Deutschland: Ein Land in dem Faschismus blüht und Menschlichkeit stirbt – Ein Kommentar

Ist Faschismus wirklich wieder eine legitime Meinung in Deutschland? Immerhin werden Aktivisten der Antifa teilweise als „Terroristen“ bezeichnet, dabei wehren diese sich gegen Faschismus. Wie ungebildet muss man denn sein, um zu denken, dass Faschismus etwas Gutes ist?

In diesem Artikel der Zeit behauptet der Chef des Verfassungsschutzes, die AntiFa sei kurz davor „linksterroristisch“ zu werden. Darüber das „Combat 18“ erst nach zig Jahren verboten wurde, sagt er natürlich nichts. Das Rechte in Deutschland, nicht erst seit dem NSU, schon ewig terroristisch agieren, wird auch nicht erwähnt. Auf die Frage, wie viele Rechtsextreme für den Verfassungsschutz arbeiten, antwortet er, er dürfe darüber keine Auskunft geben. Das ist schlichtweg Unsinn. D.h. es arbeiten also wirklich Rechtsextreme beim Verfassungsschutz, und er weiß davon? Deutschland hat ein extremes Faschismus Problem, bis ganz tief in die Reihen des Establishments und der Bundespolitik. Das ist inzwischen klar wie Kloßbrühe. Das das inzwischen so klar sichtbar ist,  bekommen natürlich auch ganz viele faschistische Schlafschafe in Deutschland mit, die endlich wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Wenn ich bei Facebook oder Twitter Kommentare lese, die Schwarzen, Asylanten oder Juden den tot wünschen, oder wollen das Greta Thunberg im Atlantik ersäuft, oder den Holocaust leugnen, fällt mir immer wieder auf, dass das völlig normale Menschen aus der „Mitte“ der Gesellschaft sind. Da posten allein erziehende Mütter mit zwei Kindern auf dem Arm, das Greta Thunberg ein widerliches Geschöpf ist, welches ins KZ gehört, so wie man das früher auch gemacht hat mit Wichtigtuern. Ihr alle kennt diese Art von Kommentaren, ich muss das hier wohl kaum weiter ausführen. Wundern tut mich das aber nicht mehr, denn die AFD haut solche Aussagen ja regelmäßig raus. Und wenn die das machen, machen das andere Idioten nach.
Die Menschen fangen also an genau das zu verleugnen, was sie zum Menschen macht: Mitgefühl. Man findet sie massenhaft in jedem Sozialen Netzwerk und jeder Medien- und Nachrichtenseite. Ganz besonders unter Artikeln, die sich mit dem Klimawandel, Asylanten oder Aktivisten jeglicher Art auseinandersetzten. Denn „Gutmenschen“, also Menschen die anderen Menschen etwas gutes tun wollen, sind in den Augen der Rechten in Wahrheit böse und schlecht. Argumente und Belege für diese Ideologie gibt es natürlich nicht. Das zieht sich durch die gesamte rechte Szene: Komplette Realitätsverweigerung und rigorose Unterdrückung von menschlichem Mitgefühl. Ganz besonders die fehlende Menschlichkeit ist in den letzten Jahren durch die AfD weiter forciert worden. Viele Menschen, vor allem aus dem Osten, sind wirtschaftlich abgehängt und leben in völlig bildungsfernen Milieus. Hierzu gibt es eine interessante statistische Erhebung über den Bildungsstand der einzelnen Bundesländer. Lustiger Weise schneidet der Osten, mit den wenigsten Asylaten, am schlechtesten beim Einbürgerungstest ab. Das spricht nicht gerade für die ganzen AFD Wähler im Osten die so unglaublich deutsch sein wollen.

Einbürgerungstest: Ossis schneiden schlechter ab als WessisWenn diese komplexbeladenen, wütenden Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, ein passendes Feindbild vorgesetzt bekommen, müssen sie nur noch drauf hauen um sich besser zu fühlen. Endlich sind sie mal mehr wert als Andere. Sie haben alle nichts mehr, außer ihre Nationalität. Mitgefühl oder Nächstenliebe, Nähe und Geborgenheit, Respekt und Liebe sind wohl nicht Usus im Leben dieser Hass erfüllten „Schlechtmenschen“.

Fazit: In Deutschland verlieren wir die wütenden, abgehängten Menschen an die Rechtsextremen. Die Nazis haben durch die AFD und den Rechtsruck das Gefühl endlich wieder gehört zu werden, dass gibt vielen Schlafschafen, die sich vorher aus Anstand noch nicht ganz getraut haben, den letzten Stoß in die falsche Richtung. Dann ist auch die letzte Bastion der Menschlichkeit im Inneren dieser Personen verloren gegangen und Menschenhass wird in den Köpfen dieser Faschisten wieder legitim. Im Grunde benötigen wir eine erneute Aufklärung und ein Systemwechsel, der dafür sorgt, dass es eben keine abgehängten Menschen 2. Klasse mehr gibt. Die AFD nutzt die Opfer des Kapitalismus‘ als ihre Fußsoldaten. Die Armee der Zombies schließt sich den Nazis an.

Also ich bin lieber „Gutmensch“ als „Schlechtmensch“.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

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