Facebook sperrt willkürlich linke Aktivisten – Jetzt hat es mich erwischt – Ein Kommentar

Zuerst möchte ich mich für die unglaubliche Solidarität bei den wundervollen Kollegen von Das Siebte Flugblatt und deren unglaublicher Community bedanken. Außerdem haben sehr viele gute Freunde aus der Community in etlichen Gruppen auf das Thema aufmerksam gemacht und ihre Solidarität bekundet. Ich bin unglaublich gerührt und bedanke mich von Herzen dafür, dass ich so vielen in Erinnerung geblieben bin. Das erinnert mich immer wieder aufs Neue daran, wofür wir jeden Tag kämpfen. Ihr seid alle tolle Menschen. Danke!

Quelle: https://www.facebook.com/DasSiebteFlugblatt/
Quelle: https://www.facebook.com/DasSiebteFlugblatt/

Dieser Text berührt mich sehr. Ich stimme auch der Aussage zu, dass Facebook einen rechten Algorithmus fährt. Es gab unabhängig von meinem Fall schon viele andere die ähnliches erlebt haben. Ich selbst habe von viele Leuten aus meiner Community gehört, dass sie inzwischen ihren dritten Account benutzen. Ich wurde oft gefragt, ob ich wieder zurück komme, weil die Seite vom Übermensch.Blog bei Facebook mit knapp 2000 Abonnenten noch existiert, aber gerade nicht benutzt wird. Das Problem ist, dass die Seite über mein Paypal-Konto mit meinem gesperrten Profil verbunden ist. Außerdem ist mein Profil mit Personalausweis verifiziert, was es schwer macht lange mit neuem Profil zu überleben. Ich habe die Administration der Seite vorerst sehr guten FreundInnen übergeben, bis ich eine Lösung gefunden habe. Zumindest habe ich geplant, in naher Zukunft wieder Beiträge auf der Facebook-Seite veröffentlichen.

Es scheint so, als würden gerade international viele Linke Seiten, Gruppen und Aktivisten gesperrt. Die Kollegen von Neues-Deutschland.de haben erst vor kurzen einen sehr interessanten Artikel über dieses Thema geschrieben.

In der letzten Zeit wird viel über das Sperren von rassistischen und antisemitischen Texten bei Facebook, Google und anderen Internetgiganten diskutiert. Weniger bekannt ist hingegen, dass Facebook in den letzten Wochen auch Accounts von linken und libertären Initiativen blockiert hat. So wurden bereits am 20. August die Konten von »Crimethinc« und scheinbar mit diesem nordamerikanischen Kollektiv sympathisierenden Künstler*innen und Autor*innen gesperrt.

Quelle: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1141332.crimethinc-facebook-sperrt-linke-accounts.html

und weiter schreiben sie auch

Mittlerweile ist die globale Solidarität mit den von Facebook gesperrten Initiativen, Publizist*innen und Künstler*innen angelaufen. Einen Offenen Brief, in dem diese Maßnahme als Zensur verurteilt wird, haben unter anderem der Linguist und langjährige politische Aktivist Noam Chomsky, das Twitter-Gründungsmitglied Evan Henshaw-Plath, die Whistleblowerin Chelsea Manning und die Schriftsteller*innen Rachel Kushner und Cory Doctorow unterzeichnet. … So wird mit der Facebook-Sperrung radikale Kritik an Polizeigewalt ebenso erschwert wie die Verbreitung antifaschistischer Texte.

Quelle: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1141332.crimethinc-facebook-sperrt-linke-accounts.html

Es scheint so, als wären Antifaschisten für Facebook ein Dorn im Auge. Ich habe auch viel über Polizeigewalt in den USA und Deutschland geschrieben. Ich habe meinen gesalzenen Finger in jede Wunde gehalten und ich würde es wieder tun.

Hier mein aktueller Login-Screen bei Facebook. Ich musste meinen Personalausweis schon wieder hochladen, obwohl ich bereits verifiziert war. Facebook rafft echt gar nichts. Das war das einzige was ich als „Widerspruch“ machen konnte: Meinen Perso hochladen.

Mein LoginScreen

Ich bin zur Zeit sehr aktiv auf Twitter. Twitter gefällt mir inzwischen sehr viel besser als Facebook, weil Reichweite durch Hashtags generiert wird. Deine Follower sind zwar auch wichtig, aber wenn du einen guten Beitrag mit einem Trend-Hashtag schreibst, bekommt man eine Menge Reichweite auf den Post. Das Problem ist, dass man sehr schlecht innerhalb von Communities kommunizieren kann. Den Rechten werden ja die selben Trends und Hashtags angezeigt, was dazu führt, dass man immer auch jede Menge Idioten unter seinen Beiträgen hat. Ich empfehle euch trotzdem Twitter mal eine längere Zeit auszuprobieren, es lohnt sich.

Auf Twitter erreicht ihr mich hier.

Schalom,
Schlomo Goldbaum (Felix Jungbluth)

Facebook sperrt willkürlich linke Aktivisten – Jetzt hat es mich erwischt – Ein Kommentar

Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar

„Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.“

Gerade jetzt, in Zeiten der Unsicherheit, in der das Vertrauen in das System leidet, sollten wir uns daran erinnern, wer wir sind: Menschen. Wir sind soziale Wesen die sich durch Zusammenhalt, Solidarität, Nächstenliebe, Zivilcourage, Mut und Empathie enorm entwickelt haben, sowohl ins Gute als auch ins Schlechte. Jetzt, wo das aufgeblasene Finanzsystem mal wieder platzt und der Kapitalismus seine logischen Opfer fordert, werden unendlich viele Menschen auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sein. Es werden Menschen Hilfe benötigen, die sich vorher daran bereichert haben, andere Menschen auszubeuten. Im Gesundheitswesen ist das Usus. Es werden Milliarden erwirtschaftet, auf Kosten von selbstlosen PflegerInnen und ÄrztInnen und auf Kosten der Gesundheit kranker, hilfloser Patienten. Das Gesundheitswesen ist bis ins letzte Detail durchökonomosiert, genau das fliegt uns jetzt doppelt und dreifach um die Ohren. Ich selbst habe Jahre lang in der Intensiv- und Notfallmedizin gearbeitet und musste dabei zuschauen, wie das System von gierigen Nichtskönnern zerstört wurde. Ich weiß also wovon ich rede. Für die Corona-Pandemie könnte das noch zum Genickbruch werden. Ob die dafür verantwortlichen Turbokapitalisten am Ende zur Rechenschaft gezogen werden bezweifel ich stark.

Hilfe in Form von Geldmitteln, oder medizinischer Expertise und Behandlungen, ebenso wie Pflege von schwer kranken und alten Menschen, wird jetzt von Tag zu Tag immer wichtiger und wertvoller. Ganz besonders wichtig sind jetzt intensivmedizinische Beatmungsplätze und genügend gut ausgebildete Pflegefachkräfte. Wenn diese, wie in Italien, zu knapp werden, haben wir ein manifestes, existentielles Problem!

Deshalb frage ich mich, was noch passieren muss, damit die „Assis“ dieser Gesellschaft endlich aufwachen, sich menschlich und solidarisch zeigen und für Liebe und Gemeinwohl kämpfen, statt für noch mehr Geld und eine noch größere Penisprotese! Ich meine, es ist doch klar wie Kloßbrühe, dass die materielle, kapitalistische Plastik-Konsum-Welt extrem viele humane Opfer fordert, die das ganze Konstrukt völlig asozial machen. Wieso muss man heute so sehr an Nächstenliebe und Empathie erinnern? In Dänemark und vielen anderen skandinavischen Ländern gibt es Empathie Unterricht an den Schulen. So sollte es überall sein, auch wenn es eigentlich ein Armutszeugnis ist, dass wir dafür schon extra ein Fach benötigen. Menschen sollten aber danach beurteilt werden, wer sie sind, und was sie tun und nicht danach, welche Unterlagen sie ausgedruckt haben. Es sollte endlich wieder das aller Coolste sein empathisch zu handeln, oder sich dem Gemeinwohl zu widmen. Es sollte cool sein wenn man nett und freundlich ist und anderen hilft. Alles sollte daran gemessen werden, wie sehr etwas einem selbst, oder aber dem Gemeinwohl dient oder nützt. Heute werden viel zu viele Dinge eben auf Kosten anderer erledigt, aber keiner denkt mehr darüber nach. Das ist eine erschreckende Entwicklung. Es ist an sich traurig genug, dass ich mich dazu genötigt fühle in fast jedem Beitrag an die Menschlichkeit in uns zu appellieren. Wenn man bewusst durch das kommerzielle Internet surft, sieht man fast ausschließlich Egomanen, Assis, Kapitalisten, Narzissten und Betrüger, die denken, sie hätten es geschafft, weil sie viel, viel Geld besitzen. Genau das glauben Jugendliche millionenfach auf dieser Welt. Wenn ich mir z.B. die deutsche „HipHop“ Szene anschaue, bekomme ich kalte Schauer am ganzen Körper. Mit Kunst hat das nur noch wenig zu tun, das ist eher eine Art Gehirnwäsche-Marketing-Industrie. Die laufen heute rum wie bunte Litfaßsäulen mit Schlaganfall und Sprachstörung und huldigen dem asozialen, kriminellen, homophoben, sexistischen und antisemitischen Lifestyle in ihrer „Hood“. Die verdienen damit Millionen. Das ist aber nur ein Beispiel von Vielen für die Huldigung eines asozialen, egoistischen Lifestyles. Das findet man in vielfacher Ausführung überall. In der gesamten „Bullshitbranche“, also den Branchen, in denen nichts produktives erschaffen oder entwickelt wird, sondern nur ausgenutzt, wird so ein Lifestyle vertreten, verkörpert und gepriesen. Unser Bildungssystem fängt schon in der Grundschule damit an unsere Kinder unter Druck mit Zahlen zwischen 1 und 6 zu bewerten und nach stumpfem Gehorsam und Fleiß zu kategorisieren. So verlaufen dann auch die späteren Bewerbungsverfahren in der Berufswelt oder an Universitäten… alles ein großer, lächerlicher, asozialer Zirkus. Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.

Die Corona-Pandemie sollte uns daran erinnern, dass es dringend Zeit ist über unser eigenes Ego hinweg zu schauen. Wir sollten uns im übertragenen Sinne alle solidarisch Hand in Hand für jeden einsetzten, der heute Hilfe benötigt. Das bedeutet, dass jeder an jeden denken sollte und sich verdammt nochmal an die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus halten sollte! Alles andere ist asozial und animalisch.

Es ist cool ein Mensch zu sein! Sein kein Tier, sei ein Mensch und zeige Courage! Bleib daheim und schütze die, die Schutz brauchen, denn eines Tages, brauchst auch du Schutz oder Hilfe!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

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Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar