderttausende Kinder verhungern. Es ist eine inhumane Katastrophe, dass man sich an manchen Orten dieser Welt Dekadenz leistet, während anderswo Menschen verhungern. Diese Art zu wirtschaften und zu leben ist der konservativen, nationalistischen und kapitalistischen Politik der Industriestaaten dieser Welt geschuldet.

Ich denke, dass sich diese Probleme zukünftig nur noch durch eine radikale weltweite Vereinigung lösen lässt. Die Menschheit entwickelt sich in Europa teilweise schon in die richtige Richtung. Viele Länder in Europa würden die „Idee“ Europa gerne intensivieren, jedoch erschweren reaktionäre, konservative und nationalistische Oppositionsparteien in fast allen europäischen Ländern den Fortschritt in eine moderne multikulturelle, internationalistische Zukunft. Die gesamte rechte Szene ist zur Zeit extrem unruhig und radikalisiert sich zunehmend in Ausdruck, Sprache, Ideologie und Handeln.

Das Ziel für die Zukunft sollte sein, einen riesigen internationalen Welt-Staat zu errichten. Selbstverständlich geht diesem Ziel eine lange Adaptionsphase voraus, die viele Jahrzehnte andauernd könnte. Man könnte zum Beispiel damit beginnen einen internationalen Völkerbund zu schließen, um die einzelnen Wirtschaftssysteme und Kulturen langsam zusammenzuführen. Eine Internationale Währung, ähnlich wie der Euro in Europa, könnte man erst einführen, wenn alle Staaten wirtschaftlich ein ähnliches Niveau erreicht haben. Dann wäre ein weltweiter Kapitalausgleich möglich, der Migrationsströme auf Schlag beenden könnte. Das Kapital was vorher ausschließlich dazu existierte sich zu vermehren, könnte dann endlich da eingesetzt werden, wo es Menschen am nötigsten bräuchten. In einem internationalen Staat wären alle Menschen gleichermaßen füreinander verantwortlich, was bedeutet, dass auch die Verantwortung für die Umwelt gleich verteilt ist.

Abgesehen von all diesen Gedanken und Ideen möchte ich noch mit einem großen Irrtum aufräumen, dem rechtsradikale Rassisten und Antisemiten sehr oft aufsitzen. In rechten, völkischen Kreisen hat man Angst vor ethnischer und kultureller Vermischung. Die glauben an sowas wie besondere Stärken und Eigenschaften bei „nordischen Germanen“. Sie haben Angst davor, dass ihr „Volk“ durch „Vermischung“ aussterben könnte. Besonders rechtsradikale Verschwörungstheoretiker wie Attila Hildmann befeuern ihre Anhänger mit dieser Abstammungs-Rassisten-Propaganda. Wissenschaftlich betrachtet ist das selbstverständlich nicht haltbar. Das Gegenteil ist der Fall. Die Entwicklung des Homo Sapiens im Rahmen der Evolution ist dann am effektivsten, wenn die Genpoole dieser Welt möglichst gut vermischt sind. Das bedeutet, dass völkischer Nationalismus und Separierung von Menschen hinsichtlich der Evolution extrem ineffektiv sind. Genetische Defekte und Krankheiten die sich in bestimmten Regionen dieser Welt hartnäckig von Generation zu Generation halten, könnten theoretisch durch einen größeren Genpool immer weniger werden und irgendwann gänzlich verschwinden.

Desto größer der Genpool in einer Gesellschaft ist, desto weniger Pathogene können sich durchsetzen. Desto größer der Genpool einer Gesellschaft ist, desto effizienter und schneller kann sich die Evolution anpassen. Auch das ist ein positiver Nebeneffekt von Internationalismus und Multikulturalismus.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Eine Utopie: Multikultureller, demokratischer Sozialismus und ein Weltstaat – Das Ende der Nationen

Rechte, konservative Politik spaltet Menschen und zerstört den Planeten – Ein Kommentar

„Das komplette rechte politische Spektrum kämpft also gegen emanzipatorische, gesellschaftliche Veränderungen, die heute eigentlich dringend nötig wären. Im Grunde kann man sagen, dass es zur Zeit nichts dümmeres, bornierteres und ineffizienteres gibt, als konservative, rechte Politik. Niemand braucht sie, außer die, die von ihr profitieren.“

Ich versuche mir oft vorzustellen, was die Menschheit alles schaffen könnte, wenn sie nicht verseucht wäre von Gier, Hass, Egoismus und Missgunst. Wie schön wäre eine multikulturelle, pluralistische Welt ohne Grenzen und Nationalitäten. Eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft, in der sozioökonomische Gleichheit und Gerechtigkeit die Basis jeder gesellschaftlichen Veränderung sind. Eine Gesellschaft ohne über- und unterprivilegierten Menschen. Keine gegenseitige Ausbeutung und keine sinnlosen Anhäufungen von Kapital und Eigentum. Es wäre endlich möglich sinnvolle und effektive politische Entscheidungen zu treffen, ohne auf irgendwelche lobbyistischen Individualinteressen Rücksicht nehmen zu müssen. Die Realität würde ganz einfach von allen akzeptiert und die nötigen Maßnahmen zur Rettung dieses Planeten und die Zukunft unserer Kinder würde selbstverständlich niemand in Frage stellen. Alle würden am selben Strang ziehen und gemeinschaftlich für eine glückliche, freie und friedliche Zukunft einstehen. Nur dann können wir es schaffen das Klima effektiv und nachhaltig zu schützen. Solange Rendite, Kapital und Egoismus die Entwicklung der Gesellschaft bestimmen, wird es keinen wirksamen Klimaschutz geben und die Welt wird im Chaos versinken. Sehr viele rechte politische Kräfte auf der ganzen Welt arbeiten aktiv an der Zerstörung des Planeten.

Quelle, Youtube, Quarks: https://www.youtube.com/watch?v=FoMzyF_B7Bg

Leider ist zur Zeit das absolute Gegenteil meiner naiven, utopischen Vorstellung der Fall. Egal um welche Krise es geht, es gibt leider immer größere Minderheiten voller rechter und konservativer Verhinderer die Sozialdarwinismus predigen und die Realität leugnen. Die Fronten zwischen den Menschen werden immer größer und sie verhärten sich zunehmend. Die Proteste auf den Straßen weltweit werden immer zahlreicher und gewalttätiger. In den USA herrschen schon länger bürgerkriegsähnliche Zustände, ähnlich wie in Belarus und vielen anderen Ländern. Wir müssen uns im 21. Jahrhundert überall mit Rassismus, Faschismus, Homophobie und Antisemitismus rumärgern.

Egal um welche Probleme unserer Zeit es geht – sie werden verstärkt und geschützt durch rechte Politik. Und dazu zähle ich jede rechte Politik ab der Mitte. Vom Konservatismus bis zum Faschismus gibt es nichts, was unserer Gesellschaft heute noch gut tun würde.

Als politische Rechte wird ein Teil des politischen Spektrums bezeichnet. Sie geht von einer Verschiedenheit der Menschen aus und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie. Ungleichheit wird deshalb von der politischen Rechten als unausweichlich, natürlich, normal und wünschenswert betrachtet.

Quelle, Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Rechte_(Politik)

Rechte Politik versucht den Status Quo in Stein zu meißeln. Sie schützt die aktuellen Machtverhältnisse und die Kapitalverteilungen. Nur durch diese sozialdarwinistischen Überzeugungen, die schon in der Grundschule gelehrt werden, existiert diese turbokapitalistische Gesellschaft noch. Die konservativen Regierungen der letzten Dekaden haben die Gesellschaft selbstverständlich auf Sozialdarwinismus und Leistungsdrang abgerichtet, um Egoismus und Karrierismus salonfähig zu machen. Das Volk wählt ihre eigenen Sklaventreiber immer wieder aufs Neue. Profitieren tun nur sehr, sehr wenige von rechter Politik. Diese anachronistische, irrationale Weltanschauung bedarf schon einer sehr starken ideologischen Verhärtung. Ich gehe davon aus, dass die meisten Wähler von konservativen, rechten Parteien alte, weiße, überprivilegierte Menschen sind. Ganz rechts bei der AFD sind vermutlich auch jüngere Leute dabei, die ideologisch höchst vereinnahmt sind. Ideologisch verhärtet sind auch die rechtsradikalen und antisemitischen Verschwörungstheoretiker um Attila Hildmann, Xavier Naidoo, Heiko Schrank, Querdenken und Co..

Rechte Politik ist also für Menschen die sich gerne für etwas besseres halten. Für Menschen, die andere Menschen übersteigen wollen. Für Menschen, die Vorteile und Privilegien genießen wollen, die andere Menschen nicht genießen können. Für Menschen, die daran glauben, dass Menschen nicht gleich sind. Für Menschen, die andere Menschen bewerten wollen. Für Menschen, die ihre Psychopathie salonfähig ausleben möchten. Für Menschen, die Macht ausüben oder behalten möchten. Für Menschen, die Missgünstig sind. Für gierige, hasserfüllte, missgünstige Egoisten, die sich niemals für irgendetwas rechtfertigen wollen müssen.

Auch wenn diese Strömungen mitunter weit voneinander entfernt sind, eint sie allesamt die Ablehnung einer aktiv emanzipatorischen Gesellschaftsveränderung auf politischem Wege, wie sie von den verschiedenen Strömungen des linken Spektrums angestrebt wird.

Quelle, Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Rechte_(Politik)

Das komplette rechte politische Spektrum kämpft also gegen emanzipatorische, gesellschaftliche Veränderungen, die heute eigentlich dringend nötig wären. Im Grunde kann man sagen, dass es zur Zeit nichts dümmeres, bornierteres und ineffizienteres gibt, als konservative, rechte Politik. Niemand braucht sie, außer die, die von ihr profitieren.

Fazit: Ich bin der festen Überzeugung, dass sozioökonomischer und zivilisatorischer gesellschaftlicher Fortschritt ausschließlich von links kommen kann. Das Zeitalter des bornierten, asozialen Spießbürgertums ist vorbei. Das wissen die Rechten, eben deshalb begehren sie zur Zeit so sehr auf. Sie wittern die Veränderung. Sie wittern die Moderne, die Zukunft und den zivilisatorischen Fortschritt in Richtung Gemeinwohlökonomie. Der Weg von der sozialdarwinistischen Ellenbogengesellschaft bis zum gemeinwohlorientierten demokratischen Sozialismus der Zukunft, wird ein sehr langer und mühevoller Weg. Es werden viele bösartige, egoistische Menschen alles dafür tun, dass die Ungleichheit und die Machtverhältnisse so bleiben wie sie sind. Ich bete jeden Tag dafür, dass die Faschisten und Kapitalisten dieser Welt ein Gewissen bekommen.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Rechte, konservative Politik spaltet Menschen und zerstört den Planeten – Ein Kommentar

Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay

„Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch Millionen armer Rentner und arme Familien die aus völliger ideologischer Verblendung heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer und immer wieder aufs Neue ermächtigen.“

Mir ist bewusst, dass die meisten wohlhabenden, überprivilegierten Turbokapitalisten sehr gute Kinnmuskelspanner sind, die schon bei dem Titel dieses Beitrags ihre geistigen Schranken hochfahren, aber das ist mir recht, denn dann bleiben nämlich die, die kognitiv noch nicht völlig verhärtet sind.

Heutzutage wirkt eine Kapitalismuskritik schon fast obligatorisch. Man liest sie häufig und das sowohl im linken als auch im rechten politischen Milieu. Die meisten Kapitalismuskritiken nach Karl Marx waren gut und berechtigt und auch dringend nötig, nur leider ohne echte politische Durchschlagskraft. Heute besteht der Turbokapitalismus in seiner perversen und asozialen Form nur noch auf Grund weniger Millionen asozialer, empathieloser Menschen, die ausschließlich im eigenen Interesse handeln und durch Lobbys die Politik beeinflussen. Diese wenigen Millionen Turbokapitalisten können so unbeschwert und frei handeln, weil es zu viele ungebildete und/oder ideologisch verwirrte treue Bürger gibt, die an das Märchen der „sozialen Marktwirtschaft“ und des „ewigen Wachstums“ glauben und deshalb regelmäßig SPD, CDU/CSU und FDP wählen. Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch sehr viele arme Rentner und Familien, die aus tugendhafter Verblendung und Gewohnheit heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer wieder aufs Neue ermächtigen. Die Jahrzehnte lange gleichschaltende, preußische Bildung in unserem Land zeigt ihre Wirkung schon lange sehr deutlich, wie man an den Wahlergebnissen sehen kann. Wenn kleinen Kindern in der 4. Klasse schon gesagt wird, dass ihr Leben nichts wert sei, wenn sie kein Abitur machen, sollte man sich nicht wundern, wenn diese Menschen zu total ängstlichen, empathielosen Egoisten werden. Unser Bildungssystem ist darauf ausgelegt einen möglichst unkomplizierten, breit einsetzbaren, fleißigen Bürger hervorzubringen, der viel arbeitet und konsumiert ohne dabei Fragen zu stellen. Die Ellenbogen Gesellschaft richtet sich selbst zu Grunde. Wir erleben puren Sozialdarwinismus im Gewandt einer „sozialen Marktwirtschaft“.

Es ging noch nie um Menschen und deren Befinden. Politiker die das behaupten sind entweder Lügner oder stehen noch am Anfang ihrer Karriere und sind voller Ideale. Jeder der nicht arbeitet und Geld vom Staat bezieht, wird von eben diesem als Mensch zweiter Klasse behandelt. Man hat wenig Geld, also bekommt man auch weniger Geld. Ich selbst bin z.B. schwer krank geworden, habe aber früher unzählige Menschenleben in der Notaufnahme gerettet. Das spielt heute keine Rolle mehr. Meine Frau und Ich bekommen für unsere Tochter weniger Elterngeld, als Menschen, die genug Geld haben. Menschen die genug Geld haben, bekommen noch mehr Elterngeld oben drauf. Was soll so eine Regelung ausdrücken? Das die, die nicht arbeiten könnten und deshalb nichts haben, auch nichts verdient haben? Ist das ein „wertendes“ Gesetzt? Uns wird Kinder- und Elterngeld nach dem Zuflussprinzip gegen gerechnet, obwohl gerade ich als kranker Mensch das dringend bräuchte. Macht das Sinn und ist das sozial? Mein Fall repräsentiert wahrscheinlich tausenden anderen Menschen und Familien denen es ähnlich geht. Es gibt so viele Menschen, die extrem viel gearbeitet haben, dann früh chronisch erkrankt sind und jetzt am Existenzminimum leben. Diesen Menschen wird die Chance auf so vieles im Leben genommen. Man ist gefesselt an ein paar hundert Euro, eine zu kleine Wohnung und Aldi. Wenn man sich dann noch Internet und ein Telefon leistet, kann man jeden Tag leben ohne zu sterben, aber eben nichts erleben. Die Regierung gönnt einem Kind momentan 2,96€ für Essen pro Tag. Ich und viele andere Eltern in dieser Situation wünschen sich mehr Sicherheit für ein schönes Leben und eine gute Bildung ihrer Kinder. Das einzige was uns helfen könnte ist Glück. Mehr nicht. Vielleicht wird eines meiner Bücher zum Bestseller, dass wäre dann so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Ohne Geld wird es schwer sich durchzusetzen. Einem bleibt in diesem System nur die Hoffnung.

Andauernd wird damit geprahlt, wir würden in einer „sozialen Marktwirtschaft“ leben. Das ist wirklich der größte Witz überhaupt. Ich habe da früher als Jugendlicher auch noch dran geglaubt, bis ich dann eines Tages selber komplett am Boden war. Es ist gewaltig zu sehen, wie die Gesellschaft einem den Rücken kehrt, wenn man plötzlich Hilfe braucht und nichts mehr leisten kann. Überprivilegiertheit macht viele Menschen zu asozialen Zombies. Blinde, intolerante Zombies ohne Anstand und Courage. Sie sehen nicht, dass einem in Deutschland nicht mal ein Dach über dem Kopf garantiert ist, geschweige denn eine Toilette, warmes Wasser oder etwas zu Essen. Jedes Jahr verhungern und erfrieren Menschen auf Deutschlands Straßen. Wenn man obdachlos ist, bekommt man keine Wohnung, denn Sozialleistungen bekommt man nur, wenn man einen Wohnsitz angeben kann. Sieht der Staat diese asoziale Sinnlosigkeit nicht?

In Deutschland wird ein inoffizieller sozialer Klassismus gepflegt, der sich hauptsächlich über Geld und Macht definiert. Leistung spielt keine Rolle, es zählt nur dein aktueller Kontostand und dein gesellschaftliches Ansehen. Ich habe hier auf dem Übermensch-Blog bereits darüber geschrieben, dass die überwiegende Mehrheit der Millionäre weltweit nie für ihr Vermögen arbeiten mussten. Wir erleben ein kontralaterales Leistungsprinzip. Menschen mit extrem hoher Verantwortung und zusätzlicher harter Arbeit, verdienen sehr wenig. Ein Beispiel dafür sind AltenpflegerInnen. Menschen die aber durch Glück in eine bestimmte Familie geboren werden, bestimmte Kontakte haben oder ein Vermögen erben, arbeiten wenig oder überhaupt nicht und haben nicht ansatzweise die selbe Verantwortung wie KrankenpflegerInnen. Trotzdem leben diese Menschen in finanziellem Überfluss. Das ist ein generelles, weltweites Problem, dem wir zukünftig hart und gerecht begegnen müssen. Bisher habe ich lediglich ein paar Beispiele genannt und den Status Quo skizziert. Es geht aber darum, dem Status Quo mit Ideen zu begegnen und die Zukunft in unserem Sinne zu gestalten. Die Industrielle Revolution 4.0 muss viel Verändern und das ziemlich schnell.

Hier sind meine favorisierten Ideen für die Zukunft, von denen ich denke, dass es sich lohnen würde, Sie weiter zu entwickeln:

1. BGE – Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens

Unabhängig von der sowieso schon prekären sozialpolitischen Lage in Deutschland, wird der technologische Fortschritt die Lage noch mehr verschärfen. Es geht nämlich der Mittelschicht an den Kragen. Die letzten überlebenden Beamten und Bürokratiesklaven dieses Landes werden keine Arbeit mehr haben. Die viel zitierte „Oxfordstudie zur Zukunft der Arbeit in Europa“ zeigt auf, dass fast 45% der Jobs in den nächsten 25 Jahren verloren gehen. Alle Jobs die von künstlichen Intelligenzen übernommen werden können, werden auch übernommen. Jobs die hingegen wieder wirklich wichtig werden, sind die, über die jetzt gelacht wird: Pflegeberufe, Therapeuten, Hebammen, Psychologen, Masseure, Erzieher… also alle Berufe, bei denen Menschen wert darauf legen mit Menschen zu tun zu haben. Sämtliche Fahrer und Piloten werden arbeitslos sein. Alle Menschen in Büros, bei Versicherungen, Jobcentern, Rathäusern usw.. Es werden aber nur ganz wenige, extrem spezialisierte Jobs entstehen. Virutal-Reality-Designer, oder Big-Data-Analysten… das werden wohl kaum die Taxifahrer von heute sein. Deshalb wird eine bedingungslose Grundsicherung für jeden Menschen unausweichlich sein. Jeder Mensch sollte einfach für sein Leben bezahlt werden. Wieso kann nicht einfach der Alltag Arbeit sein, die durch ein Grundeinkommen gewürdigt wird? Mütter arbeiten ihr Leben lang, bekommen aber keine Rente. Das ist ein Skandal! Das BGE ist die einzig vernünftige, soziale und humane Lösung für die Zukunft. Die ersten 1000€ die man auf das BGE dazu verdient sind steuerfrei, so werden auch ganz viele kleine Jobs und Mini Jobs unendlich Interessant. Auch das Ehrenamt wird endlich viel mehr wertgeschätzt. Enorm viel wichtige Arbeit in Deutschland wird ehrenamtlich getätigt.

2. Radikale Bildungsreform – Gemeinwohl und Empathie im Fokus – Individuelle Talententwicklung

In der Zukunft sollte jeder Schüler, nach der Grundschule, frei seine Talente und seine Interessen ausleben und entwickeln können. Im Moment bringt unser Schulsystem nur Müll hervor: Depressionen, Unglück, Hass, Ideologische Verhärtung, Talentzerstörung, Missmut, Klassizismus, Ungerechtigkeit, Gleichschaltung und Fleiß. Unser System ist in sämtlichen Belangen ineffizient. Genies fallen an allen Ecken und Kanten des System’s durchs Raster und landen dabei sicher nicht auf ihren Füßen, sondern in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Jobcenters. Die Berufswelt sollte Menschen in der Zukunft danach beurteilen, wer sie sind und was sie können, und nicht danach, welche Papiere sie ausgedruckt haben. Schwerpunkte der schulischen Erziehung sollten sein: Empathie und Gemeinwohl.

3.  Radikale Gemeinwohlökonomie – Kein sinnloser Reichtum, keine Armut – Die Schere zwischen arm und reich wird geschlossen

Privater Reichtum ist sinnlos und wird verboten. Es werden alle stehenden Kapitalblasen einfach verstaatlicht. Ich habe natürlich kein kompletten, mathematischen Algorithmus entwickelt, aber es bleibt einfach ein Höchstbetrag plus/minus 10% legal, alles darüber hinaus kommt dem Gemeinwohl zu Gute. Dazu kommt, das Jeder Konzern gesetzlich dazu verpflichtet wird, ausschließlich im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Die Rendite und das wirtschaftliche Wachstum stellen keine geltenden Aspekte mehr dar, die Einfluss auf Entscheidungen über das Handeln oder die Entwickelung einzelner Konzerne haben. Alle Entscheidungen werden immer im Sinne des gesellschaftlichen Allgemeinwohls getroffen. Es geht niemals nur für einen Menschen, oder eine Firma. Man kann in diesem System selbstverständlich noch etwas zum BGE dazu verdienen. Die ersten 1000€ sind sogar Steuerfrei.

4. Finanztransatkionssteuer – Hier extra aufgeführt, um die Frage zur Finanzierung des BGE’s zu beantworten

Das Konzept der FTAS wurde schon mehrfach durchgerechnet. Schon eine winzige Steuer in Höhe von 0,05% bei jeder Transaktion würde in der Schweiz ausreichen, um jedem Bürger ein BGE in Höhe von 2500 Franken zu zahlen. Dieses Prinzip der Finanzierung Existenzieller Sicherheit wird zukünftig gleichzeitig eines der stärksten Instrumente zur Regulierung des Finanzmarktes sein. Zwei Fliegen mit einem Schlag!

5. Eine unabhängige Expertenregierung – Radikale Logik- und Wissenschaftsorientierte Gesetzesreformen – Klimaschutz

Dieser Punkt ist am wenigstens ausgereift bei mir im Kopf, aber leider sehr wichtig. Im Grunde geht es darum den Parteienklüngel voller Karrieristen und Opportunisten in den Arsch zu treten und daran zu erinnern, wen sie da eigentlich repräsentieren. Die machen keine wahre Politik für die Gesellschaft, und wenn, dann ist sie sehr langsam und ineffizient. Man sollte gemeinwohlorientiert, logisch und wissenschaftlich entscheiden. Deshalb wäre es wichtig die Regierung von einem unabhängigen, riesigen Expertengremium kontrollieren zu lassen. Desweiteren gibt es eine Menge Gesetze, die schlicht weg dringend geändert werden müssten, weil sie einfach nicht logisch sind. Ein übergeordnetes Expertengremium könnte sehr schnell alle nötigen Änderungen an veralteten, sinnlosen Gesetzten anordnen und gleichzeitig dringend nötige Gesetzte auf den Weg bringen. Jeder von euch kann da unzählige aufzählen, weshalb ich jetzt keine aufzähle. Ich denke da an Dinge wie die Cannabislegalisierung oder die Abschaffung von Hartz-4 oder ein AFD-Verbot. Alles schon längst überfällig. Sowas geht viel zu langsam heutzutage. Deshalb müsste die Regierungsform generell verbessert werden. Ich gebe zu, da fehlt mir in der Gesamtheit noch das nötige Futter für ausgereiften Inhalt.

6. Komplette Verstaatlichung des Gesundheits- und Bildungssystems

Ich selbst habe im deutschen Gesundheitssytem gearbeitet und bin darin schwer erkrankt. Die Krankenhäuser werden alle nach und nach im Sinne der Rendite perfekt ökonomisiert von Giganten wie Fresenius (Helios) oder anderen Turbokapitalisten. Krankheiten und Patienten sind nur Zahlen, die man als Mittel zum Zweck braucht um Gewinne einzufahren. In unserer (a)sozialen Marktwirtschaft ist es leider Gottes wichtig, dass ein Krankenhaus ihren Aktionären viel Rendite beschert. Wie diese Rendite entsteht, ist dabei zweitrangig. Die beiden wichtigsten und edelsten Jobs der Welt, nämlich Ärzte und Pflegekräfte, werden in diesem System zerstört und verheizt wie Sklaven. Sie arbeiten 80 Stunden die Woche und verdienen dabei einen Hungerlohn. Das merken die aber meistens gar nicht, weil viele von denen mehr im Krankenhaus sind als zu Hause. Das ist eine Schande! Gesundheit sollte unabhängig von Geld funktionieren. Und es sollte perfekt funktionieren! Der Staat sollte viel, viel Geld in die Gesundheit und Genesung der Bevölkerung stecken, das Gegenteil ist gerade der Fall. Manche Menschen laufen heute ohne Zähne rum, weil sie sich keine leisten können! Wo zur Hölle sind wir hier? Versteht ihr was ich meine?! Das das funktionieren kann sehen wir in unzähligen anderen Staaten dieser Welt. Ein bisschen Norwegen, ein bisschen Israel, ein bisschen Finnland, Niederlande, Portugal… Das ist natürlich einfach gesagt, aber jedes dieser Länder macht bestimmte Sachen viel besser als Deutschland, und andere viel schlechter. Wir sollten alle viel mehr voneinander lernen, anstatt überall Grenzen und Mauern zu bauen!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay