Das asoziale Bundessozialministerium: Unfassbare Aussagen in der Bundespresskonferenz – Ein Kommentar

„In Deutschland gibt es keine soziale Marktwirtschaft und auch kein gerechtes Lohn- und Leistungsprinzip. In Deutschland zählt nur dein aktueller Kontostand, nichts anderes.“

Wieder ein mal setzten sich Tilo Jung und Kollegen in die Bundespressekonferenz, um den Politikern die Fragen zu stellen, die sie nur sehr ungern beantworten. Diesmal ging es um die Kindergelderhöhung und die Hartz4-Anpassungen. In diesem Video fragt Tilo Jung explizit nach den Gründen für Armut, Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten und bekommt unfassbare Antworten. Es wird deutlich, wie die Bundesregierung einen inoffiziellen Klassismus in Deutschland pflegt.

(Jung&Naiv, Youtube, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kjmZRqaD7oU)

Ein Mensch der auf solche Fragen antwortet wie Frau Jäger vom Sozialministerium, ist entweder einfach nur völlig ahnungslos, oder absolut bösartig. Es ist unerträglich, wenn völlig überprivilegierte Menschen, die den Blick für die Realität verloren haben, über Menschen entscheiden, die völlig unterprivilegiert und machtlos sind. Im Grunde wird hier wieder mal klar, wie sehr die Bundesregierung den inoffiziellen Klassismus in Deutschland pflegt.

5,5 Millionen Menschen in Deutschland erhalten Leistungen vom Staat, weil sie sonst nicht leben können. In Deutschland sind 18,7 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. In der Welt von Frau Jäger ist das keine Armut, weil die Sozial-Leistungen ja eigentlich gegen die Armut sind. Damit will sie sagen, dass jemand der Sozial-Leistungen bezieht nicht arm sein kann und sich deshalb nicht zu beschweren hat. Stattdessen soll man demütig den Mund halten und sich für die minimale Lebenserhaltung bedanken, während die Reichen immer reicher und Armen immer ärmer werden.

Total diskriminierend ist auch die Kindergelderhöhung, die bei den Menschen, die sie wirklich dringend brauchen, gar nicht ankommt. Bei Menschen die Hartz4 beziehen, wird alles nach dem Zuflussprinzip gegengerechnet. Man bekommt nur einen Bruchteil des eigentlichen Kindergeldsatzes. Das bedeutet in der Realität, dass Familien die genug Geld haben noch mehr Geld bekommen – und Familien die kaum Geld haben fast nichts bekommen. Ich selbst habe eine Frau und eine Tochter und auch wir müssen von der Grundsicherung leben. Ich habe früher in der Notaufnahme und auf der Intensivstation Menschenleben gerettet, bis ich schwer chronisch erkrankt bin. Jetzt behandelt man mich im Jobcenter wie einen Menschen zweiter Klasse, völlig egal was man mal geleistet hat. Da wird dann sofort klar, dass Leistung überhaupt keine Rolle spielt in Deutschland. Das erkennt man auch daran, mit welchen Renten alten Menschen am Ende ihres harten Lebens abgespeist werden. Die arbeiten ihr Leben lang, um am Ende ihre Rente dann noch mal zu versteuern. Im Grunde ist das alles ein riesiger politisch eingefädelter, krimineller, turbokapitalistischer Betrug von Millionen von Menschen. Die Jobcenter ziehen die unglaublich asoziale und diskriminierende Agenda der politischen Entscheider knallhart durch. Arme, kranke und benachteiligte Menschen sind völlig machtlos. Ganz besonders schwer im Jobcenter haben es junge Menschen, die unter Krankheiten leiden, die man nicht direkt sieht und bemerkt. Da ist die Diskriminierung schon fast vorprogrammiert. Es gibt leider unendlich viele gewissenlose und empathielose Menschen in den deutschen Behörden. Nur ganz selten hat man mit sehr couragierten und hilfsbereiten Meschen zu tun.

In Deutschlands Jobcentern läuft nicht immer alles rund und das ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Ein Skandal nach dem anderen wurde in den letzten Jahren öffentlich und nur selten mussten die Verantwortlichen ernsthafte Konsequenzen für ihre Taten befürchten. Die Leidtragenden sind meist Hartz IV Empfänger, welche beim Jobcenter fälschlicherweise als Kunden betitelt werden. Denn, dass der allgemeine Leitsatz „Kunde ist König“ auch beim Jobcenter gilt, ist in Anbetracht der vielen negativen Vorkommnisse kaum vorstellbar. – http://www.hartziv.org, von Marie Bouajila

Hier sind die 10. schlimmsten Jobcenter-Skandale aufgeführt worden. Die unglaublich couragierten Kollegen von HartzIV.org kämpfen schon lange für die Rechte von Harz4-Empfängern und jeglicher Art von Erwerbslosen.

Fazit: Die Antworten der stellvertretenden Sprecherin Frau Jäger haben mich nicht überrascht, aber selbstverständlich unglaublich wütend gemacht. Diese unfassbare überhebliche Arroganz dieser überprivilegierten, psychopathischen Kapitalisten in Machtpositionen, führt hoffentlich jeden einzelnen von ihnen früher oder später in den Abgrund der Realität. In Deutschland gibt es keine soziale Marktwirtschaft und auch kein gerechtes Lohn- und Leistungsprinzip. In Deutschland zählt nur dein aktueller Kontostand, nichts anderes. Wir brauchen dringend einen radikalen sozioökonomischen Wandel in unserem ineffizienten und asozialen System. Hinsichtlich des technologischen Fortschritts und des Klimawandels, brauchen wir sowieso sehr viele Veränderungen. Ob die Politik bzw. die Menschen wollen oder nicht, die Welt dreht sich weiter und wenn wir uns den Gegebenheiten nicht langsam anpassen, wird es sehr unangenehm für uns alle werden. Noch haben wir ein paar Jahre Zeit, bevor es wirklich ernst wird. Ich möchte, dass meine Tochter mit ihren Kindern in der Zukunft eine schöne, friedliche und soziale Welt erleben kann.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Das asoziale Bundessozialministerium: Unfassbare Aussagen in der Bundespresskonferenz – Ein Kommentar

Trump und Schäuble sind sich einig: Es gibt wichtigeres als Menschenleben – Jetzt wird geopfert – Ein Kommentar

„Der Klassizismus war niemals deutlicher zu spüren als heute, denn die Eliten waren auch niemals deutlicher zu spüren als heute – der Kontrast ist extrem stark geworden. Menschen müssen sterben, damit die Eliten leben können und genau das geben die Eliten jetzt auch in aller Öffentlichkeit zu.“

In der westlichen, kapitalistischen Welt ist es unabhängig von der Corona-Krise relativ normal inhuman und asozial zu handeln. Der Profit steht immer an erster Stelle. Das war und ist selbstverständlich vielen Menschen klar. Mir war auch klar, dass große Teile der Eliten dieser Welt absolut psychopathisch, egoistisch und inhuman handeln. Jetzt ist jedoch etwas passiert, was eine neue Ebene im politischen Geschehen erschaffen hat. Trump und seine Entourage haben die Masken jetzt offiziell fallen gelassen und öffentlich zugegeben, dass Menschenleben der Wirtschaft unterzuordnen sind. Alte und kranke Menschen werden zu Gunsten der Konjunktur einfach geopfert. Hierzu ein Ausschnitt aus dem Artikel:

„Das große Sterben in den USA: Es gibt wichtigere Dinge als das Leben.“

Donald Trump aber will schnelle Erfolge in der Corona-Bekämpfung verkünden, denn er und die meisten Republikaner wollen die Wirtschaft so schnell wie möglich wieder öffnen. Manche sogar schneller als möglich. „Wir zerstören das Land, wir zerstören die Märkte“, erklärte der Vize-Gouverneur von Texas in einem Interview mit Fox News. „Es gibt wichtigere Dinge als das Leben“, so Dan Patrick.

Es sieht so aus, als seien viele Republikaner und der Präsident dazu bereit, dem amerikanischen Kapitalismus Menschenopfer zu bringen. Die Alten und Schwachen, sie sollen sterben, damit die Wirtschaft leben kann.

Obwohl die Infektionszahlen noch immer hoch sind, lockern die republikanischen Gouverneure von Florida, Texas und Georgia Corona-Maßnahmen. Und Donald Trump stachelt zu Protesten gegen die Einschränkungen in von der Opposition regierten Bundesstaaten an.

Das ist leider noch nicht der komplette Skandal, denn jetzt sagt sogar der Präsident des deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, dass man Menschenleben anderen Dingen unterordnen sollte. Auch hier zeige ich euch einen Ausschnitt aus einem Artikel vom Handelsblatt mit dem Titel:

„Dem Schutz von Leben in der Coronakrise kann nicht alles untergeordnet werden“

Der Bundestagespräsident positioniert sich in der Debatte um Einschränkungen der Grundrechte. Das Recht auf Leben könne nicht über allem stehen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts der Einschränkungen vieler Grundrechte durch die Corona-Maßnahmen davor gewarnt, dem Schutz von Leben alles unterzuordnen. „Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel“.

Wenn es überhaupt einen absoluten Wert im Grundgesetz gebe, dann sei das die Würde des Menschen. „Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“ Der Staat müsse für alle die bestmögliche gesundheitliche Versorgung gewährleisten. „Aber Menschen werden weiter auch an Corona sterben.“

Ich weiß nicht recht, was ich jetzt denken soll. Ich hoffe, dass jetzt allen Menschen klar ist, dass die konservativen und neoliberalen Parteien wie die CDU nicht daran interessiert sind, dass es den Menschen gut geht, sondern das die Menschen konsumieren. Und der aller wichtigste Punkt ist doch jetzt: Wie sollen wir mit einer Regierung bzw. mit politischen Gegnern umgehen, die unser Leben nicht als höchstes und wichtigstes Gut ansehen? Wie es scheint sind wir in einem neuen Zeitalter angekommen. Ein Zeitalter, in dem die Basis von Allem, nämlich das Leben an sich, nachrangig ist. Wie sollen wir Menschen begegnen, die nicht daran interessiert sind unser Leben zu achten und zu schützen? Welche Konsequenzen werden jetzt aus diesen Entwicklungen gezogen? All das macht mir enorme Sorgen und ich hoffe, dass jeder die Augen aufmacht und hinschaut, welch bösartige Menschen teilweise unsere Regierungen beheimaten.

Der politische Klassismus war niemals deutlicher zu spüren als heute, denn die Eliten waren auch niemals deutlicher zu spüren als heute – der Kontrast ist extrem stark geworden. Menschen müssen sterben, damit die Eliten leben können und genau das geben die Eliten jetzt auch in aller Öffentlichkeit zu. Der Druck und die Gefahr auf wirtschaftliche Verluste oder gesellschaftliche und gesetzliche Veränderungen zu Gunsten des Gemeinwohls, waren noch nie so hoch wie heute. Genau das spüren die Eliten, wie Tiere vor einem Gewitter die panisch versuchen einen Unterschlupf zu finden. Die Corona-Krise bringt viele Menschen zum Zweifeln, denn die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer und deutlicher. Die Menschen spüren die moderne Sklaverei immer mehr am eigenen Leib. Das arbeitende Volk wird zu Gunsten der Konjunktur verheizt, ohne Respekt und Anstand vor der Leistung dieser Menschen. Leider Gottes muss es den meisten Menschen erst richtig schlecht gehen, bevor sie anfangen nachzudenken. Jetzt erkennen die Menschen aber langsam, dass eigentlich sie es sind, die die Eliten am Leben erhalten. Ohne die moderne Sklaverei wäre der heutige Turbokapitalismus völlig obsolet und die nichtsnutzigen Milliardäre auf dieser Welt könnten einpacken. Wir sind mehr! Wir müssen den Klassizismus durchbrechen und die faschistoide, kapitalistische Sklaverei beenden.

Wir appellieren also an den gesunden Menschenverstand: Es muss eine radikale politische und gesellschaftliche Veränderung stattfinden. Neoliberale, konservative und asoziale Parteien, die das Leben eines Menschen nicht als höchstes zu schützendes Gut ansehen, dürfen nicht mehr gewählt werden! Es ist eine Schande, dass laut der letzten Umfragen die Union bei knapp 40% im bundesweiten Trend liegen. Das ist der Beweis dafür, dass kaum jemand der CDU/CSU-Wähler darüber nachdenkt, was sie da eigentlich wählen. Jeder ist jetzt dazu angehalten möglichst couragiert seine Mitmenschen darauf hinzuweisen, dass es maximal inhuman ist neoliberal, konservativ bzw. rechts zu wählen. Ich denke wir erleben gerade eine sehr, sehr angespannte Zeit, die nichts Gutes für die Zukunft verspricht, wenn wir uns nicht schleunigst alle gemeinsam gegen den inhumanen Kapitalismus auf dieser Welt wehren, statt ihn weiter zu füttern. Hört auf eure Herzen, denkt an eure Kinder und betet mit uns zusammen für alle Opfer des Kapitalismus weltweit.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

 

Trump und Schäuble sind sich einig: Es gibt wichtigeres als Menschenleben – Jetzt wird geopfert – Ein Kommentar

Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar

„Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.“

Gerade jetzt, in Zeiten der Unsicherheit, in der das Vertrauen in das System leidet, sollten wir uns daran erinnern, wer wir sind: Menschen. Wir sind soziale Wesen die sich durch Zusammenhalt, Solidarität, Nächstenliebe, Zivilcourage, Mut und Empathie enorm entwickelt haben, sowohl ins Gute als auch ins Schlechte. Jetzt, wo das aufgeblasene Finanzsystem mal wieder platzt und der Kapitalismus seine logischen Opfer fordert, werden unendlich viele Menschen auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen sein. Es werden Menschen Hilfe benötigen, die sich vorher daran bereichert haben, andere Menschen auszubeuten. Im Gesundheitswesen ist das Usus. Es werden Milliarden erwirtschaftet, auf Kosten von selbstlosen PflegerInnen und ÄrztInnen und auf Kosten der Gesundheit kranker, hilfloser Patienten. Das Gesundheitswesen ist bis ins letzte Detail durchökonomosiert, genau das fliegt uns jetzt doppelt und dreifach um die Ohren. Ich selbst habe Jahre lang in der Intensiv- und Notfallmedizin gearbeitet und musste dabei zuschauen, wie das System von gierigen Nichtskönnern zerstört wurde. Ich weiß also wovon ich rede. Für die Corona-Pandemie könnte das noch zum Genickbruch werden. Ob die dafür verantwortlichen Turbokapitalisten am Ende zur Rechenschaft gezogen werden bezweifel ich stark.

Hilfe in Form von Geldmitteln, oder medizinischer Expertise und Behandlungen, ebenso wie Pflege von schwer kranken und alten Menschen, wird jetzt von Tag zu Tag immer wichtiger und wertvoller. Ganz besonders wichtig sind jetzt intensivmedizinische Beatmungsplätze und genügend gut ausgebildete Pflegefachkräfte. Wenn diese, wie in Italien, zu knapp werden, haben wir ein manifestes, existentielles Problem!

Deshalb frage ich mich, was noch passieren muss, damit die „Assis“ dieser Gesellschaft endlich aufwachen, sich menschlich und solidarisch zeigen und für Liebe und Gemeinwohl kämpfen, statt für noch mehr Geld und eine noch größere Penisprotese! Ich meine, es ist doch klar wie Kloßbrühe, dass die materielle, kapitalistische Plastik-Konsum-Welt extrem viele humane Opfer fordert, die das ganze Konstrukt völlig asozial machen. Wieso muss man heute so sehr an Nächstenliebe und Empathie erinnern? In Dänemark und vielen anderen skandinavischen Ländern gibt es Empathie Unterricht an den Schulen. So sollte es überall sein, auch wenn es eigentlich ein Armutszeugnis ist, dass wir dafür schon extra ein Fach benötigen. Menschen sollten aber danach beurteilt werden, wer sie sind, und was sie tun und nicht danach, welche Unterlagen sie ausgedruckt haben. Es sollte endlich wieder das aller Coolste sein empathisch zu handeln, oder sich dem Gemeinwohl zu widmen. Es sollte cool sein wenn man nett und freundlich ist und anderen hilft. Alles sollte daran gemessen werden, wie sehr etwas einem selbst, oder aber dem Gemeinwohl dient oder nützt. Heute werden viel zu viele Dinge eben auf Kosten anderer erledigt, aber keiner denkt mehr darüber nach. Das ist eine erschreckende Entwicklung. Es ist an sich traurig genug, dass ich mich dazu genötigt fühle in fast jedem Beitrag an die Menschlichkeit in uns zu appellieren. Wenn man bewusst durch das kommerzielle Internet surft, sieht man fast ausschließlich Egomanen, Assis, Kapitalisten, Narzissten und Betrüger, die denken, sie hätten es geschafft, weil sie viel, viel Geld besitzen. Genau das glauben Jugendliche millionenfach auf dieser Welt. Wenn ich mir z.B. die deutsche „HipHop“ Szene anschaue, bekomme ich kalte Schauer am ganzen Körper. Mit Kunst hat das nur noch wenig zu tun, das ist eher eine Art Gehirnwäsche-Marketing-Industrie. Die laufen heute rum wie bunte Litfaßsäulen mit Schlaganfall und Sprachstörung und huldigen dem asozialen, kriminellen, homophoben, sexistischen und antisemitischen Lifestyle in ihrer „Hood“. Die verdienen damit Millionen. Das ist aber nur ein Beispiel von Vielen für die Huldigung eines asozialen, egoistischen Lifestyles. Das findet man in vielfacher Ausführung überall. In der gesamten „Bullshitbranche“, also den Branchen, in denen nichts produktives erschaffen oder entwickelt wird, sondern nur ausgenutzt, wird so ein Lifestyle vertreten, verkörpert und gepriesen. Unser Bildungssystem fängt schon in der Grundschule damit an unsere Kinder unter Druck mit Zahlen zwischen 1 und 6 zu bewerten und nach stumpfem Gehorsam und Fleiß zu kategorisieren. So verlaufen dann auch die späteren Bewerbungsverfahren in der Berufswelt oder an Universitäten… alles ein großer, lächerlicher, asozialer Zirkus. Wir sind zum Menschen geworden, um uns am Ende wie Tiere zu verhalten. Wir streiten uns um Geld wie Hunde um Knochen. Das ist lächerlich.

Die Corona-Pandemie sollte uns daran erinnern, dass es dringend Zeit ist über unser eigenes Ego hinweg zu schauen. Wir sollten uns im übertragenen Sinne alle solidarisch Hand in Hand für jeden einsetzten, der heute Hilfe benötigt. Das bedeutet, dass jeder an jeden denken sollte und sich verdammt nochmal an die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus halten sollte! Alles andere ist asozial und animalisch.

Es ist cool ein Mensch zu sein! Sein kein Tier, sei ein Mensch und zeige Courage! Bleib daheim und schütze die, die Schutz brauchen, denn eines Tages, brauchst auch du Schutz oder Hilfe!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

#Coronakrise #EsIstCoolEinMenschZuSein #EmpathieNächstenliebeSolidarität

Was uns zu Menschen macht: Empathie, Nächstenliebe, Solidarität und Zivilcourage – Ein Kommentar

Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay

„Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch Millionen armer Rentner und arme Familien die aus völliger ideologischer Verblendung heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer und immer wieder aufs Neue ermächtigen.“

Mir ist bewusst, dass die meisten wohlhabenden, überprivilegierten Turbokapitalisten sehr gute Kinnmuskelspanner sind, die schon bei dem Titel dieses Beitrags ihre geistigen Schranken hochfahren, aber das ist mir recht, denn dann bleiben nämlich die, die kognitiv noch nicht völlig verhärtet sind.

Heutzutage wirkt eine Kapitalismuskritik schon fast obligatorisch. Man liest sie häufig und das sowohl im linken als auch im rechten politischen Milieu. Die meisten Kapitalismuskritiken nach Karl Marx waren gut und berechtigt und auch dringend nötig, nur leider ohne echte politische Durchschlagskraft. Heute besteht der Turbokapitalismus in seiner perversen und asozialen Form nur noch auf Grund weniger Millionen asozialer, empathieloser Menschen, die ausschließlich im eigenen Interesse handeln und durch Lobbys die Politik beeinflussen. Diese wenigen Millionen Turbokapitalisten können so unbeschwert und frei handeln, weil es zu viele ungebildete und/oder ideologisch verwirrte treue Bürger gibt, die an das Märchen der „sozialen Marktwirtschaft“ und des „ewigen Wachstums“ glauben und deshalb regelmäßig SPD, CDU/CSU und FDP wählen. Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch sehr viele arme Rentner und Familien, die aus tugendhafter Verblendung und Gewohnheit heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer wieder aufs Neue ermächtigen. Die Jahrzehnte lange gleichschaltende, preußische Bildung in unserem Land zeigt ihre Wirkung schon lange sehr deutlich, wie man an den Wahlergebnissen sehen kann. Wenn kleinen Kindern in der 4. Klasse schon gesagt wird, dass ihr Leben nichts wert sei, wenn sie kein Abitur machen, sollte man sich nicht wundern, wenn diese Menschen zu total ängstlichen, empathielosen Egoisten werden. Unser Bildungssystem ist darauf ausgelegt einen möglichst unkomplizierten, breit einsetzbaren, fleißigen Bürger hervorzubringen, der viel arbeitet und konsumiert ohne dabei Fragen zu stellen. Die Ellenbogen Gesellschaft richtet sich selbst zu Grunde. Wir erleben puren Sozialdarwinismus im Gewandt einer „sozialen Marktwirtschaft“.

Es ging noch nie um Menschen und deren Befinden. Politiker die das behaupten sind entweder Lügner oder stehen noch am Anfang ihrer Karriere und sind voller Ideale. Jeder der nicht arbeitet und Geld vom Staat bezieht, wird von eben diesem als Mensch zweiter Klasse behandelt. Man hat wenig Geld, also bekommt man auch weniger Geld. Ich selbst bin z.B. schwer krank geworden, habe aber früher unzählige Menschenleben in der Notaufnahme gerettet. Das spielt heute keine Rolle mehr. Meine Frau und Ich bekommen für unsere Tochter weniger Elterngeld, als Menschen, die genug Geld haben. Menschen die genug Geld haben, bekommen noch mehr Elterngeld oben drauf. Was soll so eine Regelung ausdrücken? Das die, die nicht arbeiten könnten und deshalb nichts haben, auch nichts verdient haben? Ist das ein „wertendes“ Gesetzt? Uns wird Kinder- und Elterngeld nach dem Zuflussprinzip gegen gerechnet, obwohl gerade ich als kranker Mensch das dringend bräuchte. Macht das Sinn und ist das sozial? Mein Fall repräsentiert wahrscheinlich tausenden anderen Menschen und Familien denen es ähnlich geht. Es gibt so viele Menschen, die extrem viel gearbeitet haben, dann früh chronisch erkrankt sind und jetzt am Existenzminimum leben. Diesen Menschen wird die Chance auf so vieles im Leben genommen. Man ist gefesselt an ein paar hundert Euro, eine zu kleine Wohnung und Aldi. Wenn man sich dann noch Internet und ein Telefon leistet, kann man jeden Tag leben ohne zu sterben, aber eben nichts erleben. Die Regierung gönnt einem Kind momentan 2,96€ für Essen pro Tag. Ich und viele andere Eltern in dieser Situation wünschen sich mehr Sicherheit für ein schönes Leben und eine gute Bildung ihrer Kinder. Das einzige was uns helfen könnte ist Glück. Mehr nicht. Vielleicht wird eines meiner Bücher zum Bestseller, dass wäre dann so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Ohne Geld wird es schwer sich durchzusetzen. Einem bleibt in diesem System nur die Hoffnung.

Andauernd wird damit geprahlt, wir würden in einer „sozialen Marktwirtschaft“ leben. Das ist wirklich der größte Witz überhaupt. Ich habe da früher als Jugendlicher auch noch dran geglaubt, bis ich dann eines Tages selber komplett am Boden war. Es ist gewaltig zu sehen, wie die Gesellschaft einem den Rücken kehrt, wenn man plötzlich Hilfe braucht und nichts mehr leisten kann. Überprivilegiertheit macht viele Menschen zu asozialen Zombies. Blinde, intolerante Zombies ohne Anstand und Courage. Sie sehen nicht, dass einem in Deutschland nicht mal ein Dach über dem Kopf garantiert ist, geschweige denn eine Toilette, warmes Wasser oder etwas zu Essen. Jedes Jahr verhungern und erfrieren Menschen auf Deutschlands Straßen. Wenn man obdachlos ist, bekommt man keine Wohnung, denn Sozialleistungen bekommt man nur, wenn man einen Wohnsitz angeben kann. Sieht der Staat diese asoziale Sinnlosigkeit nicht?

In Deutschland wird ein inoffizieller sozialer Klassismus gepflegt, der sich hauptsächlich über Geld und Macht definiert. Leistung spielt keine Rolle, es zählt nur dein aktueller Kontostand und dein gesellschaftliches Ansehen. Ich habe hier auf dem Übermensch-Blog bereits darüber geschrieben, dass die überwiegende Mehrheit der Millionäre weltweit nie für ihr Vermögen arbeiten mussten. Wir erleben ein kontralaterales Leistungsprinzip. Menschen mit extrem hoher Verantwortung und zusätzlicher harter Arbeit, verdienen sehr wenig. Ein Beispiel dafür sind AltenpflegerInnen. Menschen die aber durch Glück in eine bestimmte Familie geboren werden, bestimmte Kontakte haben oder ein Vermögen erben, arbeiten wenig oder überhaupt nicht und haben nicht ansatzweise die selbe Verantwortung wie KrankenpflegerInnen. Trotzdem leben diese Menschen in finanziellem Überfluss. Das ist ein generelles, weltweites Problem, dem wir zukünftig hart und gerecht begegnen müssen. Bisher habe ich lediglich ein paar Beispiele genannt und den Status Quo skizziert. Es geht aber darum, dem Status Quo mit Ideen zu begegnen und die Zukunft in unserem Sinne zu gestalten. Die Industrielle Revolution 4.0 muss viel Verändern und das ziemlich schnell.

Hier sind meine favorisierten Ideen für die Zukunft, von denen ich denke, dass es sich lohnen würde, Sie weiter zu entwickeln:

1. BGE – Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens

Unabhängig von der sowieso schon prekären sozialpolitischen Lage in Deutschland, wird der technologische Fortschritt die Lage noch mehr verschärfen. Es geht nämlich der Mittelschicht an den Kragen. Die letzten überlebenden Beamten und Bürokratiesklaven dieses Landes werden keine Arbeit mehr haben. Die viel zitierte „Oxfordstudie zur Zukunft der Arbeit in Europa“ zeigt auf, dass fast 45% der Jobs in den nächsten 25 Jahren verloren gehen. Alle Jobs die von künstlichen Intelligenzen übernommen werden können, werden auch übernommen. Jobs die hingegen wieder wirklich wichtig werden, sind die, über die jetzt gelacht wird: Pflegeberufe, Therapeuten, Hebammen, Psychologen, Masseure, Erzieher… also alle Berufe, bei denen Menschen wert darauf legen mit Menschen zu tun zu haben. Sämtliche Fahrer und Piloten werden arbeitslos sein. Alle Menschen in Büros, bei Versicherungen, Jobcentern, Rathäusern usw.. Es werden aber nur ganz wenige, extrem spezialisierte Jobs entstehen. Virutal-Reality-Designer, oder Big-Data-Analysten… das werden wohl kaum die Taxifahrer von heute sein. Deshalb wird eine bedingungslose Grundsicherung für jeden Menschen unausweichlich sein. Jeder Mensch sollte einfach für sein Leben bezahlt werden. Wieso kann nicht einfach der Alltag Arbeit sein, die durch ein Grundeinkommen gewürdigt wird? Mütter arbeiten ihr Leben lang, bekommen aber keine Rente. Das ist ein Skandal! Das BGE ist die einzig vernünftige, soziale und humane Lösung für die Zukunft. Die ersten 1000€ die man auf das BGE dazu verdient sind steuerfrei, so werden auch ganz viele kleine Jobs und Mini Jobs unendlich Interessant. Auch das Ehrenamt wird endlich viel mehr wertgeschätzt. Enorm viel wichtige Arbeit in Deutschland wird ehrenamtlich getätigt.

2. Radikale Bildungsreform – Gemeinwohl und Empathie im Fokus – Individuelle Talententwicklung

In der Zukunft sollte jeder Schüler, nach der Grundschule, frei seine Talente und seine Interessen ausleben und entwickeln können. Im Moment bringt unser Schulsystem nur Müll hervor: Depressionen, Unglück, Hass, Ideologische Verhärtung, Talentzerstörung, Missmut, Klassizismus, Ungerechtigkeit, Gleichschaltung und Fleiß. Unser System ist in sämtlichen Belangen ineffizient. Genies fallen an allen Ecken und Kanten des System’s durchs Raster und landen dabei sicher nicht auf ihren Füßen, sondern in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Jobcenters. Die Berufswelt sollte Menschen in der Zukunft danach beurteilen, wer sie sind und was sie können, und nicht danach, welche Papiere sie ausgedruckt haben. Schwerpunkte der schulischen Erziehung sollten sein: Empathie und Gemeinwohl.

3.  Radikale Gemeinwohlökonomie – Kein sinnloser Reichtum, keine Armut – Die Schere zwischen arm und reich wird geschlossen

Privater Reichtum ist sinnlos und wird verboten. Es werden alle stehenden Kapitalblasen einfach verstaatlicht. Ich habe natürlich kein kompletten, mathematischen Algorithmus entwickelt, aber es bleibt einfach ein Höchstbetrag plus/minus 10% legal, alles darüber hinaus kommt dem Gemeinwohl zu Gute. Dazu kommt, das Jeder Konzern gesetzlich dazu verpflichtet wird, ausschließlich im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Die Rendite und das wirtschaftliche Wachstum stellen keine geltenden Aspekte mehr dar, die Einfluss auf Entscheidungen über das Handeln oder die Entwickelung einzelner Konzerne haben. Alle Entscheidungen werden immer im Sinne des gesellschaftlichen Allgemeinwohls getroffen. Es geht niemals nur für einen Menschen, oder eine Firma. Man kann in diesem System selbstverständlich noch etwas zum BGE dazu verdienen. Die ersten 1000€ sind sogar Steuerfrei.

4. Finanztransatkionssteuer – Hier extra aufgeführt, um die Frage zur Finanzierung des BGE’s zu beantworten

Das Konzept der FTAS wurde schon mehrfach durchgerechnet. Schon eine winzige Steuer in Höhe von 0,05% bei jeder Transaktion würde in der Schweiz ausreichen, um jedem Bürger ein BGE in Höhe von 2500 Franken zu zahlen. Dieses Prinzip der Finanzierung Existenzieller Sicherheit wird zukünftig gleichzeitig eines der stärksten Instrumente zur Regulierung des Finanzmarktes sein. Zwei Fliegen mit einem Schlag!

5. Eine unabhängige Expertenregierung – Radikale Logik- und Wissenschaftsorientierte Gesetzesreformen – Klimaschutz

Dieser Punkt ist am wenigstens ausgereift bei mir im Kopf, aber leider sehr wichtig. Im Grunde geht es darum den Parteienklüngel voller Karrieristen und Opportunisten in den Arsch zu treten und daran zu erinnern, wen sie da eigentlich repräsentieren. Die machen keine wahre Politik für die Gesellschaft, und wenn, dann ist sie sehr langsam und ineffizient. Man sollte gemeinwohlorientiert, logisch und wissenschaftlich entscheiden. Deshalb wäre es wichtig die Regierung von einem unabhängigen, riesigen Expertengremium kontrollieren zu lassen. Desweiteren gibt es eine Menge Gesetze, die schlicht weg dringend geändert werden müssten, weil sie einfach nicht logisch sind. Ein übergeordnetes Expertengremium könnte sehr schnell alle nötigen Änderungen an veralteten, sinnlosen Gesetzten anordnen und gleichzeitig dringend nötige Gesetzte auf den Weg bringen. Jeder von euch kann da unzählige aufzählen, weshalb ich jetzt keine aufzähle. Ich denke da an Dinge wie die Cannabislegalisierung oder die Abschaffung von Hartz-4 oder ein AFD-Verbot. Alles schon längst überfällig. Sowas geht viel zu langsam heutzutage. Deshalb müsste die Regierungsform generell verbessert werden. Ich gebe zu, da fehlt mir in der Gesamtheit noch das nötige Futter für ausgereiften Inhalt.

6. Komplette Verstaatlichung des Gesundheits- und Bildungssystems

Ich selbst habe im deutschen Gesundheitssytem gearbeitet und bin darin schwer erkrankt. Die Krankenhäuser werden alle nach und nach im Sinne der Rendite perfekt ökonomisiert von Giganten wie Fresenius (Helios) oder anderen Turbokapitalisten. Krankheiten und Patienten sind nur Zahlen, die man als Mittel zum Zweck braucht um Gewinne einzufahren. In unserer (a)sozialen Marktwirtschaft ist es leider Gottes wichtig, dass ein Krankenhaus ihren Aktionären viel Rendite beschert. Wie diese Rendite entsteht, ist dabei zweitrangig. Die beiden wichtigsten und edelsten Jobs der Welt, nämlich Ärzte und Pflegekräfte, werden in diesem System zerstört und verheizt wie Sklaven. Sie arbeiten 80 Stunden die Woche und verdienen dabei einen Hungerlohn. Das merken die aber meistens gar nicht, weil viele von denen mehr im Krankenhaus sind als zu Hause. Das ist eine Schande! Gesundheit sollte unabhängig von Geld funktionieren. Und es sollte perfekt funktionieren! Der Staat sollte viel, viel Geld in die Gesundheit und Genesung der Bevölkerung stecken, das Gegenteil ist gerade der Fall. Manche Menschen laufen heute ohne Zähne rum, weil sie sich keine leisten können! Wo zur Hölle sind wir hier? Versteht ihr was ich meine?! Das das funktionieren kann sehen wir in unzähligen anderen Staaten dieser Welt. Ein bisschen Norwegen, ein bisschen Israel, ein bisschen Finnland, Niederlande, Portugal… Das ist natürlich einfach gesagt, aber jedes dieser Länder macht bestimmte Sachen viel besser als Deutschland, und andere viel schlechter. Wir sollten alle viel mehr voneinander lernen, anstatt überall Grenzen und Mauern zu bauen!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay