Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay

„Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch Millionen armer Rentner und arme Familien die aus völliger ideologischer Verblendung heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer und immer wieder aufs Neue ermächtigen.“

Mir ist bewusst, dass die meisten wohlhabenden, überprivilegierten Turbokapitalisten sehr gute Kinnmuskelspanner sind, die schon bei dem Titel dieses Beitrags ihre geistigen Schranken hochfahren, aber das ist mir recht, denn dann bleiben nämlich die, die kognitiv noch nicht völlig verhärtet sind.

Heutzutage wirkt eine Kapitalismuskritik schon fast obligatorisch. Man liest sie häufig und das sowohl im linken als auch im rechten politischen Milieu. Die meisten Kapitalismuskritiken nach Karl Marx waren gut und berechtigt und auch dringend nötig, nur leider ohne echte politische Durchschlagskraft. Heute besteht der Turbokapitalismus in seiner perversen und asozialen Form nur noch auf Grund weniger Millionen asozialer, empathieloser Menschen, die ausschließlich im eigenen Interesse handeln und durch Lobbys die Politik beeinflussen. Diese wenigen Millionen Turbokapitalisten können so unbeschwert und frei handeln, weil es zu viele ungebildete und/oder ideologisch verwirrte treue Bürger gibt, die an das Märchen der „sozialen Marktwirtschaft“ und des „ewigen Wachstums“ glauben und deshalb regelmäßig SPD, CDU/CSU und FDP wählen. Das schlimme daran ist, dass nicht nur die letzten paar wohlhabenden Mittelschichtler konservativ wählen, sondern auch sehr viele arme Rentner und Familien, die aus tugendhafter Verblendung und Gewohnheit heraus ihre eigenen Sklaventreiber immer wieder aufs Neue ermächtigen. Die Jahrzehnte lange gleichschaltende, preußische Bildung in unserem Land zeigt ihre Wirkung schon lange sehr deutlich, wie man an den Wahlergebnissen sehen kann. Wenn kleinen Kindern in der 4. Klasse schon gesagt wird, dass ihr Leben nichts wert sei, wenn sie kein Abitur machen, sollte man sich nicht wundern, wenn diese Menschen zu total ängstlichen, empathielosen Egoisten werden. Unser Bildungssystem ist darauf ausgelegt einen möglichst unkomplizierten, breit einsetzbaren, fleißigen Bürger hervorzubringen, der viel arbeitet und konsumiert ohne dabei Fragen zu stellen. Die Ellenbogen Gesellschaft richtet sich selbst zu Grunde. Wir erleben puren Sozialdarwinismus im Gewandt einer „sozialen Marktwirtschaft“.

Es ging noch nie um Menschen und deren Befinden. Politiker die das behaupten sind entweder Lügner oder stehen noch am Anfang ihrer Karriere und sind voller Ideale. Jeder der nicht arbeitet und Geld vom Staat bezieht, wird von eben diesem als Mensch zweiter Klasse behandelt. Man hat wenig Geld, also bekommt man auch weniger Geld. Ich selbst bin z.B. schwer krank geworden, habe aber früher unzählige Menschenleben in der Notaufnahme gerettet. Das spielt heute keine Rolle mehr. Meine Frau und Ich bekommen für unsere Tochter weniger Elterngeld, als Menschen, die genug Geld haben. Menschen die genug Geld haben, bekommen noch mehr Elterngeld oben drauf. Was soll so eine Regelung ausdrücken? Das die, die nicht arbeiten könnten und deshalb nichts haben, auch nichts verdient haben? Ist das ein „wertendes“ Gesetzt? Uns wird Kinder- und Elterngeld nach dem Zuflussprinzip gegen gerechnet, obwohl gerade ich als kranker Mensch das dringend bräuchte. Macht das Sinn und ist das sozial? Mein Fall repräsentiert wahrscheinlich tausenden anderen Menschen und Familien denen es ähnlich geht. Es gibt so viele Menschen, die extrem viel gearbeitet haben, dann früh chronisch erkrankt sind und jetzt am Existenzminimum leben. Diesen Menschen wird die Chance auf so vieles im Leben genommen. Man ist gefesselt an ein paar hundert Euro, eine zu kleine Wohnung und Aldi. Wenn man sich dann noch Internet und ein Telefon leistet, kann man jeden Tag leben ohne zu sterben, aber eben nichts erleben. Die Regierung gönnt einem Kind momentan 2,96€ für Essen pro Tag. Ich und viele andere Eltern in dieser Situation wünschen sich mehr Sicherheit für ein schönes Leben und eine gute Bildung ihrer Kinder. Das einzige was uns helfen könnte ist Glück. Mehr nicht. Vielleicht wird eines meiner Bücher zum Bestseller, dass wäre dann so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Ohne Geld wird es schwer sich durchzusetzen. Einem bleibt in diesem System nur die Hoffnung.

Andauernd wird damit geprahlt, wir würden in einer „sozialen Marktwirtschaft“ leben. Das ist wirklich der größte Witz überhaupt. Ich habe da früher als Jugendlicher auch noch dran geglaubt, bis ich dann eines Tages selber komplett am Boden war. Es ist gewaltig zu sehen, wie die Gesellschaft einem den Rücken kehrt, wenn man plötzlich Hilfe braucht und nichts mehr leisten kann. Überprivilegiertheit macht viele Menschen zu asozialen Zombies. Blinde, intolerante Zombies ohne Anstand und Courage. Sie sehen nicht, dass einem in Deutschland nicht mal ein Dach über dem Kopf garantiert ist, geschweige denn eine Toilette, warmes Wasser oder etwas zu Essen. Jedes Jahr verhungern und erfrieren Menschen auf Deutschlands Straßen. Wenn man obdachlos ist, bekommt man keine Wohnung, denn Sozialleistungen bekommt man nur, wenn man einen Wohnsitz angeben kann. Sieht der Staat diese asoziale Sinnlosigkeit nicht?

In Deutschland wird ein inoffizieller sozialer Klassismus gepflegt, der sich hauptsächlich über Geld und Macht definiert. Leistung spielt keine Rolle, es zählt nur dein aktueller Kontostand und dein gesellschaftliches Ansehen. Ich habe hier auf dem Übermensch-Blog bereits darüber geschrieben, dass die überwiegende Mehrheit der Millionäre weltweit nie für ihr Vermögen arbeiten mussten. Wir erleben ein kontralaterales Leistungsprinzip. Menschen mit extrem hoher Verantwortung und zusätzlicher harter Arbeit, verdienen sehr wenig. Ein Beispiel dafür sind AltenpflegerInnen. Menschen die aber durch Glück in eine bestimmte Familie geboren werden, bestimmte Kontakte haben oder ein Vermögen erben, arbeiten wenig oder überhaupt nicht und haben nicht ansatzweise die selbe Verantwortung wie KrankenpflegerInnen. Trotzdem leben diese Menschen in finanziellem Überfluss. Das ist ein generelles, weltweites Problem, dem wir zukünftig hart und gerecht begegnen müssen. Bisher habe ich lediglich ein paar Beispiele genannt und den Status Quo skizziert. Es geht aber darum, dem Status Quo mit Ideen zu begegnen und die Zukunft in unserem Sinne zu gestalten. Die Industrielle Revolution 4.0 muss viel Verändern und das ziemlich schnell.

Hier sind meine favorisierten Ideen für die Zukunft, von denen ich denke, dass es sich lohnen würde, Sie weiter zu entwickeln:

1. BGE – Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens

Unabhängig von der sowieso schon prekären sozialpolitischen Lage in Deutschland, wird der technologische Fortschritt die Lage noch mehr verschärfen. Es geht nämlich der Mittelschicht an den Kragen. Die letzten überlebenden Beamten und Bürokratiesklaven dieses Landes werden keine Arbeit mehr haben. Die viel zitierte „Oxfordstudie zur Zukunft der Arbeit in Europa“ zeigt auf, dass fast 45% der Jobs in den nächsten 25 Jahren verloren gehen. Alle Jobs die von künstlichen Intelligenzen übernommen werden können, werden auch übernommen. Jobs die hingegen wieder wirklich wichtig werden, sind die, über die jetzt gelacht wird: Pflegeberufe, Therapeuten, Hebammen, Psychologen, Masseure, Erzieher… also alle Berufe, bei denen Menschen wert darauf legen mit Menschen zu tun zu haben. Sämtliche Fahrer und Piloten werden arbeitslos sein. Alle Menschen in Büros, bei Versicherungen, Jobcentern, Rathäusern usw.. Es werden aber nur ganz wenige, extrem spezialisierte Jobs entstehen. Virutal-Reality-Designer, oder Big-Data-Analysten… das werden wohl kaum die Taxifahrer von heute sein. Deshalb wird eine bedingungslose Grundsicherung für jeden Menschen unausweichlich sein. Jeder Mensch sollte einfach für sein Leben bezahlt werden. Wieso kann nicht einfach der Alltag Arbeit sein, die durch ein Grundeinkommen gewürdigt wird? Mütter arbeiten ihr Leben lang, bekommen aber keine Rente. Das ist ein Skandal! Das BGE ist die einzig vernünftige, soziale und humane Lösung für die Zukunft. Die ersten 1000€ die man auf das BGE dazu verdient sind steuerfrei, so werden auch ganz viele kleine Jobs und Mini Jobs unendlich Interessant. Auch das Ehrenamt wird endlich viel mehr wertgeschätzt. Enorm viel wichtige Arbeit in Deutschland wird ehrenamtlich getätigt.

2. Radikale Bildungsreform – Gemeinwohl und Empathie im Fokus – Individuelle Talententwicklung

In der Zukunft sollte jeder Schüler, nach der Grundschule, frei seine Talente und seine Interessen ausleben und entwickeln können. Im Moment bringt unser Schulsystem nur Müll hervor: Depressionen, Unglück, Hass, Ideologische Verhärtung, Talentzerstörung, Missmut, Klassizismus, Ungerechtigkeit, Gleichschaltung und Fleiß. Unser System ist in sämtlichen Belangen ineffizient. Genies fallen an allen Ecken und Kanten des System’s durchs Raster und landen dabei sicher nicht auf ihren Füßen, sondern in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Jobcenters. Die Berufswelt sollte Menschen in der Zukunft danach beurteilen, wer sie sind und was sie können, und nicht danach, welche Papiere sie ausgedruckt haben. Schwerpunkte der schulischen Erziehung sollten sein: Empathie und Gemeinwohl.

3.  Radikale Gemeinwohlökonomie – Kein sinnloser Reichtum, keine Armut – Die Schere zwischen arm und reich wird geschlossen

Privater Reichtum ist sinnlos und wird verboten. Es werden alle stehenden Kapitalblasen einfach verstaatlicht. Ich habe natürlich kein kompletten, mathematischen Algorithmus entwickelt, aber es bleibt einfach ein Höchstbetrag plus/minus 10% legal, alles darüber hinaus kommt dem Gemeinwohl zu Gute. Dazu kommt, das Jeder Konzern gesetzlich dazu verpflichtet wird, ausschließlich im Sinne des Gemeinwohls zu handeln. Die Rendite und das wirtschaftliche Wachstum stellen keine geltenden Aspekte mehr dar, die Einfluss auf Entscheidungen über das Handeln oder die Entwickelung einzelner Konzerne haben. Alle Entscheidungen werden immer im Sinne des gesellschaftlichen Allgemeinwohls getroffen. Es geht niemals nur für einen Menschen, oder eine Firma. Man kann in diesem System selbstverständlich noch etwas zum BGE dazu verdienen. Die ersten 1000€ sind sogar Steuerfrei.

4. Finanztransatkionssteuer – Hier extra aufgeführt, um die Frage zur Finanzierung des BGE’s zu beantworten

Das Konzept der FTAS wurde schon mehrfach durchgerechnet. Schon eine winzige Steuer in Höhe von 0,05% bei jeder Transaktion würde in der Schweiz ausreichen, um jedem Bürger ein BGE in Höhe von 2500 Franken zu zahlen. Dieses Prinzip der Finanzierung Existenzieller Sicherheit wird zukünftig gleichzeitig eines der stärksten Instrumente zur Regulierung des Finanzmarktes sein. Zwei Fliegen mit einem Schlag!

5. Eine unabhängige Expertenregierung – Radikale Logik- und Wissenschaftsorientierte Gesetzesreformen – Klimaschutz

Dieser Punkt ist am wenigstens ausgereift bei mir im Kopf, aber leider sehr wichtig. Im Grunde geht es darum den Parteienklüngel voller Karrieristen und Opportunisten in den Arsch zu treten und daran zu erinnern, wen sie da eigentlich repräsentieren. Die machen keine wahre Politik für die Gesellschaft, und wenn, dann ist sie sehr langsam und ineffizient. Man sollte gemeinwohlorientiert, logisch und wissenschaftlich entscheiden. Deshalb wäre es wichtig die Regierung von einem unabhängigen, riesigen Expertengremium kontrollieren zu lassen. Desweiteren gibt es eine Menge Gesetze, die schlicht weg dringend geändert werden müssten, weil sie einfach nicht logisch sind. Ein übergeordnetes Expertengremium könnte sehr schnell alle nötigen Änderungen an veralteten, sinnlosen Gesetzten anordnen und gleichzeitig dringend nötige Gesetzte auf den Weg bringen. Jeder von euch kann da unzählige aufzählen, weshalb ich jetzt keine aufzähle. Ich denke da an Dinge wie die Cannabislegalisierung oder die Abschaffung von Hartz-4 oder ein AFD-Verbot. Alles schon längst überfällig. Sowas geht viel zu langsam heutzutage. Deshalb müsste die Regierungsform generell verbessert werden. Ich gebe zu, da fehlt mir in der Gesamtheit noch das nötige Futter für ausgereiften Inhalt.

6. Komplette Verstaatlichung des Gesundheits- und Bildungssystems

Ich selbst habe im deutschen Gesundheitssytem gearbeitet und bin darin schwer erkrankt. Die Krankenhäuser werden alle nach und nach im Sinne der Rendite perfekt ökonomisiert von Giganten wie Fresenius (Helios) oder anderen Turbokapitalisten. Krankheiten und Patienten sind nur Zahlen, die man als Mittel zum Zweck braucht um Gewinne einzufahren. In unserer (a)sozialen Marktwirtschaft ist es leider Gottes wichtig, dass ein Krankenhaus ihren Aktionären viel Rendite beschert. Wie diese Rendite entsteht, ist dabei zweitrangig. Die beiden wichtigsten und edelsten Jobs der Welt, nämlich Ärzte und Pflegekräfte, werden in diesem System zerstört und verheizt wie Sklaven. Sie arbeiten 80 Stunden die Woche und verdienen dabei einen Hungerlohn. Das merken die aber meistens gar nicht, weil viele von denen mehr im Krankenhaus sind als zu Hause. Das ist eine Schande! Gesundheit sollte unabhängig von Geld funktionieren. Und es sollte perfekt funktionieren! Der Staat sollte viel, viel Geld in die Gesundheit und Genesung der Bevölkerung stecken, das Gegenteil ist gerade der Fall. Manche Menschen laufen heute ohne Zähne rum, weil sie sich keine leisten können! Wo zur Hölle sind wir hier? Versteht ihr was ich meine?! Das das funktionieren kann sehen wir in unzähligen anderen Staaten dieser Welt. Ein bisschen Norwegen, ein bisschen Israel, ein bisschen Finnland, Niederlande, Portugal… Das ist natürlich einfach gesagt, aber jedes dieser Länder macht bestimmte Sachen viel besser als Deutschland, und andere viel schlechter. Wir sollten alle viel mehr voneinander lernen, anstatt überall Grenzen und Mauern zu bauen!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Kapitalismus: Eine inhumane Ideologie – Ideen für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft – Ein Essay

Die AFD ist eine Schande für Deutschland: Gauland tritt die Demokratie mit Füßen – Ein Kommentar

„Die AFD ist eine Schande für Deutschland und es ist auch eine Schande für Deutschland, dass man diese gefährliche, faschistische Partei noch nicht verboten hat.“

Die AFD tut im Moment alles dafür Deutschland in jeglicher Hinsicht zu schaden. Thüringen ist das beste Beispiel: Sie spielen sich auf als die Retter der Demokratie, machen aber die MP-Wahl in Thüringen zu einer sinnlosen Zirkus-Show. Erst tut die AFD alles dafür Ramelow zu verhindern, jetzt ruft Gauland die AFD dazu auf Ramelow zu wählen, um ihn zu verhindern. Das klingt nicht nur lächerlich, das ist lächerlich. Hier der Artikel zu Gaulands neuer Aufforderung an die AFD Ramelow zu wählen.

„Die kopflose Reaktion von CDU und FDP bringt mich zu der Empfehlung an die thüringischen Freunde, das nächste Mal Herrn Ramelow zu wählen, um ihn sicher zu verhindern – denn er dürfte das Amt dann auch nicht annehmen“ – Alexander Gauland (AFD)

Wie lange kann die AFD sich noch faschistisch und kriminell äußern und aufführen, bevor man sie endlich einstampft und verbietet? Die AFD-Faschisten halten sich für die Retter des deutschen Abendlandes, tun aber alles dafür den Willen der Wähler zu missachten. Die AFD tut unter dem Strich nur schlechtes für Deutschland, seit es sie gibt. Sie spaltet, tötet, hetzt, kostet und zerstört. Um jeden Preis muss die AFD in jedem deutschen Parlament für Unruhe sorgen. Sei es durch sinnlose Anträge, Ordnungswidrigkeiten oder Wahlmanipulationen. Die AFD agiert bundesweit populistisch, rechtsextrem, faschistisch und kriminell. Nicht nur in den Parlamenten, sondern auch sehr viel im Internet. Es gibt inzwischen unendliche Berichte über Verbindungen zu PEGIDA und vielen anderen, vom Verfassungsschutz kontrollierten, rechtsextremen Gruppierungen. Mit 9,5% besitzt die AFD den höchsten Anteil an kriminellen Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene.

Hierzu eine kleine Grafik mit Quelle, erstellt vom Kollegen Erik Flügge.
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Die AFD ist eine Schande für Deutschland und es ist auch eine Schande für Deutschland, dass man diese gefährliche, faschistische Partei noch nicht verboten hat. Wie kann es sein, dass das Verfassungsgericht feststellt, dass Bernd Höcke ein Faschist ist, ohne anschließende Konsequenzen für Höcke und die AFD? Niemand reagiert, obwohl völlig klar ist, in welchem Fahrwasser sich die AFD befindet und welchen Kurs sie in Zukunft verfolgen wird. Die faschistischen Aussagen der AFD-Abgeordneten sind zahlreich.

Hierzu eine kleine Grafik um zu verdeutlichen, über was wir hier reden.
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Wir vom Übermensch.Blog hoffen und beten dafür, dass nicht mehr zu viel passieren muss, damit man endlich erkennt, dass wir den Faschismus aktiv bekämpfen müssen, um ihn zu besiegen. Ein AFD-Verbot ist unserer Meinung nach schon längst überfällig und bei der Anzahl an Beweisen, Indizien und Geschehnissen dringend nötig, um weiteren faschistischen Einfluss in unserem Land zu verhindern!

Schalom,
Schlomo Goldbaum

 

Die AFD ist eine Schande für Deutschland: Gauland tritt die Demokratie mit Füßen – Ein Kommentar

Faschisten unterwandern CDU und FDP: Jetzt rollen Köpfe – Aktuelle Umfragen zu Neuwahlen in Thüringen – Ein Kommentar

„Laut einer Umfrage der ARD wollen 61% der Bundesbürger Bodo Ramelow von den Linken wieder als Ministerpräsident in Thüringen sehen.“

Nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen werden jetzt die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Die Hinweise auf die rechtsextremen Verstrickungen werden immer deutlicher. Auffällig war, dass die AFD nach der Wahl geschlossen davon sprach, dass der „Plan“ und die „Absprachen“ perfekt funktioniert hätten. Noch dazu kam, dass Kemmerich und Mohring, die Speerspitzen der Union und FDP in Thüringen, bis zum bitteren Ende von ihrem „Sieg“ überzeugt waren. Kemmerich und Mohring stellten sich also in Thüringen gegen die Meinung ihrer eigenen Parteien.

Darauf folgten natürlich Konsequenzen: Annegret Kramp-Karrenbauer und Christian Lindner nahmen sich Mohring und Kemmerich zur Brust. Jetzt treten beide zurück. Auf Bundesebene werden Neuwahlen gefordert, um den faschistischen Wahleinfluss wieder zu entkräften. Höchstwahrscheinlich wird es auf Neuwahlen hinauslaufen. Wir haben hier aktuelle, neue Umfragen zur anstehenden Neuwahl.

Laut einer Umfrage der ARD wollen 61% der Bundesbürger Bodo Ramelow von den Linken wieder als Ministerpräsident in Thüringen sehen.

Hier die aktuellen Ergebnisse von der INSA zu Neuwahlen in Thüringen als Grafik

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Hier die aktuellen Ergbnisse von der FORSA zu Neuwahlen in Thüringen als Text

„Die politische Stimmung in Thüringen hat sich verändert. Für das RTL/ntv-Trendbarometer hat Forsa nach der überraschenden Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten ermittelt, dass die CDU gegenüber der Landtagswahl im Oktober 2019 knapp zehn Prozentpunkte verlieren würde, wenn jetzt erneut gewählt würde. Die Linkspartei allein könnte sechs Prozentpunkte gewinnen und käme somit auf 37 Prozent. Für die SPD würden demnach neun Prozent und für die Grünen sieben Prozent stimmen. Die AfD wiederum würde leicht auf 24 Prozent zulegen. Die CDU wäre größter Verlierer und müsste Verluste von fast zehn Punkten auf zwölf Prozent hinnehmen. Die FDP würde mit vier Prozent den Einzug ins Parlament verpassen. Linkspartei, SPD und Grüne würden der Umfrage zufolge mit 53 Prozent eine absolute Mehrheit erreichen.“

Es bleibt zu hoffen das es wirklich zu Neuwahlen kommt und das Interesse der Wähler wieder im Fokus steht. Darüber hinaus sollte man dringend einen Untersuchungsausschuss einberufen, der ermittelt, ob es noch mehr rechtsradikale Verstrickungen mit der AFD gibt.

Wir vom Übermensch.Blog fragen uns immer noch: Wann wird die AFD endlich verboten? Denn bräuchten wir jetzt auch keine Neuwahlen.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Faschisten unterwandern CDU und FDP: Jetzt rollen Köpfe – Aktuelle Umfragen zu Neuwahlen in Thüringen – Ein Kommentar

Der Pakt mit dem Teufel: FDP stellt mit Hilfe von AFD neuen Ministerpräsidenten in Thüringen – Ein Kommentar

„Die CDU/CSU und FDP haben bewiesen, dass ihnen die eigenen Interessen wichtiger sind, als die der Menschen in unserem Land. Sie akzeptieren und fördern Faschismus in Deutschland, nur um eine Machtposition nach ihren Vorstellungen besetzten zu können.“

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen gewann Roland Kemmerich von der FDP mit einer Stimme mehr gegen Bodo Rammelow von der Linken, und wird somit neuer Ministerpräsident.

Die FDP und die CDU/CSU leisteten sich bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen einen absoluten Eklat. Die AFD zog ihren eigenen Kandidaten zurück und gab alle Stimmen dem FDP Abgeordneten Kemmerich. Die konservativen Parteien haben mit der rechtsextremen AFD zusammengearbeitet, um die Linke zu entmachten. Das war der FDP und der CDU/CSU aber nur möglich mit den Stimmen der AFD. Sie gingen also Hand in Hand mit den Faschisten der AFD in den Kampf um den Thron des Ministerpräsidenten Thüringens. Das bedeutet im Klartext, dass die FDP und die CDU/CSU mit der Hilfe von Faschisten die Wahl gewonnen haben. Unabhängig davon, dass durch diese „Wahlmanipulation“ der eigentliche Wille der Wähler überhaupt nicht mehr repräsentiert wird, ist es eine Schande, dass man sich an den Stimmen von Faschisten bedient, nur um irgendwelche Parteipolitischen Ziele zu erreichen. Wenn das die inoffizielle, bundesweite Legitimation dafür war in Zukunft weiterhin mit der AFD Politik zu machen, dauert es nicht mehr lange, bis wir Faschisten in Regierungsverantwortung haben.

„Wehret den Anfängen“ ist das absolute Gegenteil von dem, was da in Thürigen gelaufen ist. Eigentlich sollten alle Parlamente in Deutschland gemeinsam und geschlossen gegen die Faschisten der AFD kämpfen. Leider Gottes muss wohl erst schlimmeres passieren, bevor die Schlafschafe in unseren Verfassungsgerichten und unseren Parlamenten die Realität auch als solche wahrnehmen. Vielleicht sollte jeder Politiker in Deutschland ein mal im Monat eine KZ-Gedenkstätte besuchen, um sich regelmäßig an seine politische Verantwortung zu erinnern. Zur Zeit gehen die Faschisten völlig unbeirrt und erfolgreich ihren Weg. Es gibt kaum politischen Widerstand. Der Einfluss der AFD wird immer größer und das weiß die AFD. Andere Parteien sind inzwischen auf die AFD angewiesen, wie man in Thüringen sehr gut sehen konnte. Die CDU/CSU und FDP haben bewiesen, dass die eigenen Interessen wichtiger sind, als die der Menschen in unserem Land. Sie akzeptieren und fördern Faschismus, nur um eine Machtposition nach ihren Vorstellungen besetzten zu können. Alle nicht faschistischen Parteien sollten eigentlich ausschließlich im Interesse des Volkes handeln, selbst wenn das ein Nachteil für die eigene Partei bedeuten würde. Aber anscheinend ist Faschismus inzwischen sogar für die FDP und die CDU/CSU kein Problem mehr. Der Faschismus löst den Humanismus ab. Dann können wir uns in Zukunft wohl über jede Menge faschistische Einflüsse in unseren Parlamenten freuen.

Bundessprecher Jörg Meuthen von der AFD hat nach der Wahl gesagt:
„Das war der erste Mosaikstein der politischen Wende in Deutschland“.

Und was passiert wenn diese politische Wende vollzogen ist, wissen wir ja alle von Bernd Höcke:
Es wird dann entschlossen ausgemistet und gesäubert. Wohltemperierte Grausamkeit und eine starke Hand werden nötig sein, um die ganzen Untermenschen ab zu schieben.

 

Die AFD schien sich also über den gelungen Coup zu freuen, denn Bodo Ramelow ist kein Ministerpräsident mehr, dass war alles, was die AFD wollte.

Die süddeutsche Zeitung hat ganz treffend auf den Punkt gebracht, inwiefern sich der politische Einfluss der AFD durch diese Zusammenarbeit verstärkt. Besonders der Flügel der AFD unter Bernd Höcke  freut sich über die scheinbare „Bürgerlichkeit“ die jetzt deutlicher werde. Höcke freut sich also im Grunde über die perfekte Tarnung, denn seine eigentlichen Ziele sind pervers.

„Dass CDU und Liberale die AfD mit der gemeinsamen Wahl nun aufwerten, sehen Politikwissenschaftler kritisch: „Die Wahl ist eine Zäsur für die AfD und das politische System in Deutschland“, sagt der Kasseler Professor Wolfgang Schroeder. „Dass die AfD erstmals einem Ministerpräsidenten ins höchste Amt eines Landes verhelfen kann, wertet sie auf.“ Auch für die Glaubwürdigkeit der übrigen beteiligten Parteien sei das ein ernstes Problem. Alle anderen hätten vorher festgelegt, die AfD gerade nicht zu beteiligen. „Das Wahlergebnis beschleunigt nun den Prozess der Integration der AfD ins politische System“, sagt Schroeder und warnt vor einem problematischen Akteur. „Dass das ausgerechnet im radikalsten Landesverband passiert, ist ein diabolisches Zeichen. „Denn der so aufgewertete Flügel um den Rechtsaußen Höcke verfolge die Transformation der Gesellschaft. „Er will eine andere Kultur, ein anderes Land.“ Klar sei: „Die AfD ist mit ihrer Selbstverharmlosungsstrategie erstaunlich weit gekommen.“

Hier geht’s zum ganzen Artikel von der süddeutschen Zeitung zur Wahl in Thüringen

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Der Pakt mit dem Teufel: FDP stellt mit Hilfe von AFD neuen Ministerpräsidenten in Thüringen – Ein Kommentar

VON MENSCH. FÜR MENSCH. ÜBER MENSCH.

Mein Name ist Felix Jungbluth (Pseudonym: Schlomo Goldbaum). Ich bin der Betreiber dieses Blogs. Ich schreibe hier über aktuelles Weltgeschehen, Zeitgeist, Kunst und Kultur im Rahmen sozialistischer und humanistischer Prinzipien. Ich bin ein „linksgrünversiffter Gutmensch“, der gerne kommuniziert und konstruktiv kritisiert. So werdet ihr viele Kritiken, Essays und Kommentare zu diversen Themen finden. Gleichzeitig versuche ich mit diesem Blog ein Gegengewicht zu den enorm zahlreichen rechtspopulistischen, rechtsradikalen und verschwörungstheoretischen Internet-Blogs und Magazinen zu etablieren.

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Schalom,
Schlomo Goldbaum

VON MENSCH. FÜR MENSCH. ÜBER MENSCH.

Sind Nazis Monster? – Ein Kommentar

Jeder, der sich mit dem Nationalsozialismus befasst hat, mit den Gräueltaten innerhalb der KZ‘s, Ghettos, Haftanstalten etc., fragt sich irgendwann unweigerlich: „Was waren das für Menschen, die zu so etwas fähig waren?“ Darf man die noch Menschen nennen? Oder sind das nicht doch Monster? Das wäre eine einfache, aber auch falsche Schlussfolgerung, denn Monster waren sie nicht. Ihre Taten aber waren genauso monströs wie das System, in dem sie lebten. Das waren ganz „normale“ Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Sie als Monster zu betrachten ist ebenso kurz gegriffen wie gefährlich. Warum ist das gefährlich und zu kurz gegriffen?

Zuerst muss man sich den historischen Kontext mal ansehen. Wie waren die Menschen zu dieser Zeit. Die Kaiserzeit war noch nicht allzu lange Geschichte und die Bürger wurden damals noch im Sinne des militaristischen Kaiserreiches erzogen – Zucht – Ordnung – Pflicht – Gehorsam – vereinfacht ausgedrückt. Viele der späteren Verbrecher waren ehemalige Soldaten, auf Gehorsam und Pflichterfüllung gedrillt. Die Menschen damals wurden dazu erzogen, gehorsam ihre Pflicht zu erfüllen. Einen Befehl zu kritisieren wäre für viele überhaupt nicht in Frage gekommen, geschweige denn, ihn zu verweigern. Das NS-Regime machte sich diesen Gehorsam zu Nutze und baute so ein Netz aus fleißigen Befehlsempfängern auf, in dem jeder eine kleine Aufgabe zu erfüllen hatte, bei der man das Große Ganze nicht im Blick haben musste, wenn man es nicht sehen wollte. Als Kontrollinstanz diente praktisch jeder folgsame Volksgenosse. So kam es dazu, dass Nachbarn Nachbarn bespitzelten, Arbeitskollegen ihren Nebenmann, Söhne und Töchter ihre Eltern usw.. Ohne diese gehorsamen Bürger*Innen hätte das Dritte Reich gar nicht funktionieren können. Um Juden, Anarchisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuelle, Sinti und Roma, Menschen mit Einschränkungen und alle anderen verfolgten Randgruppen ausgrenzen zu können, wurden sie von der nationalsozialistischen Propaganda entmenschlicht, mit Parasiten gleich gesetzt – als Volksfeinde eingestuft. Erst entzog man ihnen die Rechte, dann das Geld, dann die Würde und zu guter Letzt wurden sie ermordet. Alles im Sinne eines „Gesunden Volkskörpers“.

Das alles bewegte sich auf dem Boden des Gesetzes, denn die Machthaber machen die Gesetze. Bestes Beispiel sind wohl die Nürnberger Rassegesetze [1]. Nach damals geltendem Recht war sogar der Holocaust in Deutschland legal. Wichtig ist auch die Tatsache, dass zu der damaligen Zeit der Antisemitismus ein weit verbreitetes Übel in ganz Europa war. Er wurde während dieser Zeit nicht so geächtet wie heute [2]. Warum also sind Nazis keine Monster? Ganz einfach, weil es keine Monster gibt. Monster/Ungeheuer sind fiktionale Fabelwesen aus der Mythologie. Meist nur von Superhelden zu besiegen. Die Täter von damals aber waren der nette Buchhalter von nebenan, der Bäckergeselle, oder die immer freundliche Frisörin wie Elisabeth Volkenrat, ehemalige KZ-Aufseherin, im Bergen-Belsen Prozess zum Tode verurteilt [3]. Diese Menschen haben ihre Taten begangen, weil sie gehorsam und unreflektiert Befehle befolgt haben. Privat waren sie liebevolle Familienväter, Schwestern, Brüder usw., die ihre Familien vor den „Parasiten“, die den gesunden „Volkskörper“ bedrohten, beschützen wollten. Das wohl einprägsamste Beispiel des gehorsamen Bürgers ist wohl Adolf Eichmann, der ab 1941 für die Organisation der Deportationen verantwortlich war und am 20. Januar 1942 das Protokoll der Wannseekonferenz führte. Er wusste also genau, worum es ging. Zur Verteidigung beim Prozess in Israel führte Eichmann immer wieder an, er hätte nach dem Führerprinzip lediglich Befehle befolgt, er sei in dem Sinne juristisch nicht schuldig, weil er niemals selbst einem Menschen das Leben genommen hatte [4]. Eichmann war kein Monster, Eichmann war nichts weiter als ein gehorsamer Buchhalter, der sich nicht einmal die Frage gestellt hat: „Ist das richtig, was ich hier mache?“ Auch die KZ Aufseher waren keine Monster, sie waren gehorsame Befehlsempfänger. Im KZ Auschwitz arbeiteten von Mai 1940 bis zur Befreiung durch die Rote Armee 1945 rund 10.000 SS-Angehörige als Wachmannschaft entweder außerhalb oder innerhalb des Lagers [5]. Alle haben nur Befehle befolgt. Und sie alle würden es wieder tun, wenn man es ihnen befehlen würde, wären sie heute noch dazu in der Lage. Und wir dürfen nicht vergessen, sie sahen ihre Opfer als Untermenschen, Volksschädlinge und Parasiten an. Sie waren so brutal, weil sie es konnten, weil sie innerhalb der Lager-Hierarchie die Macht inne hatten, das zu tun. In einem totalitären Regime kann jeder zum Täter werden, der unreflektiert Befehle ausführt und nicht nach der Richtigkeit, sondern nur nach der Legalität der angeordneten Taten fragt. Dies soll keine Entschuldigung sein, es dient nur zur Erklärung. Vom heutigen Standpunkt aus, fällt es uns leicht, zu sagen, das hätten wir nicht gemacht, wir wären sofort im Widerstand gewesen usw.. Dazu gehört aber sehr viel Mut, eine gut vernetzte Organisation und selbst die kann von Spitzeln unterwandert sein. Die Täter waren einfache Menschen und ihre Bosheit war banal, nicht radikal – sie haben weder nachgedacht, noch hinterfragt, hatten keine eigene Moral und Ethik. Sie haben nicht aus eigenem Antrieb gehandelt, waren kleine Rädchen in einem riesigen Apparat. Und genau das macht Menschen so gefährlich, das Fehlen einer eigenen Moral und die Unfähigkeit sowohl angeordnete Befehle in Frage zu stellen, als auch das eigene Verhalten zu reflektieren. Daher ist es so wichtig, in einer Demokratie wachsam zu sein, auch die Mächtigen in Frage zu stellen, ihre Gesetze genau unter die Lupe zu nehmen, sich zu informieren, diesen Informationen nur dann zu trauen, wenn sie auf tatsächlichem Wissen beruhen und vor allem, sich eine eigene Moral zu bilden im humanistischen Sinne.

Frage dich: „Ist das jetzt richtig oder nur legal?“  Traue dich, eigenständig zu denken, auch wenn deine Gedanken nicht denen der Mehrheit entsprechen! Und wenn du etwas als falsch erachtest, dann sprich es aus! In einer Demokratie kannst du das noch, in einer Diktatur kann dich das dein Leben kosten.

Nazis sind keine Monster, jeder von denen ist nichts weiter als Hänschen Klein, unfähig eigenständig zu denken, unfähig zu reflektieren und unfähig neue Verknüpfungen im Hirn zu bilden. „Monster“ wäre sowieso zu nett für Nazis.

„Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiter wuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.“
(Hannah Arendt, aus „Über das Böse“)

Sei kein Monster, sei radikal!

Schalom,
Hannah Kant

Quellen:
[1] http://www.judentum-projekt.de/geschichte/nsverfolgung/gesetze/
[2] https://www.deutschlandfunk.de/judenverfolgung-europaeischer-antisemitismus1880-1945.1310.de.html?dram:article_id=379815
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Volkenrath
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Eichmann-Prozess
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Personal_im_KZ_Auschwitz

Sind Nazis Monster? – Ein Kommentar