Das asoziale Bundessozialministerium: Unfassbare Aussagen in der Bundespresskonferenz – Ein Kommentar

„In Deutschland gibt es keine soziale Marktwirtschaft und auch kein gerechtes Lohn- und Leistungsprinzip. In Deutschland zählt nur dein aktueller Kontostand, nichts anderes.“

Wieder ein mal setzten sich Tilo Jung und Kollegen in die Bundespressekonferenz, um den Politikern die Fragen zu stellen, die sie nur sehr ungern beantworten. Diesmal ging es um die Kindergelderhöhung und die Hartz4-Anpassungen. In diesem Video fragt Tilo Jung explizit nach den Gründen für Armut, Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten und bekommt unfassbare Antworten. Es wird deutlich, wie die Bundesregierung einen inoffiziellen Klassismus in Deutschland pflegt.

(Jung&Naiv, Youtube, Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kjmZRqaD7oU)

Ein Mensch der auf solche Fragen antwortet wie Frau Jäger vom Sozialministerium, ist entweder einfach nur völlig ahnungslos, oder absolut bösartig. Es ist unerträglich, wenn völlig überprivilegierte Menschen, die den Blick für die Realität verloren haben, über Menschen entscheiden, die völlig unterprivilegiert und machtlos sind. Im Grunde wird hier wieder mal klar, wie sehr die Bundesregierung den inoffiziellen Klassismus in Deutschland pflegt.

5,5 Millionen Menschen in Deutschland erhalten Leistungen vom Staat, weil sie sonst nicht leben können. In Deutschland sind 18,7 Prozent der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. In der Welt von Frau Jäger ist das keine Armut, weil die Sozial-Leistungen ja eigentlich gegen die Armut sind. Damit will sie sagen, dass jemand der Sozial-Leistungen bezieht nicht arm sein kann und sich deshalb nicht zu beschweren hat. Stattdessen soll man demütig den Mund halten und sich für die minimale Lebenserhaltung bedanken, während die Reichen immer reicher und Armen immer ärmer werden.

Total diskriminierend ist auch die Kindergelderhöhung, die bei den Menschen, die sie wirklich dringend brauchen, gar nicht ankommt. Bei Menschen die Hartz4 beziehen, wird alles nach dem Zuflussprinzip gegengerechnet. Man bekommt nur einen Bruchteil des eigentlichen Kindergeldsatzes. Das bedeutet in der Realität, dass Familien die genug Geld haben noch mehr Geld bekommen – und Familien die kaum Geld haben fast nichts bekommen. Ich selbst habe eine Frau und eine Tochter und auch wir müssen von der Grundsicherung leben. Ich habe früher in der Notaufnahme und auf der Intensivstation Menschenleben gerettet, bis ich schwer chronisch erkrankt bin. Jetzt behandelt man mich im Jobcenter wie einen Menschen zweiter Klasse, völlig egal was man mal geleistet hat. Da wird dann sofort klar, dass Leistung überhaupt keine Rolle spielt in Deutschland. Das erkennt man auch daran, mit welchen Renten alten Menschen am Ende ihres harten Lebens abgespeist werden. Die arbeiten ihr Leben lang, um am Ende ihre Rente dann noch mal zu versteuern. Im Grunde ist das alles ein riesiger politisch eingefädelter, krimineller, turbokapitalistischer Betrug von Millionen von Menschen. Die Jobcenter ziehen die unglaublich asoziale und diskriminierende Agenda der politischen Entscheider knallhart durch. Arme, kranke und benachteiligte Menschen sind völlig machtlos. Ganz besonders schwer im Jobcenter haben es junge Menschen, die unter Krankheiten leiden, die man nicht direkt sieht und bemerkt. Da ist die Diskriminierung schon fast vorprogrammiert. Es gibt leider unendlich viele gewissenlose und empathielose Menschen in den deutschen Behörden. Nur ganz selten hat man mit sehr couragierten und hilfsbereiten Meschen zu tun.

In Deutschlands Jobcentern läuft nicht immer alles rund und das ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr. Ein Skandal nach dem anderen wurde in den letzten Jahren öffentlich und nur selten mussten die Verantwortlichen ernsthafte Konsequenzen für ihre Taten befürchten. Die Leidtragenden sind meist Hartz IV Empfänger, welche beim Jobcenter fälschlicherweise als Kunden betitelt werden. Denn, dass der allgemeine Leitsatz „Kunde ist König“ auch beim Jobcenter gilt, ist in Anbetracht der vielen negativen Vorkommnisse kaum vorstellbar. – http://www.hartziv.org, von Marie Bouajila

Hier sind die 10. schlimmsten Jobcenter-Skandale aufgeführt worden. Die unglaublich couragierten Kollegen von HartzIV.org kämpfen schon lange für die Rechte von Harz4-Empfängern und jeglicher Art von Erwerbslosen.

Fazit: Die Antworten der stellvertretenden Sprecherin Frau Jäger haben mich nicht überrascht, aber selbstverständlich unglaublich wütend gemacht. Diese unfassbare überhebliche Arroganz dieser überprivilegierten, psychopathischen Kapitalisten in Machtpositionen, führt hoffentlich jeden einzelnen von ihnen früher oder später in den Abgrund der Realität. In Deutschland gibt es keine soziale Marktwirtschaft und auch kein gerechtes Lohn- und Leistungsprinzip. In Deutschland zählt nur dein aktueller Kontostand, nichts anderes. Wir brauchen dringend einen radikalen sozioökonomischen Wandel in unserem ineffizienten und asozialen System. Hinsichtlich des technologischen Fortschritts und des Klimawandels, brauchen wir sowieso sehr viele Veränderungen. Ob die Politik bzw. die Menschen wollen oder nicht, die Welt dreht sich weiter und wenn wir uns den Gegebenheiten nicht langsam anpassen, wird es sehr unangenehm für uns alle werden. Noch haben wir ein paar Jahre Zeit, bevor es wirklich ernst wird. Ich möchte, dass meine Tochter mit ihren Kindern in der Zukunft eine schöne, friedliche und soziale Welt erleben kann.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Das asoziale Bundessozialministerium: Unfassbare Aussagen in der Bundespresskonferenz – Ein Kommentar

„Seitdem ich Vater bin“ oder auch „Im Namen der Liebe“ – Essay

Eine Erzählung aus dem Leben eines jungen Vaters, der für sich völlig neue Verantwortungen entdeckt.

Seit ein paar Wochen bin ich Vater einer wunderschönen, kerngesunden Tochter namens Salomé. Ihre Mutter Elisabeth lernte ich vor 1 1/2 Jahren auf dem Tiefpunkt meines Lebens kennen. Ich traf sie auf einer Party die ebenso heruntergekommen war wie ich. Das Publikum dieser Party passte hinsichtlich meiner und ihrer Erscheinung überhaupt nicht ins Bild. Umso deutlicher wurde der Kontrast um uns herum. Das Schicksal führte uns zwei an einem völlig unwesentlichen Ort zusammen damit das wesentliche für uns deutlicher wurde. Wir konnten einander also gar nicht verpassen. Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ich hatte mir eigentlich geschworen mein Herz nach meiner letzten gescheiterten Beziehung niemals mehr zu verschenken, das gestaltete sich bei dem Anblick von Elisabeth jedoch völlig anders. Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt meines Lebens nichts mehr zu verlieren. Ich hatte weder Geld, noch Job und litt unter starken Schmerzen, weshalb ich auf starke Schmerzmittel angewiesen war. Das machte mich mutig und half mir dabei Elisabeth aus den Fängen ihres gewalttätigen Ex-Freundes zu befreien. Selten verlor ich in meinen Leben die Kontrolle, aber nachdem ich sah wie der besagte Ex-Freund Elisabeth ins Gesicht schlug und sie daran hindern wollte auszuziehen, überrollte ich ihn wie eine Dampfwalze. Ich weiß nicht mehr wie oft er auf mich und ich auf ihn einschlug, das war am Ende aber völlig egal, denn er sackte einfach in sich zusammen. Ich konnte meine völlig traumatisierte Geliebte an die Hand nehmen und zu mir in Sicherheit bringen.

Wir heirateten wenige Monate später. Es ging Berg auf. Wir unterstützen uns gegenseitig und sorgten dafür, dass es wieder Spaß machte morgens die Augen auf zu machen. Endlich gab es einen Menschen der mich bedingungslos liebte und respektierte so wie ich bin. Zusammen haben wir all unsere Traumata und Depressionen überwunden. Das fiel uns sehr leicht, weil wir in der Vergangenheit sehr ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das Elisabeth dann schwanger wurde war der Beweis für unsere perfekte Kompatibilität. Jetzt, 1 1/2 Jahre später, sind wir glücklicher denn je. Salomé, benannt nach Königen Salomé, entfacht in mir neues Feuer. Ein Feuer welches in mir steckt und voller Leidenschaft vor sich hin lodert. Endlich gibt es einen glasklaren Sinn in meinem Leben: Das Glück, den Frieden und die Gesundheit meiner geliebten Familie zu bewahren. Ich bin jetzt 30 Jahre lang durch ein Moor aus Tot und Trauer gewatet und war eigentlich nicht gewillt noch weiter zu gehen, bis sich auf einmal eine grüne, saftige Wiese vor mir auftat. Auf dieser Wiese schreite ich nun voller Stolz Hand in Hand mit meiner Familie und meinem Hund der Sonne entgegen. Die Sonne strahlt in meiner Vorstellung so stark wie die Zukunft eigentlich strahlen sollte. Ich kämpfe für eine schöne und blühende Zukunft. Meine Tochter soll später weiterhin auf grünen Wiesen wandeln und Blumen pflücken. Sie soll frei entscheiden was sie lernen möchte. Ihre Talente sollen sie dazu befähigen sinnvolle Dinge zur Selbstverwirklichung zu tun. Sie soll in einer Zukunft leben, in der man nicht mehr für Essen, Trinken und Schlafplatz arbeiten muss. In einer Welt in der es weder arm noch reich gibt. Alle haben die gleichen Chancen, denn das gesamte Ellenbogen Prinzip spielt keine Rolle mehr. Besitz sollte völlig entwertet werden. Besitz ist Ballast. Ich möchte ihr später voller Stolz sagen können, dass wir als Eltern alles mögliche in unserer Macht stehende getan haben um ihr ein schönes Leben zu sichern. Schon jetzt schenkt sie mir mit jedem Lächeln die Bestätigung, dass es sich zu kämpfen lohnt.

Wir müssen einfach nur an die Menschen denken die wir Lieben, um dann auf der Basis der moralischen Verantwortung dieser Menschen gegenüber zu handeln. Mit Blick auf die Liebe erscheinen viele Dinge viel leichter. Im Namen der Liebe kann man viel besser verzichten, denn man bekommt automatisch Anerkennung von seinen Mitmenschen. Und diese Anerkennung die man bekommt, wenn man jemandem hilft, ist die intensivste und schönste Form von Zufriedenheit. Der soziale Status steigt dadurch um ein vielfaches mehr, als durch eine Rolex oder einen SUV.

Es ist stark zu verzichten. Es ist stark zu lieben. Es ist stark zu schenken. Es ist stark zu helfen. Es ist stark sich zu verändern. Es ist stark Fehler einzusehen und es ist stark sich dann aktiv für Gutes einzusetzen. Eigentlich sind Menschen stark.

In diesem Sinne,
Schalom,
Schlomo Goldbaum

„Seitdem ich Vater bin“ oder auch „Im Namen der Liebe“ – Essay