Die Arroganz der Alten – Essay

„Wieso man stolz sein sollte ein Gutmensch zu sein.“

Die einzigen Menschen die gerade ernsthaft die Welt retten wollen, sind Wissenschaftler und streikende Schüler. Es gibt nur ganz wenige alte Menschen, die einsehen, dass ihre Generation die Zukunft ihrer eigenen Kinder versaut hat. Mit dem extrem maßlosen Turbo-Kapitalismus, der mal „Wirtschaftswunder“ genannt wurde, hat es auch nicht lange gedauert den Planeten ins Chaos zu stürzen. Das westliche „Wirtschaftswunder“ nach dem 2. Weltkrieg war kein Wunder, sondern eine Krankheit. Eine Krankheit die ihre Opfer süchtig macht wie Morphium. Alle wollten etwas abhaben vom großen Kuchen. Niemand nahm Rücksicht auf den Planeten, solange man noch reicher werden konnte. Niemand dachte an Nachhaltigkeit oder Vernunft. Es musste alles maximal ausgebeutet werden. In den Schulen wurde den Kindern Druck gemacht und erzählt das die Welt ein kalter, böser Ort ist. Nach altem preußischem Vorbild wurden alle gleichgeschaltet, und zu unmündigen, braven deutschen Volksbürgern getrimmt. Diese braven Volksbürger tragen noch heute dazu bei, dass diese neoliberale CDU Stillstandsregierung den Planeten zerstört, um die Schere zwischen Arm und Reich noch größer zu machen. Armeen von Zombiebeamten in Bullshit-Jobs tun jeden Tag Dienst nach Vorschrift, ohne die unsinnigen bürokratischen Abläufe zu hinterfragen den sie da verzapfen.

„Dumm ist der, der dummes tut.“, sagte die Mutter von Forrest Gump.

Ich finde es ganz schön dumm eine Nazi-Demo zuzulassen und dann auch noch polizeilich zu schützen. Wieso machen Behörden sowas? Werden die dazu gezwungen Nazis zu schützen? Nein. Denen wird eben seit ihrer Geburt gesagt, dass sie gute Volksbürger sein müssen, die niemals etwas hinterfragen. Das Gesetz, egal wie ineffektiv es sein mag, wird durchgesetzt. Wieso haben radikale, faschistische, antisemitische, dumme Menschen die Freiheit anderen Menschen die Freiheit verbieten zu wollen? Sie wollen eigentlich gar nichts, außer destruktiv zu sein. Denn auch negative Aufmerksamkeit ist eben Aufmerksamkeit. Diese armen Menschen buhlen darum gesehen zu werden. Arme Seelen.

Das unglaubliche daran ist, dass viele alte Leute heute immer noch zu arrogant oder eben zu blöd sind zu erkennen, dass es Zeit wird seinen Arsch zu bewegen und die Welt zu verändern. Die Jahrzehnte lange konservative Gehirnwäsche hat den größten Teil unserer Gesellschaft zu empathielosen, arroganten Egomanen gemacht. Vom Obdachlosen bis zur Bundeskanzlerin gibt es immer weniger vernünftige erwachsene Menschen, die die Realität so wahrnehmen, wie sie ist. Wer heute vernünftig ist, wird „Links-Grün-Versifft“ genannt, oder „Gutmensch“ oder „Linksextrem“. Das muss man sich mal vorstellen: In Deutschland ist „Gutmensch“ für viele Menschen eine Beleidigung. Also ist Nachhaltigkeit, Rücksichtnahme, Nächstenliebe und Verzicht etwas schlechtes? Das wollen die Rechtspopulisten und Konservativen uns „Gutmenschen“ sagen? Die Christen von der Union sollten sich die 10. Gebote noch einmal zu Gemüte führen. Vielleicht stellen sie dann fest, dass die 10. Gebote wohl kaum die Basis eines kapitalistischen Systems sein können. Sogar das Gesundheitssystem ist heutzutage ökonomisiert, genauso wie die katholische Kirche. Alles ist ausgelegt auf den Profit ganz weniger schlechter Menschen ohne Gewissen. Ich will mal deutlich werden: Wer heutzutage kein Gutmensch ist, kann nur blöd oder aber völlig bösartig sein.

Schalom,
Schlomo Goldbaum

Die Arroganz der Alten – Essay

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